<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Sport &#38; Design Drachen &#187; Reisen &amp; Erleben</title>
	<atom:link href="http://sport-und-designdrachen.de/category/reisen-erleben/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://sport-und-designdrachen.de</link>
	<description>Das Magazin für Drachen-Sport</description>
	<lastBuildDate>Thu, 27 Oct 2011 07:23:28 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.2</generator>
		<item>
		<title>Baden an  der Leine &#8211; Unfreiwillige Wasserspiele in Vung Tau (Vietnam)</title>
		<link>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/baden-an-der-leine-unfreiwillige-wasserspiele-in-vung-tau-vietnam/</link>
		<comments>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/baden-an-der-leine-unfreiwillige-wasserspiele-in-vung-tau-vietnam/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 May 2011 14:22:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen & Erleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://sport-und-designdrachen.de/?p=1549</guid>
		<description><![CDATA[„Drachenfliegen ist ein Spiel mit der Natur“ – das sagt man so leicht! Doch was ist, wenn es anders kommt? Was ist, wenn die Natur stattdessen mit uns spielt? Ganz schnell wird der Mensch zum Spielball der Naturgewalten und muss&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/baden-an-der-leine-unfreiwillige-wasserspiele-in-vung-tau-vietnam/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Drachenfliegen ist ein Spiel mit der Natur“ – das sagt man so leicht! Doch was ist, wenn es anders kommt? Was ist, wenn die Natur stattdessen mit uns spielt? Ganz schnell wird der Mensch zum Spielball der Naturgewalten und muss erkennen, wie klein er ihnen gegenüber ist, wie sehr er diesen Kräften ausgeliefert ist. Dabei denken wir noch nicht einmal an die Machtlosigkeit gegenüber einem Tsunami. Auch ein Drachenfest wie hier in Vietnam kann dies im Kleinen zeigen, denn trotz akribischer Vorplanung kam am Ende alles anders als geplant.</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/reisen_0111/aufmacher.jpg" alt="" class="entry2" /><br />
<strong>So sieht Vung Tau üblicherweise aus: breite Strände mit reichlich Platz für Drachen und Zuschauer</strong></p>
<div id="bild">
<a href="wp-content/files/reisen_0111/01_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0111/01.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Strandszenen zwischen Baden und Drachenfest</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0111/02_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0111/02.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Moderne vietnamesische Dracheninterpretationen</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0111/03_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0111/03.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Trotz der schwierigen Verhältnisse flogen tolle Drachen, wie dieser Lynn-Cuttlefish</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0111/04_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0111/04.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Toller Manta Ray von Andreas Fischbacher</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0111/05_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0111/05.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Peter Lynns Fisch zerriss leider, als er voll mit Wasser erneut starten wollte</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0111/06_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0111/06.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Die neuen „Bodenanker“ werden geliefert und verteilt</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0111/07_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0111/07.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Ruhe nach dem Sturm mit Bernhards Clownfisch, der den heftigen Wind überlebt hat</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0111/08_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0111/08.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Beliebt: asiatische Drachenketten wie dieser Centipede</strong>
</div>
<p>Zum 1.000-jährigen Jubiläum von Vietnams Hauptstadt Hanoi sollten große Feierlichkeiten stattfinden. Und für ein Land mit langer Drachentradition ist es selbstverständlich, dass hierzu ein internationales Drachenfestival gehört. Um Erfahrungen in der Organisation und Durchführung zu sammeln und weltweite Kontakte zu knüpfen, wurden bereits im Vorfeld zwei Veranstaltungen organisiert. Trotz recht kurzfristiger Terminierung war das erste Drachenfest 2009 in Vung Tau ein großer Erfolg. Der breite Sandstrand bot den einzelnen Nationen genügend Platz, um ihre Drachen­ zu präsentieren und tausende Zuschauer waren beeindruckt. Als ich 2010 zusammen mit Andreas Fischbacher nach ­Vietnam flog, war die Aufregung des ­Veranstalters deutlich zu spüren und mit nervösem Charme wurde der Zeitplan für das Nachtfliegen, der einem ­Film­­dreh­-<br />
buch glich, vorgestellt. Ohne den Strand bisher gesehen zu haben, war den meisten ­Drachenfliegern bald klar, dass das auch unter optimalsten Bedingungen so nicht funktionieren würde. ­Als wir anschließend­ ­­dann den Strand inspizierten, wurde das zuvor Besprochene ganz schnell zur Lachnummer: Trotz akribischer Planung hatte das Organisationskomitee in einem Punkt nämlich buchstäblich die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Man versprach Besserung, und in Zukunft werde für solche Veranstaltungen auch noch ein Abgeordneter für Wetterbeobachtung, Gezeitenplan und Mondphasen benannt. </p>
<p><strong>Was war geschehen?</strong><br />
Im Gegensatz zum Vorjahr mit sehr moderaten Winden und ziemlich breiten Stränden gab es in diesem Jahr zum Drachenfestival die höchste Springflut seit 20 Jahren. Auffrischender Wind von 5 bis 6 Beaufort sollte das Drachenfliegen richtig spannend machen. Wie wir später erfuhren, war nicht nur der Vollmond für den hohen Tidenhub verantwortlich, sondern auch ein Taifun, der über dem Südchinesischen Meer sein Unwesen trieb. Ein Glück, dass dieser tropische Wirbelsturm nicht mit voller Gewalt auf die Küste traf. Da das Meer oftmals keine 5 Meter Strandbreite für die Drachen übrig ließ, war es nicht zu vermeiden, direkt über der ­vierspurigen Hauptstraße Vung Taus zu fliegen. Und auch der Start der Drachen erwies sich als äußerst schwierig, da das Wasser teilweise bis in die obersten ­Reihen der Liegestühle schwappte.</p>
<p>Einleiner mussten bei Ebbe weit im Meer verankert werden, Lenkdrachenpiloten standen einige Male bis zur Schulter im wohltemperierten Wasser. Drachenfliegen als Spiel mit dem Wind wurde so zur anstrengenden Herausforderung, denn längst spielte auch das Meer mit uns. Die Brandung war zeitweise dermaßen stark, dass es darin keinen Halt gab. Spielball der Natur waren dabei nicht nur die Menschen­ im Wasser, sondern auch unsere Bodenanker. Am Strand verteilte Sandsäcke wurden von den Wellen einfach an Land gespült. Auch mehrere miteinander vertäute Säcke hielten der Brandung nicht stand und wurden von größeren Drachen einfach mitgezogen. Also mussten zunächst stabilere Bodenanker organisiert werden. Auf einer nahe unserem Hotel gelegenen Baustelle wurden wir fündig. Kurzerhand orderte der Veranstalter einige Wagenladungen Betonblöcke und ließ sie am Strand verteilen. Unsere fleißigen Helfer waren schnell zur Stelle, um die neuen Ankerpunkte bei Ebbe möglichst weit im flachen Meer zu versenken. Mit langen, dicken Tauen verschnürt, sollten diese Anker auch bei Hochwasser ­auffindbar bleiben. </p>
<p>Eine völlig neue Situation also für die internationale Drachenfliegerschar. So etwas hatte wohl noch keiner erlebt. Dennoch war es immer wieder beeindruckend, mit wie viel Freundlichkeit und Charme die diversen Unvorhersehbarkeiten von den Vietnamesen lächelnd und entschuldigend überspielt wurden. </p>
<p><strong>Hilfsbereitschaft ganz oben</strong><br />
Die Menschen, und speziell unsere studentischen Helfer, waren immer freundlich, fröhlich und extrem hilfsbereit.­ Es gibt wohl nur wenige Drachenfeste auf der Welt mit auch nur annähernd so motivierten Volunteers wie in Vietnam. Überraschend, mit welcher Geschwindigkeit hier Nichtdrachenflieger auch ohne Erklärungen dazulernten und schnell den Blick für das Wesentliche bekamen. Ganz egal, ob Bodenanker befestigt werden mussten oder unser Getränkevorrat sich gen Ende neigte – die Helfer waren immer zur Stelle. Kaum ein Knoten in unseren Flugleinen oder Waagen, der nicht sofort entdeckt und beseitigt wurde. Wenn man sich dann auch nur kurz setzen wollte, um die Drachen zu beobachten, so war gleich jemand zur Stelle, der schnell eine Wasserflasche reichte oder noch einen Sonnenschirm für ein wenig mehr Schatten aufstellte. Diese perfekte Unterstützung motivierte natürlich die Drachenflieger, sodass trotz der teilweise schwierigen und anspruchsvollen Bedingungen dem Publikum so viel wie möglich geboten werden konnte.</p>
<p><strong>Das Publikum tat sein Übriges</strong><br />
Geschätzte 100.000 Menschen aller Altersgruppen bevölkerten den viel zu schmalen Strand. Außer den Bereichen für die Lenkdrachenteams waren keine Flugfelder abgesperrt. Menschenmassen bewegten sich ameisengleich zwischen Drachenleinen am Strand und durch das Wasser. Die Drachen übten offensichtlich eine magische Faszination auf viele Zuschauer aus. Hier mal schnell ein Foto mit Drachen im Hintergrund geschossen, und dort mal eine Leine gehalten, um die Kraft zu spüren: Die Menschen zeigten sich interessiert und neugierig, aber nie aufdringlich oder lästig. So war es auch kein Problem, unsere Drachentaschen und persönliches Gepäck einfach am Strand zu lagern. Die Bevölkerung erwies sich als fröhliche, junge Nation mit ansteckender, kindlicher Neugier und Lebenslust. Wir hatten den Anschein, als würden uns vom Schüler bis zum Polizisten alle anlächeln. Im Gegensatz zu anderen Ländern waren keine Vorbehalte gegen Ausländer zu spüren. Im Gegenteil, ständig kam lächelnd die Frage „Where’re you from?“ und im selben Atemzug wurde uns gegenüber die Verwunderung zum Ausdruck gebracht, dass wir für ein Drachenfest so weit gereist waren. Auffällig auch das riesige Presseaufgebot: Nicht nur zur offiziellen und gut besuchten Pressekonferenz, sondern auch am Strand kamen ständig Reporter und Fernsehteams zu Interviews und Fotoaufnahmen vorbei. Die Internationalität der Veranstaltung hatte magnetische Wirkung.</p>
<p><strong>Teilnehmerschar</strong><br />
Die 70 internationalen Drachenflieger stammten aus 23 Nationen: Kambodscha, Brunei, Indonesien, Malaysia, Philippinen,­ Singapur, Thailand, Indien, Korea, Japan, Frankreich, Taiwan, China, ­Kanada, ­Australien, Kuwait, Neuseeland, England, Schweden, Italien, Brasilien, Dänemark und Deutschland. Zusätzlich waren über 100 vietnamesische Drachenflieger angereist. Allein aus Ho-Chi-Minh-Stadt waren zwei verschiedene Drachenclubs mit jeweils bis zu 30 Personen anwesend. Die Größe und Aktivität dieser Clubs waren beeindruckend. Bereits zeitig am Morgen ließen die Mitglieder ihre Drachen in große Höhen aufsteigen. Auffällig war dabei der Teamgeist in den Gruppen. Niemals blieben einzelne Drachenflieger allein am Drachen oder an der Leine, sondern immer halfen ganze Mannschaften. Häufig hatte zwar ein Älterer das Sagen und gab die Kommandos, aber viele Helfer standen ihm zur Seite, und jeder packte mit an. Wenn dann ein Drachen erfolgreich aufgestiegen war, jubelte und freute man sich gemeinsam. Das Spektrum der Drachentypen ging dabei von traditionellen Flötendrachen über beschriftete Flachdrachen bis hin zu Flowform-Varianten und stablosen Figurendrachen. In der Regel waren alle diese Modelle mit einem preiswerten Tuchmix aus diversen Nylonstoffen gebaut. </p>
<p><strong>Nachtshow</strong><br />
Nachdem das Publikum an den ersten beiden Tagen freies Fliegen am Strand und eine Drachenausstellung an der Haupt­straße geboten bekam, lag das Haupt­augenmerk des Veranstalters anschließend auf dem Nachtfliegen am Samstagabend. Bereits bei der Bekanntgabe des ­detaillierten Zeitplans war aber vielen Drachenfliegern klar, dass diese Einteilung nur theoretisch funktionieren würde und hauptsächlich auf die Bedürfnisse der geplanten Live-Fernsehübertragung zugeschnitten war. Besonders beeindruckend war dann beim Nachtdrachenfliegen die sehr überzeugende Lenkdrachenvorführung des in Kanada lebenden Vietnamesen Lam Hoac. Wenige Piloten haben wohl ihren Drachen so gut im Griff – und das bei anspruchsvollen Windbedingungen von teilweise über 6 Beaufort und bis zum Bauch in der Brandung stehend.</p>
<p>Auch sonst bekamen die Zuschauer viel geboten: Kastendrachen, Flachdrachen, filigrane Konstruktionen, Lenkdrachen, Kampfdrachen, Drachen mit Strahlern oder LED-Beleuchtung. Der durch die Gezeiten bedingte schmale Strand erwies sich ganz unerwartet für das Publikum sogar als Vorteil, da sich das ganze ­Drachenspektakel zwangsläufig sehr nahe bei beziehnungsweise über den Zuschauern­ abspielte. Riesige Schein­werferanlagen durchfluteten die immer stürmischer werdende See mit ihrem Licht. Unter großem Applaus stiegen Drachen über den Zuschauern auf, ­andere konnten nur an der Waage ­gehalten ­werden. Feuerwerkskörper explodierten und Rauchbomben wurden mit Drachen in den Nachthimmel gezogen. Auch wenn wohl nichts mehr nach dem ­akribischen Zeitplan ablief, war das doch eine grandiose Show.</p>
<p><strong>Best Modern Kite</strong><br />
Auch der Sonntag als letzter Flugtag war rasch vorüber und die Closing Ceremony schon bald im vollen Gange. Nach allerlei traditionellen Tänzen und den obligatorischen Ansprachen der Veranstalter wurden dann noch einige Pokale unter die anwesenden Drachenflieger gebracht. Besonders erfreulich war für Andreas Fischbacher, dass er den Pokal des Best Modern Kite für seinen fantastischen Manta Ray erhielt. Eine erlebnisreiche und manchmal aufregende Woche im charmanten Vietnam neigte sich dem Ende zu.</p>
<p><strong>Text und Fotos:</strong><br />
Bernhard Dingwerth</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/baden-an-der-leine-unfreiwillige-wasserspiele-in-vung-tau-vietnam/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Durch die orange Brille &#8211; KAPiNED/10</title>
		<link>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/durch-die-orange-brille-kapined10/</link>
		<comments>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/durch-die-orange-brille-kapined10/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 14:15:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen & Erleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://sport-und-designdrachen.de/?p=1502</guid>
		<description><![CDATA[KAPiNED/10
Die Kite-Aerial-Photography-Days in den Niederlanden waren dieses Jahr eines der wichtigsten Treffen für Fesseldrachen-Luftbildfotografen. Die Anreise der Teilnehmer aus Deutschland, Europa, Tahiti, Libyen oder den USA ließ erkennen, dass dieses Event eine wahrhaft globale Resonanz hervorgerufen hatte, aber auch&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/durch-die-orange-brille-kapined10/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>KAPiNED/10</strong></p>
<p><strong>Die Kite-Aerial-Photography-Days in den Niederlanden waren dieses Jahr eines der wichtigsten Treffen für Fesseldrachen-Luftbildfotografen. Die Anreise der Teilnehmer aus Deutschland, Europa, Tahiti, Libyen oder den USA ließ erkennen, dass dieses Event eine wahrhaft globale Resonanz hervorgerufen hatte, aber auch mit gewissen Erwartungen verbunden war. Vom Anfänger bis zum „alten KAP-Hasen“ waren beim KAPiNED/10, wie die Veranstaltung gemeinhin genannt wird, alle vertreten. Geboten wurde eine bunte Mischung aus Vorträgen, Exkursionen und persönlichem Erfahrungsaustausch.</strong></p>
<p><a href="wp-content/files/reisen_0410/aufmacher_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0410/aufmacher.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Siegerfoto des Best KAP-Photo during KAPiNED/10</strong></p>
<div id="bild">
<a href="wp-content/files/reisen_0410/01_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0410/01.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Im Rahmen verschiedener Exursionen gingen die Teilnehmer auf Suche nach dem besten Fotomotiv</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0410/02_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0410/02.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Kamera im Nachbau eines historischen Dreideckers, entworfen von Valentin Oesterle. Das Auslösen erfolgt über Glimmschnur und eine Wäscheklammer. Wegfliegende Papierschnipsel zeigen den Vorgang an</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0410/03_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0410/03.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Multikopter mit HD-Hero-Kamera</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0410/04_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0410/04.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Kinderdijk, fotografiert von Ralf Beutnagel</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0410/05_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0410/05.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Muiderslot, wie es Gerrit Bart Volgers eingefangen hat</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0410/06_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0410/06.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Helikite, eine Mischung aus Drachen und Ballon, ist eine günstige Variante, um Luftbilder zu machen</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0410/07_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0410/07.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Christian Becot reiste aus Frankreich an</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0410/08_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0410/08.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Ralf Beutnagel mit seiner KAP-Foil</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0410/09_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/reisen_0410/09.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Tulpenfeld bei Lisse, fotografiert von Gerrit Bart Volgers</strong>
</div>
<p>Mehr als 50 Teilnehmer hatte das attraktive Programm von Peter Bults und Hans de Jong Anfang Mai in die Niederlande gelockt. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Bei­tragsreihe „The many Faces of KAP“ mit einem Bilderreigen des Niederländers Gerco de Ruijter. Er liftet für seine KAP-Einsätze eine gewöhnliche Mittelformat­kamera, eine Fuji GA 645 mit Rollfilm. Darüber hinaus stellte Jan Westering aus den Niederlanden seinen Nachbau des historischen Drei­deckers vor, den der Offenburger Valentin Oesterle einst entworfen hatte. Damals wie heute kann der Drachen eine Kamera tragen. Einprägend war vor allem der Vortrag von Simon Harbords über das Thema Sicherheit. In einem Experiment durchschnitt er mit einer Drachen­schnur mit 5 Kilogramm Last eine dicke Mettwurst und zeigte damit, dass auch kleine Drachen zu einer Gefahr für andere werden können. KAPen von Booten und Schiffen aus? Der reiseerfahrene Pierre Lesage aus Tahiti zeigte, wie man es machen kann. James Gentles, Linnar Eddesi und Scott Armitage entführten die Zuschauer in die Welt der Bits und Bytes. Ein Rig mit Videokontrolle über ein iPhone steuern? Eddesi bewegte seine Hand und das Rig folgte im brav. Wer seine Picavet-Aufhängung immer vertüdelt, für den hatte Scott Armitage eine Single-Line-Suspension im Angebot. Über Wind­schaufeln wird die Aufhängung in Position gehalten, angesteuert durch eine ausgetüftelte Sensorelektronik. Der Fach­mann für Panoramen war Aldo Hoeben aus den Niederlanden, der einen selbstgebauten und noch dazu vollautomatischen Pano­ramakopf vorführte.</p>
<p><strong>Expertenrunde</strong><br />
Natürlich gab es auch zum Thema Drachen spannende Beiträge. Sue Storey aus Großbritannien war die Fachfrau für Knoten. Und der Franzose Bernard-Noël Chagny berichtete über seine Erfahrung mit einer Elastic Bridle. Der Bereich Historic KAP wurde von Henri Jebe bedient, der sein „San Francisco 2006 Aerial Panorama Project“ vorstellte, bei dem es darum ging, ein Luftbildpanorama 100 Jahre später genau von der Stelle aufzunehmen, an der der Fotograf George Lawrence es nach einem verheerenden Erdbeben 1906 aufgenommen hatte.</p>
<p>Ebenfalls aus Frankreich angereist waren Patricia und Patrick Mouchage. KAPiNED war für die beiden nur der Anfang einer langen Weltreise, die sie mit Auto, Drachen und Kamera begehen werden. Ihre Erlebnisse sind im „World-Kite-Picture“-Projekt WoKiPi (www.wokipi.com)<br />
nachzulesen.</p>
<p><strong>Fotomotive</strong><br />
Am Dienstagnachmittag war eine große KAP-Exkursion mit allen Teilnehmern geplant. Das Wetter spielte mit, der Regen hatte endlich aufgehört, die Sonne schien und es gab kräftigen Wind. Ziel waren die Windmühlen bei Kinderdijk, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Insge­samt 19 Windmühlen pumpen hier durch Windkraft Wasser ab und machen somit eine ganze Landschaft urbar. Genügend Motive für etwa 40 Rigs, die an dem Tag in der Luft waren. Da doch sehr viele Teilnehmer mit Auricos gearbeitet haben, kam es zu keinen Funkproblemen bei der Videoübertragung. Die fotografischen Ergebnisse dieser Exkursion konnten zum Fotowettbewerb „Best KAP-Picture during KAPiNED/10“ eingereicht werden.</p>
<p>Am Tag darauf fand eine zweite Exkursion statt. Diesmal fuhr man in mehreren kleinen Gruppen zu ausgewählten Plätzen in der Umgebung. Ziele waren die weltweit unvergleichlichen Tulpen- und Hyazin­then­felder am Keukenhof/Lisse, das Wasser­schloss Muiderslot, die Hafenregion von Rotterdam oder der Mühlendreigang bei Leidschendamm. Gegen Abend standen die Preisver­lei­hungen an. Über Skype waren die US-KAPer Gretchen und Brooks Leffler live zugeschaltet. Als erfahrene Jury gaben sie ihre Kommentare zu den besten, ihnen in anonymisierter Form vorgelegten Fotos der Kinderdijk-Exkursion bekannt. Den großen KAPiNED/10-Preis für das beste KAP-Foto durfte Sport &#038; Design Drachen-Autor Wolfgang Bieck in Empfang nehmen.</p>
<p><strong>Günstig KAPen</strong><br />
Mit der Veranstaltung CAPiNED/10 wurde das KAP-Event um einen Tag verlängert. Das C steht hier für Cheap, also Cheap Aerial Photography in Netherlands. Viele Wissenschaftler suchen eine preiswerte Alternative zu Flugzeugen, um an Luft­bilder zu gelangen. Dabei ist KAP nur eine von vielen, zum Teil sich stark ergänzenden Möglichkeiten. Und so war der Freitag dazu gedacht, den Teilnehmern Multikopter, Allsopp Helikite, einer Mischung aus Ballon und Drachen, Hochstative und anderes mehr vorzuführen. Der Niederländer Johann von der Koppel berichtete über seinen wissenschaftlichen Luftbildeinsatz an einer Küstenforschungsstation. Und nebenbei bemerkt, seine Muschelbank- und auch die Priel-Bilder waren überaus sehens­werte fotografische Resultate.</p>
<p>KAPiNED/10 wird allen Teilnehmern unvergesslich bleiben, die freundschaftlichen Bande und die vielfältigen Infor­ma­tionen sowie die Ergebnisse lassen jetzt schon Vorfreude auf die Folgeveranstaltung aufkommen.</p>
<p><strong>Text:</strong> Ralf Beutnagel, Wolfgang Bieck<br />
<strong>Fotos:</strong> Teilnehmer der KAPiNED/10,<br />
Ralf Beutnagel, Wolfgang Bieck </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/durch-die-orange-brille-kapined10/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Strandparade &#8211; Grömitz Drachenfestival 2010</title>
		<link>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/strandparade-groemitz-drachenfestival-2010/</link>
		<comments>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/strandparade-groemitz-drachenfestival-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 09:45:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen & Erleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://designdrachen.com/?p=1254</guid>
		<description><![CDATA[Die Osterfeiertage sind für Drachenflieger immer etwas ganz Besonderes. Nicht nur, weil mit den Ostereiern eine süße Versuchung ins Haus steht, nein, auch die Flugsaison beginnt endlich wieder. Das erste große, deutsche Drachenfest in Grömitz ist daher ein Pflichttermin für&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/strandparade-groemitz-drachenfestival-2010/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Osterfeiertage sind für Drachenflieger immer etwas ganz Besonderes. Nicht nur, weil mit den Ostereiern eine süße Versuchung ins Haus steht, nein, auch die Flugsaison beginnt endlich wieder. Das erste große, deutsche Drachenfest in Grömitz ist daher ein Pflichttermin für Drachenfreunde.</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/reisen_0310/aufmacher.jpg" alt="" width="600" /></p>
<div id="bild">
<img src="wp-content/files/reisen_0310/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Chef der Veranstaltung: 8er-Lutz</strong><br />
<img src="wp-content/files/reisen_0310/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Delta von Rainer Grafmanns aus Hamburg</strong><br />
<img src="wp-content/files/reisen_0310/03.jpg" alt="" /><br />
<strong> 36 Meter großer Octopus<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/reisen_0310/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Jungfernflug des Drachens aus Randers, der extra für das Fallschirmspringen mit Kuscheltieren entwickelt wurde</strong><br />
<img src="wp-content/files/reisen_0310/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Einige Drachen gingen in der Ostsee baden</strong></p>
</div>
<p>Lange Jahre zog die Karawane der Drachenflieger zum Saisonbeginn nach Travemünde. 2009 fand die Veranstaltung dann erstmals im nicht weit entfernten Ostseebad Grömitz statt. Der Umzug hat dem Event gut getan. Im letzten Jahr war der Strand voller Drachen und Besucher. 2010 wurde die Veran­staltung auf das Wochenende nach Ostern gelegt und lag damit in direkter Kon­kurrenz zu anderen großen Drachen­festen wie Berck-sur-Mer in Frankreich. Gespannt reiste man also nach Schleswig-Holstein, um sich überraschen zu lassen, was an diesem Wochenende am weißen Sandstrand von Grömitz los sein sollte.</p>
<p><strong>Experimentierfreudig</strong><br />
Auch in diesem Jahr lag die Organisation des Festivals in den Händen von „8er“ Lutz Treczoks, der für die gesamte Organisation der Drachenfliegerschar sowie der unterschiedlichen Events an der Promenade verantwortlich zeichnete. Von kommunaler Seite her organisierte EPM Concept sowie Olaf Dose-Miekley vom Tourismus-Service Grömitz das Festival. Somit stand das bewährte Team von 2009 auch in diesem Jahr zur Verfügung.</p>
<p>Ein wenig verwunderte es da schon, dass sich die Organisatoren in diesem Jahr zu Experimenten hinreißen ließen. So war die Veranstaltung über die gesamte Promenade hin verteilt. Das heißt, während sich die Drachenflieger am Südteil des Strands tummelten und die Aero­plastiken an zentraler Stelle aufgebaut waren, wurden spezielle Aktionen für Kinder, wie beispielsweise Schminkstation und Clownerie, an den Nordstrand verlegt. Dazwischen lagen so gut 4 Kilo­meter, was die Stimmung des Fests ein wenig trübte.</p>
<p><strong>Kunstausstellung</strong><br />
In der Mitte des Strands stießen Kenner auf die Skulpturen eines alten Bekannten. Detlef Bannier war in den 90er-Jahren bekannt für seine überdimensionalen Kunstwerke, auch Aeroplastiken genannt. Er fertigte Fabelwesen, Dinosaurier und andere Fantasiegestalten aus Spinnaker. Fliegen konnten diese Skulpturen nicht, vielmehr wurden und werden sie mit Hilfe eines Gebläses in Form gebracht und anschließend im Sand befestigt. Leider verstarb der Neubrandenburger viel zu früh und so war lange Zeit ungewiss, ob Banniers Kreationen jemals wieder auf einem Drachenfest zu sehen sein würden. In Michael Schelesnow fanden die Plastiken schließlich einen neuen Besitzer. Der kreative Kopf hinter dem Entertainment-Team „Die Kramkiste“ präsentierte aber nicht nur die bekannten Aeroplastiken seines Freunds, mittlerweile hat er auch eigene Skulpturen im Angebot. Leider herrschte an den Festivaltagen recht starker Wind, sodass die großen Fabelwesen nach und nach in der Transportkiste verschwinden mussten und am Ende nur noch kleinere Skulp­turen am Strand zu sehen waren. Dennoch, auch diese waren ein echter Hingucker und insbesondere die Kinder hatten ihre Freude damit.</p>
<p>Strand und starker Wind? Das muss perfekt für jeden Drachenflieger sein. Leider war dem nicht durchgängig so. Der Samstag verwöhnte zwar mit Sonnen­schein, dafür kam der mitunter recht starke Wind ablandig aufs Flugfeld. Dadurch sorgten die Hotelgebäude an der Strandpromenade für ordentliche Verwir­belungen. Das war sicherlich ein Grund dafür, dass in diesem Jahr nicht ebenso viele Drachen den Himmel über Grömitz zierten, wie es im letzten Jahr der Fall gewesen ist. Mit 80 Drachenfliegern aus Deutschland, aber auch Luxemburg, den Niederlanden und Dänemark war genügend drachenfliegerisches Potenzial am Strand zugegen, das vollständig ausgeschöpft wurde.</p>
<p><strong>Eltern-Kind-Fliegen</strong><br />
Auch in Grömitz konnte die eine oder andere schöne Konstruktion gesichtet werden. Die Freunde der Drachengruppe Hamburg zierten ihr Lager mit Roloplanen. Und da das Thema von Grömitz in diesem Jahr die Luftbildfotografie war, wurde flugs ein Nachbau des historischen L‘Aéro Photo aufgebaut und an der Promenade ausgestellt. Apropos Luftbildfotografie: Auf der Promenade gab es eigens ein Zelt, in dem Schnappschüsse ausgestellt und die KAP-Technik erklärt wurde. Auf einem Großbildfernseher sollte darüber hinaus ein Live-Bild vom Drachen aus übertragen werden, doch leider machte auch hier der unstete Wind einen Strich durch die Rechnung. An das sichere Liften einer KAP-Anlage war an diesem Wochenende leider nicht zu denken und so wurden auf dem Bildschirm Videos und Bilder aus dem letzten Jahr gezeigt.</p>
<p>Zurück am Strand mühten sich die Drachenflieger redlich, möglichst viel Bunt in die Luft zu bekommen. Während Klaus Köppe aus Braunschweig die Zuschauer mit einer „Armada“ von Fröschen und Legs nach der Konstruktion von Martin Lester erfreute, hatten Piloten aus dem dänischen Randers einen besonderen Drachen im Gepäck. Die beiden treibenden Köpfe des Rander Drachenfests hatten sich eine besondere Konstruktion für Fallschirmsprünge mit Kuscheltieren ausgedacht. Denn oftmals laufen Eltern mit ihren Kindern planlos über das Feld, ohne zu wissen, wo sie sich hinwenden sollen. Mit dem großen stablosen Schild, das schwarz auf gelb ein fallschirmspringendes Kuscheltier zeigt, kann das nicht mehr passieren. Es wurde sich redlich bemüht, um den 5 x 18 Meter großen Drachen für den Jungfernflug in die Luft zu bekommen.</p>
<p><strong>Wasserrettung</strong><br />
Auch wenn an diesem Samstag weniger Drachen in der Luft waren als zur gleichen Zeit 2009, war der Himmel gut bevölkert. Bedingt durch den bockigen Wind kamen sich sogar immer wieder Drachen ins Gehege, sodass es auch ab und an zu Leinenrissen kam und die Drachen auf das Meer hinaus getrieben wurden. Doch dank der<br />
Besatzung des Seenotrettungskreuzers „Vormann Jantzen“, der im Yachthafen von Grömitz stationiert ist, konnten einige Drachen sowie verschiedene Fußbälle und eine Jutetasche aus den kalten Fluten der Ostsee geborgen werden.</p>
<p>Am Sonntag drehte der Wind dann endlich auf Nordost und wehte parallel zum Strand. Leider verabschiedete sich aber auch die Sonne und 5 Bft. bei Temperaturen um 6 Grad Celsius machten das Drachenfliegen zu einem eiskalten Vergnügen. Dennoch, auch an diesem Tag mühten sich die angereisten Drachen­flieger, dem Publikum etwas zu bieten und so war der Himmel über Grömitz auch am Abschlusstag mit farbenfrohem Spinnaker gefüllt.</p>
<p><strong>Besucherstark</strong><br />
Auch wenn das Wetter nicht ganz so perfekt war wie im Jahr 2009 und bedingt durch den Termin weniger Piloten nach Grömitz reisten, kann das Drachenfest mit 100.000 Besuchern als erfolgreich bezeichnet werden. Und die Drachenflieger – ja, die fühlen sich in Grömitz sowieso wohl, denn Gelände wie auch Organisation sind so richtig nach ihrem Geschmack.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/strandparade-groemitz-drachenfestival-2010/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Abenteuerreise &#8211; Luftbildfotografie von Paris bis zur Wüste Gobi &#8211; Teil I</title>
		<link>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/abenteuerreise-luftbildfotografie-von-paris-bis-zur-wuste-gobi-teil-i/</link>
		<comments>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/abenteuerreise-luftbildfotografie-von-paris-bis-zur-wuste-gobi-teil-i/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 10:04:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen & Erleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://designdrachen.com/?p=1176</guid>
		<description><![CDATA[Steven Weinberg ist Niederländer und lebt in Luxemburg. Mit seinem alten Renault 4CV aus dem Baujahr 1959, liebevoll „Der Kleine“ genannt, unternahm er eine KAP-Reise von Paris in die mongolische Wüste Gobi. Als erfahrener Unterwasserfotograf weiß er, eine Kamera&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/abenteuerreise-luftbildfotografie-von-paris-bis-zur-wuste-gobi-teil-i/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><br />
Steven Weinberg ist Niederländer und lebt in Luxemburg. Mit seinem alten Renault 4CV aus dem Baujahr 1959, liebevoll „Der Kleine“ genannt, unternahm er eine KAP-Reise von Paris in die mongolische Wüste Gobi. Als erfahrener Unterwasserfotograf weiß er, eine Kamera geschickt einzusetzen, hatte aber überhaupt keine Erfahrungen mit Drachen oder gar der Fesseldrachen-Luftbildfotografie. Geringe Größe und geringes Gewicht der KAP-Ausrüstung waren für die 16.000 Kilometer lange Reise unabdingbar. Ausgestattet wurde er vom Niederländer Peter Bults, der ihn mit einer speziellen Miniatur-Kameraaufhängung für seine Canon Ixus 800 IS unterstützte. Steuern konnte Weinberg die Kamera durch das so genannte KAPsure II-System von Scott Armitage, das mit einem modifizierten GameBoy Advance SP arbeitet. Als Drachen führte er eine von Christian Becot modifizierte Flowform 16 und einen von Ralf Beutnagel entwickelten Dopero (100 Zentimeter) mit, der später durch einen Fled ersetzt wurde (siehe auf den Seiten 42 &#8211; 47 in diesem Heft). Der erste Teil seiner Reise führt von Paris bis zum Baikalsee in Russland. Der zweite Teil folgt in der nächsten Ausgabe von Sport &amp; Design Drachen.<br />
</strong></p>
<div id="bild">
<p><img src="wp-content/files/0210_Luftbildfotografie/01.jpg" alt="" /><br />
<strong><strong>12. August 2008.</strong> Zwischen Novosibirsk und Tomsk in Sibirien. Endlose Ebenen mit Birken und kleinen Seen und einer Million Moskitos</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0210_Luftbildfotografie/02.jpg" alt="" /><br />
<strong><strong>24. Juli 2007.</strong> Steven Weinberg machte sich mit seinem „Kleinen“ auf den Weg von Paris in die Wüste Gobi</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0210_Luftbildfotografie/3a.jpg" alt="" /><br />
<strong><strong>27. Juli 2007.</strong> Nahe Mariupol in der Ukraine: überall Sonnenblumenfelder. Die Schwierigkeit bei der Aufnahme war es, die Diagonalen in die Aufnahme zu bekommen</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0210_Luftbildfotografie/03b.jpg" alt="" /><br />
<strong><strong>3. August 2007. </strong>Im Ural in Russland. Kleinbauern kümmern sich um das Heu an ihrem Hügel. Dem Drachen über ihren Kopf schenken sie keine große Aufmerksamkeit, denn das Heu muss vor dem nahenden Regen in die Scheune</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0210_Luftbildfotografie/04.jpg" alt="" /><br />
<strong><strong>6. August 2007.</strong> Zwischen Ekatarinburg und Tyumen in Sibirien. Ein kleiner Junge und seine kleine Schwester sind von der Kameraaufhängung fasziniert, die über ihren Köpfen baumelt</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0210_Luftbildfotografie/06.jpg" alt="" /><br />
<strong><strong>14. August 2007.</strong> Zwischen Atchinsk und Krasnoyarsk in Sibirien. Ein altes zerfallenes Bauernhaus samt hölzerner Scheune</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0210_Luftbildfotografie/07.jpg" alt="" /><br />
<strong><strong>26. März 2008.</strong> In Sibirien ist tiefster Winter. 700 abenteuerliche Kilometer führt die Reise über das ausgedehnte Eis des gefrorenen Baikalsees. Die Eismuster und die Fischer an den ins Eis gebohrten Löchern ergaben die passenden Fotomotive</strong></p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/abenteuerreise-luftbildfotografie-von-paris-bis-zur-wuste-gobi-teil-i/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hot-Spot &#8211; Drachenfest auf Fuerteventura</title>
		<link>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/hot-spot/</link>
		<comments>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/hot-spot/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 10:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen & Erleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://designdrachen.com/?p=1075</guid>
		<description><![CDATA[Wie es die Zugvögel im Winter in südliche Gegenden verschlägt, ziehen auch zahlreiche Drachenflieger der Sonne hinterher. Während sich in anderen Teilen Europas die Saison ihrem Ende neigt, wird die kanarische Insel Fuerteventura im November zum Treffpunkt für Drachenflieger aus&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/hot-spot/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie es die Zugvögel im Winter in südliche Gegenden verschlägt, ziehen auch zahlreiche Drachenflieger der Sonne hinterher. Während sich in anderen Teilen Europas die Saison ihrem Ende neigt, wird die kanarische Insel Fuerteventura im November zum Treffpunkt für Drachenflieger aus aller Welt. Bei sommerlichen 28 Grad findet hier eines der letzten großen Events im Drachenkalender statt: das Festival de Cometas, das ein<br />
buntes Spektakel im Norden der spanischen Insel ist.</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_hot-spot/aufmacher.jpg" alt="" width="600" /></p>
<div id="bild">
<img src="wp-content/files/0110_hot-spot/01a.jpg" alt="" /><br />
<strong>In der Badebucht von El Cortillo wurde das Drachenfest auf Fuerteventura eröffnet</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_hot-spot/01c.jpg" alt="" /><br />
<strong>Teddy im Hippie-Look</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_hot-spot/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Ghost von Martin Lester hat einen Umhang mit im Licht der Sonne changierenden Farben bekommen</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_hot-spot/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Mehr als 200 Schulkinder bekamen je einen Drachen von der Gemeinde geschenkt</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_hot-spot/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Das Aquarium mit Fischen aus PET-Flaschen von Werner Bache</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_hot-spot/07.jpg" alt="" /><br />
<strong>Nachbau eines historischen Roloplans</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_hot-spot/08.jpg" alt="" /><br />
<strong>Den ganzen Samstag über halfen die Organisatoren des Drachenfests von der Tourismusinformation in Corralejo den Kindern beim Basteln ihrer Drachen</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_hot-spot/10.jpg" alt="" /><br />
<strong>Traute sich auch bei viel Wind an die frische Luft: Mainzelmännchen Anton </strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_hot-spot/11.jpg" alt="" /><br />
<strong>Rokkakukampf: Zehn Piloten traten gegeneinander an, um gegenseitig ihre Kampfdrachen vom Himmel zu holen</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_hot-spot/12.jpg" alt="" /><br />
<strong>Am Freitag bestimmten Bols das Bild am Strand, denn für viele andere stablose Drachen herrschte zu viel Wind</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_hot-spot/13.jpg" alt="" /><br />
<strong>Für Lichteffekte sorgten die Drachenflieger beim Nachtfliegen</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_hot-spot/14.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Lenkdrachenflieger profitierten von der ordentlichen Brise</strong></p>
</div>
<p><strong>Die schwarz geteerte Straße </strong><br />
schlängelt sich durch das Braun der Landschaft. Links und rechts erstrecken sich kahle sandige Felder, ab und an unterbrochen von einem dunkel aufragenden Hügel. Kein Baum, keine Blumen, nirgends ein Hauch von Grün. Fuerteventura ist eine Insel, die nicht gleich preisgibt, was sie zu bieten hat. Wie aus dem Nichts tauchen auf dem Weg plötzlich winzige Dörfer auf, deren Weiß der Häuser in der Sonne strahlt. Die öden Felder weichen hellen Sandbergen, die ab und an einen Blick auf das dahinter liegende türkisblaue Meer freigeben: die Dünen von Corralejo im Norden der kanarischen Insel. Hierher reisen Drachenflieger aus aller Welt, um die Saison mit einem viertägigen Drachenfest gebührend ausklingen zu lassen.</p>
<p><strong>Gegensätze</strong><br />
Doch der erste Stopp führte noch tiefer in den Norden. Nach El Cotillo, eine kleine Hafenstadt, die sich langsam zum Touristenort entwickelt. Hier sollte zum ersten Mal das Drachenfest eröffnet werden. Warum gerade hier? Der Ort wirkt verschlafen, viele Baustellen prägen das Stadtbild. Doch dann: am Rande des Dorfs erstreckt sich eine kleine Badebucht, die fast schon einem Privatstrand ähnelt. Feiner Sandstrand, unbewegtes Wasser, sodass man am liebsten sofort hinein springen möchte. Die Schätze Fuerte­venturas entdeckt man eben erst auf den zweiten Blick.</p>
<p>In El Cortillo angekommen, waren schon eine Handvoll Drachenflieger am Strand. Es herrschte Urlaubsatmosphäre. Wäh­rend die mitgebrachten stablosen Drachen den Himmel schmückten, wurde gebadet und gesonnt. Da zappelte eine blaue Krabbe über dem Wasser, dort flatterten bunte Papageien und ein gut 3 Meter messender Bär entging nur knapp einem ungewollten Wasserbad. Hier kennt jeder jeden. Seien es Spanier, Deutsche, Briten, Niederländer oder Italiener – man kennt sich von anderen Drachenfesten oder aus den vergangenen Jahren. Sprachbarrieren wurden mit Händen und Füßen überbrückt. Die Organisatoren des Drachen­fests von der Touristeninfor­mation in Corralejo taten ihr Übriges, um die große Familie der Drachenflieger miteinander bekannt zu machen. Sie verteilten T-Shirts mir dem Drachenfest-Logo an die Teilnehmer, jeder bekam einen Button mit seinem Namen und am Nachmittag sorgten sie für ein gemeinsames Essen am Strand.</p>
<p><strong>Sturmerprobt</strong><br />
Am Freitag fand dann die offizielle Eröffnung des Drachenfests in den Dünen von Corralejo statt. Bürgermeister, Spon­soren und Organisatoren begrüßen die Gäste, die sich seit dem frühen Morgen in den Dünen oder am Wasser ihren Platz gesucht haben. Bei durchgehenden Windstärken von 5 bis 6 Bft. zögerten allerdings viele, ihre ganz großen Stablosen aus den Taschen zu holen. So waren es bunt gestreifte Turbinen, regenbogenfarbene Bols und kleinere Einleiner wie Gitarren und Leuchttürme sowie fantasievolle Wind­spiele, die das Bild am Strand prägten. Die Lenkdrachenflieger nutzten allerdings die Gunst der Stunde, und heizten einzeln, im Gespann oder im Pair durch die Luft.</p>
<p>Weitaus weniger zögerlich zeigten sich auch die Kinder, die von sieben Schulen extra zum Eröffnungstag angereist waren. Jedes erhielt von der Gemeinde einen eigenen Drachen, mit dem die Kids den Himmel unsicher machen konnten. Mehr als 200 Kinder ließen die leichten Flugobjekte durch die Luft wirbeln, wodurch nicht selten ein großes Knäuel aus verhedderten Leinen und Drachen­schwänzen entstand. Das „bisschen“ Wind konnte ihre Begeisterung aber nicht eindämmen. Je mehr die Drachen in der Luft flatterten, desto mehr Spaß hatten sie an der Sache.</p>
<p>Wie sehr sich Kinder für das Drachen­steigen interessierten, zeigte auch der Workshop am darauf folgenden Tag. Zwei Holzleisten, ein rautenförmiges Stück Tuch, ein bunter Schwanz und eine Schnur waren die Utensilien, aus denen Kinder den gesamten Samstag Eddys bauen konnten. Ihre Freude, wenn es dann auch mit dem Aufstieg klappte, entschädigte die Helfer, die bei 28 Grad im Schatten gut 200 Drachen basteln mussten.</p>
<p><strong>Kunst aus Plastik</strong><br />
Für die starke Brise dankbar zeigte sich auch Claudine Macquart inmitten ihrer Windblumen aus Frankreich. Sie präsentierte ihren Windgarten aus Recyling­flaschen. Aus alten PET-Flaschen und deren Schraubverschlüssen bastelt sie verschiedenfarbige „Blüten“, die auf einen Plastikstab gesetzt sich im Wind drehen. Ein einzigartiges farbiges Schauspiel, da sich die Blüten je nach Windrichtung und -stärke mal schneller und mal langsamer bewegen. Für ihre „Wiesen“ und „Sträucher“ „züchtet“ Claudine Macquart verschiedene Arten von Plastikblumen. Die PET-Flaschen hierfür sammelten sie daher in verschiedenen Ländern: die blauen stammen aus Deutschland, die grünen kommen aus Frankreich und die gelben sind aus Italien.</p>
<p>Kunst aus Plastik präsentierte auch der deutsche Drachenflieger Werner Bache aus Waiblingen. Er baute ein Aquarium aus PET-Fischen auf. Dafür spannte er zwischen drei Stäbe Drähte, an denen kleine Plastikhaie, Wale und Delfine befestigt wurden. Fiel die Sonne dann auf das Aquarium, sorgte dies für schöne Lichteffekte.</p>
<p>Dass Drachenflieger oft begabte Künstler sind, bewies auch das Nachtfliegen. In einer versteckt gelegenen Badebucht inmitten des Touristenorts Corralejo versammelten sich die Piloten am Sams­tag­abend, um beleuchtete oder mit Reflek­toren ausgestattete Drachen in die himmlische Sphäre zu schicken. Fast schon gespenstisch wirkten die großen Mantas und Deltas, die hin und her bewegt das Dunkel durchbrachen.</p>
<p><strong>Mainzelmännchen und Co.</strong><br />
Am Sonntag ließ dann endlich der Wind etwas nach und die richtig großen Einleiner wurden an den Himmel gestellt. Ein Trend zeichnete sich sofort ab. Mainzelmännchen waren auf Fuerte­ventura angesagt. Zwischenzeitlich tummelten sich bis zu fünf dieser Trickfiguren in verschiedenen Größen am Himmel. Anton, Berti, Conni, Det, Edi, Fritzchen stammen ursprünglich aus der Hand von Karl-Ludwig Öchsle, der sie nach einer Stofffigur entworfen hatte.</p>
<p>Aber auch sonst waren die Drachenflieger mit zahlreichen Schätzen angereist. Der Ghost von Martin Lester, Nemo sowie Ernie und Bert tauchten am Himmel auf, nachgebaute Roloplane, Haie und Kroko­dile machten die Dünen von Corralejo zu einem Eldorado für Drachenflieger.</p>
<p>Der nachlassende Wind ließ auch die Rokkaku-Kämpfer zum Zug kommen. Zehn Piloten traten gegeneinander an, um mit ihren scharfen Schnüren die Kampfdrachen der Gegner vom Himmel zu holen. Hier machten auch unerfahrene Drachenflieger mit. Und obgleich der Erfolg häufig ausblieb, zählte doch der Spaß an der Sache.</p>
<p><strong>Vorfreude</strong><br />
Urlaubsfeeling, familiäre Atmosphäre, Wind und Sonne und dazu die einzigartige Landschaft Fuerteventuras – das Festival de Cometas bietet den perfekten Rahmen, die Saison gebührend ausklingen zu lassen. Auch für 2010 sollte dieser Termin in keinem Drachen­kalender fehlen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/hot-spot/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Paradiesisch &#8211; Borneo International Kite Festival</title>
		<link>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/paradiesisch-borneo-international-kite-festival/</link>
		<comments>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/paradiesisch-borneo-international-kite-festival/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 09:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen & Erleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://designdrachen.com/?p=930</guid>
		<description><![CDATA[Ich musste nicht lange überlegen, als ich nach Borneo zum International Kite Festival eingeladen wurde. Zu verlockend waren die malaysische Gastfreundschaft, die Drachen-Begeisterung in der Bevölkerung, das tropische Klima sowie das würzige Essen. All dies hatte ich noch vom Drachenfest&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/paradiesisch-borneo-international-kite-festival/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich musste nicht lange überlegen, als ich nach Borneo zum International Kite Festival eingeladen wurde. Zu verlockend waren die malaysische Gastfreundschaft, die Drachen-Begeisterung in der Bevölkerung, das tropische Klima sowie das würzige Essen. All dies hatte ich noch vom Drachenfest in Pasir Gudang (Sport &amp; Design Drachen 3/2009) in guter Erinnerung.</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0609/Aufmacher_01.jpg" alt="" width="600" /></p>
<div id="bild">
<p><img src="wp-content/files/re_0609/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Auf ganz Borneo kündigten große Werbeplakate das Drachenfest an</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0609/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Ein Wermutstropfen für das sonst so bunte Drachenfest: der Rauch der Waldbrände vernebelte überall die Sicht</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0609/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Auf Borneo gilt Drachenbauen als Kunst</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0609/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Voller Enthusiasmus gingen die Drachenflieger ihrem Hobby nach</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0609/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Hornvögel als Kette geflogen</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0609/07.jpg" alt="" /><br />
<strong>Fische, Teddys, Kraken – die von deutschen Drachenfesten bekannten Großdrachen machten sich auch am Himmel über Borneo gut</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0609/08.jpg" alt="" /><br />
<strong>Solche schönen, applizierten Rokkakus kamen auch beim Team-Wettkampf zum Einsatz</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0609/09.jpg" alt="" /><br />
<strong>Furchterregend: typisch indonesische Drachen</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0609/10.jpg" alt="" /><br />
<strong>Borneo International Kite Festival war auch für Kinder ein Fest</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0609/11.jpg" alt="" /><br />
<strong>Mal ein etwas anderer Bodenanker</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0609/12.jpg" alt="" /><br />
<strong>Kimono-Kette aus Japan</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0609/13.jpg" alt="" /><br />
<strong>Chinesische Centipeden</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0609/14.jpg" alt="" /><br />
<strong>Unter Einsatz aller Kräfte wurde mit Rokkakus gegeneinander gekämpft</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0609/15.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die chinesischen Piloten hinterließen mit ihren gewaltigen Tierdrachen einen bleibenden Eindruck</strong>
</div>
<p>In meinem Drachenfreund Karl-Ulrich Körtel hatte ich sofort den passenden Reisepartner gefunden. Doch bevor es losgehen konnte, mussten wir erst einmal unerwartete Hürden überwinden, die uns die Fluggesellschaft Malaysia Airlines in den Weg stellte. Eigentlich in Asien als Drachensponsor bekannt, war es nicht möglich, zusätzliches Drachen-Freigepäck auszuhandeln. Im Gegenteil, es wurde sogar so knallhart kalkuliert, dass man uns pro Kilo Übergepäck 45,– Euro Gebühr (one way!) in Aussicht stellte. Es blieb uns also nichts anderes übrig, als das Reisegepäck für Drachen auf 20 Kilogramm pro Person zu beschränken. Kleidung und Reiseutensilien für zehn Tage kamen ins Handgepäck. Wir waren überrascht, wie wunderbar das funktionierte!</p>
<p><strong>Im Dunst versunken</strong><br />
Borneo ist die drittgrößte Insel der Welt und liegt im indonesischen Ozean. Es unterteilt sich in den nördlichen Küstenabschnitt, der zu Malaysia gehört, und das Sultanat Brunei sowie den südlichen indonesischen Teil. Die bio­logische Vielfalt der Landschaften ist enorm. Es sind mehr als 15.000 Pflanzenarten bekannt, darunter allein 2.500 verschiedene Orchideen. In den Tieflandregenwäldern kommen bis zu 240 Baumarten vor. Auf Borneo gibt es die größte Blüte der Welt, die größte Höhle der Welt, die größte Orchidee der Welt, die größten fleischfressenden Pflanzen der Welt, die größten Schmetterlinge der Welt &#8230;</p>
<p>Nach zwölf Stunden Flug erreichten wir Kuala Lumpur, die Hauptstadt Malaysias, und nach zwei weiteren Flugstunden landeten wir in Bintulu auf Borneo. Bereits im Landeanflug waren die sich in schier unendliche Weiten erstreckenden Regen­wälder zu erkennen. Der überwältigende Eindruck wurde jedoch durch die überall auftretenden Rauchsäulen getrübt. Zu dieser Zeit wüteten über 900 Feuer auf der Insel. Zum Ende der Erntezeit werden auf Borneo Pflanzenreste auf den Feldern verbrannt und die Feuer waren aufgrund extremer Trockenheit außer Kontrolle geraten. Die Luft war schwer von Rauch, in der Ferne erschien alles wie im Nebel. Für die Drachenfestteilnehmer und Besucher war das natürlich äußerst schade. Der an allen Festivaltagen herrschende Dunst ließ die Farbenpracht der Drachen nicht immer so recht zur Geltung kommen.</p>
<p><strong>Durchorganisiert</strong><br />
Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Bereits auf dem Flughafen wurden wir von freundlichen Menschen in T-Shirts mit dem Drachenfestival-Logo in Empfang genommen. Das geschäftige Treiben der Organisations­crew ließ bereits erahnen, welchen Stellenwert das Drachenfest auf Borneo hat. Teilneh­merlisten wurden gecheckt, Drachen­flieger auf diverse Autos aufgeteilt und zu den Hotels gefahren. Bereits am Flughafen und entlang der Autostraßen hingen riesige Werbebanner für das Festival. Im Hotel angekommen, bekamen wir ein Zimmer mit Blick auf das Flugfeld.</p>
<p>Erstmals im Jahre 2005 von der Bintulu Development Authority (BDA) organisiert, fand das Borneo International Kite Festival 2009 bereits zum fünften Mal auf dem alten Flugplatz in Bintulu statt. Hunderte von Teilnehmern, sowohl nationale als auch internationale, reisten zu den Wettbewerben und den Showflügen an.</p>
<p><strong>International</strong><br />
An unserem ersten Abend fand im Hotel eine Willkommensfeier für alle internationalen Gäste statt. Drachenfreunde aus der ganzen Welt freuten sich über das Wiedersehen. Immerhin waren neben den zahlreichen einheimischen Drachen­fliegern 45 Teilnehmer aus 14 verschie­denen Ländern vertreten. Allein Japan stellte eine Mannschaft von acht Drachenpiloten um Eiji Ohashi und Peter Lynn bildete mit Clyde und Jenny Cook das Team aus Neuseeland. Aus Europa waren Piloten aus Österreich, Frankreich, Portugal und Deutschland angereist, Mike Fowler vertrat Australien. Aus Asien waren noch Drachenflieger von den Philippinen, aus Singapur, Brunei, China, Thailand, Korea und Indonesien anwesend.</p>
<p>Das Flugfeld lag mitten in der Stadt. Die asphaltierte Landebahn und die angrenzenden Grasflächen boten ausreichend Platz für die unterschiedlichen Pro­grammpunkte. Für die internationalen Piloten, die traditionellen Drachen und den Lenkdrachenwettbewerb gab es jeweils abgesteckte Bereiche. Die Großdrachen flogen etwas abseits vom Zuschauerbe­reich, was für sie aber nicht zum Nachteil war. Der Moderator holte die Piloten mit ihren Konstruktionen immer wieder auf die Aktionsfläche.</p>
<p><strong>Multi-Kulti</strong><br />
Der Wind auf Borneo war sehr wechselhaft, meist drehte er erst gegen Mittag in die passende Richtung. Aufgebaute Zelte sorgten für den notwendigen Schatten und eine stets gut mit Eis gefüllte Truhe für ausreichend kühles Wasser. Beein­druckend war die große Schar an kompetenten Helfern auf dem Flugfeld. Niemand brauchte sich so selbst um seine Drachen zu kümmern. Immer waren Helfer zur Stelle, die die Drachen starteten und sie permanent im Auge behielten. Teilweise bis auf Augenschlitze vermummt, trotzten sie der großen Hitze, waren stets gut gelaunt und wussten bei Problemen schnell zu handeln. Dennoch verfing sich einmal Peter Lynns Schlange in einem Kranausleger, der eine Riesenturbine auf Höhe hielt. Lynn ist solche Unfälle allerdings gewohnt. Pro Drachenfest repariert er 30 Meter Nähte von Hand, wie er berichtete. Und er besucht viele Drachenfeste. Als nettes Spielzeug für zwischendurch wurden immer wieder die neuen Aerobes von Flying Wings aus den Drachentaschen geholt.</p>
<p>Bei Aktionen mit den traditionellen asiatischen Drachen hielten sich die europäischen Drachenpiloten allerdings zurück. An den Bau- und Flugwettbewerben der traditionellen Wau-Bulan sowie den Wettbewerben mit Kampfdrachen nahmen zum Beispiel ausschließlich Malaien teil. Die Wettbewerbe im Cen­tipedenfliegen wiederum waren den Chinesen vorbehalten. Kulturell gemischt ging es dann wieder bei den Kreativ­wettbewerben, dem Lenkdrachenfliegen und dem Rokkakukampf zu.</p>
<p>Absolut faszinierend war das bunte Durcheinander von Menschen und Drachen zum Ende der Veranstaltung, als das ganze Feld zum freien Fliegen freigegeben wurde. Malaien, Chinesen, Euro­päer, Männer, Frauen und Kinder jeden Alters hatten eines gemeinsam: sichtlichen Spaß am Drachenfliegen. Bei diesem Kite Festival wurde die Idee Malaysias vom friedlichen Miteinander der Kultu­ren tatsächlich gelebt.</p>
<p><strong>Weltoffen</strong><br />
Bintulu in der Welt bekanntmachen, Touristen ins Land holen und daraus<br />
wirtschaftlichen Erfolg für die Region ziehen. Das war das Ziel der Veranstalter. Radio- und Fernsehsender zeigten großes Interesse an der Veranstaltung. Teile des Team-Rokkaku-Kampfs wurden sogar live übertragen und mein Kollege Karl-Ulrich Körtel wurde vom landesweiten Fernsehen RTM interviewt. Vor allem die chinesischen Zeitungen berichteten täglich ganzseitig und mit vielen Bildern über das Drachenfest. Die Reporter versorgten die Aktiven als besonderen Service täglich mit den aktuellen Ausgaben ihrer Zeitungen.</p>
<p>Nahezu perfekt beherrschten die Malaysier die Inszenierung der öffentlichen Auf­­tritte ihrer VIPs. Staatsmänner und Regierungshoheiten gehörten ebenso zum offiziellen Drachenfestprogramm wie Siegerehrungen und große Bankette. Selbst die Politiker ließen es sich nicht nehmen, ihre Besuche mit Drachen­­flie­gen zu beenden. Urkunden, Pokale und kunstvoll arrangierte Obstkörbe wurden reichlich verteilt. Wenn auch die Kriterien der Verteilung nicht immer ganz nachvollziehbar waren, war es eine besondere Überraschung für    den Autor, den 1. Platz für den &#8220;Most Creative Kite&#8221; erhalten zu haben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/paradiesisch-borneo-international-kite-festival/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bella Italia &#8211; Festival Internazionale degli Aquiloni in San Vito</title>
		<link>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/bella-italia-festival-internazionale-degli-aquiloni-in-san-vito/</link>
		<comments>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/bella-italia-festival-internazionale-degli-aquiloni-in-san-vito/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 12:33:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen & Erleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://designdrachen.com/?p=825</guid>
		<description><![CDATA[Denkt man an Sizilien, so fällt einem zunächst Palermo, auch Messina und vielleicht noch die Cosa Nostra, die sizilianischen Mafia, ein. Sizilien hat aber noch mehr zu bieten, wie den Ätna bis hin zu traumhaften Stränden und dem azurblauen Wasser&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/bella-italia-festival-internazionale-degli-aquiloni-in-san-vito/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Denkt man an Sizilien, so fällt einem zunächst Palermo, auch Messina und vielleicht noch die Cosa Nostra, die sizilianischen Mafia, ein. Sizilien hat aber noch mehr zu bieten, wie den Ätna bis hin zu traumhaften Stränden und dem azurblauen Wasser des Mittelmeers. Dort befindet sich auch San Vito lo Capo, eine kleine Gemeinde mit gerade einmal 4.000 Einwohnern, die ganz oben am nord-westlichen Zipfel der Insel gelegen ist. Die Einwohner dieser verschlafenen Stadt leben hauptsächlich vom Marmorabbau, dem Fischfang und dem Tourismus. Letzterer soll kräftig angekurbelt werden und so entschieden „die Macher“ kurzerhand, ein Drachenfest ins Leben zu rufen. Das Festival Internazionale degli Aquiloni.</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0509/aufmacher.jpg" alt="" width="600" /></p>
<div id="bild">
<img src="wp-content/files/re_0509/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Taucher von Pierre Fabre</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0509/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>16-Meter-Bol von Eduardo Boghetti</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0509/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Familiäre Atmosphäre: Auf einem extra abgetrennten Strandabschnitt tummelten sich die Drachenflieger</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0509/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Ray Bethell präsentierte eine Stuntkiting-Show</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0509/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>San Vito bot Drachenfliegern die einmalige Gelegenheit, direkt über dem Mittelmeer den Himmel bunt zu färben</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0509/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Seit Neuestem werden Drachen auch von Speedbooten gezogen</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0509/07.jpg" alt="" /><br />
<strong>Flugzeugdrachen von Phil McConnachie<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0509/08.jpg" alt="" /><br />
<strong>Tim Eleverstones fliegende Kamera „fotografiert“ Ralf Dietrichs Roten Stern<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0509/09.jpg" alt="" /><br />
<strong>Auch an historischen Stätten wurden Drachen geflogen, wie hier in Mestre<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0509/10.jpg" alt="" /><br />
<strong>Geist von Martin Lester</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0509/11.jpg" alt="" /><br />
<strong>Wunderschöne Einleiner von Scott Skinner<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0509/12.jpg" alt="" /><br />
<strong>Das Drachenfest als Touristenmagnet – schon das erste Festival dieser Art zog viele Touristen nach San Vito</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0509/13.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der neueste Drachen aus dem Hause Lynn: ein Hai mit exakt 10 Kilogramm Gewicht<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0509/14.jpg" alt="" /><br />
<strong>Nachtfliegen am Strand von San Vito<br />
</strong>
</div>
<p>Die Macher kommen dabei aus zwei renommierten Firmen. Trapani Eventi ist eine auf Sizilien bekannte Event-Agentur. Die Chefin des Unternehmens, Maria Gabriella De Maria, weilte zu Besuch im italienischen Cervia just zu der Zeit, als dort das große Drachenfest stattfand. Beim Anblick des farbenfrohen Himmels an der Adria stand für sie schnell fest, dass solch ein Spektakel auch nach Sizilien geholt werden müsse. Kurzerhand wurde Claudio Capelli kontaktiert, der sich mit seiner Firma Artevento nicht nur für die Orga­nisation des Drachenfests von Cervia verantwortlich zeichnet, sondern darüber hinaus auch weitere Drachenevents in Italien ins Leben gerufen hat. Geballte Fachkompetenz traf also aufeinander und so wurde mit Spannung dem Termin des ersten Drachenfests auf Sizilien im Mai dieses Jahres entgegen gefiebert.</p>
<p><strong>Promi-Treff</strong><br />
Bereits auf dem Drachenfest im französischen Dieppe wurden erste Einladungen nach Italien ausgesprochen. Daher verwundert es nicht weiter, dass es Capelli gelang, das Who is who der internationalen Drachenszene auf die größte Insel des Mittelmeers zu locken. Unter anderem reisten Michael Alvares, Phil McConnachie, Anna Rubin, Ray Bethell, Robert Trépanier, Pierre Fabre, Ramlal Tien, Anke Sauer, kisa., Mikio Toki, Martin Lester, Jose Sainz, Peter Lynn, George Peters und Scott Skinner an.</p>
<p>Das Besondere an dem Festival in San Vito war jedoch, dass sich die Veranstal­tung über zwei Wochenenden streckte und so knapp zehn Tage Drachenfliegen pur bot. Glücklicherweise spielte das Wetter mit, wenngleich es vereinzelte Tage fast ohne Wind gab. Da das Mittelmeer ja „um die Ecke“ war, wurde kurzerhand der Campingstuhl im seichten Wasser platziert und die Drachen von dieser Position aus geflogen. Nor­maler­weise konnte man das bunte Treiben aber gemütlich vom Strandkorb oder der lokalen Eisdiele aus beobachten, denn ein Teil des Strands war extra für die angereisten Drachenflieger abgesperrt worden. Zwar war dieser streckenweise schon fast zu klein für die vielen Drachen in der Luft, aber die Piloten sprachen sich gut untereinander ab, sodass es ein buntes Szenario am Himmel zu bewundern gab.</p>
<p><strong>Künstler unter sich</strong><br />
Aus Kanada war Ray Bethell gekommen, der das Publikum mit seiner Lenkdrachen-Show begeisterte. Der rüstige Drachen­pilot aus Vancouver fliegt drei Lenk­drachen simultan zur Musik: jeweils einen in jeder Hand, der dritte wird aus der Hüfte heraus gesteuert. Ebenfalls für Auf­sehen mit einem Lenkdrachen sorgten Tim Elverstone und Ruth Whitin. Das Pärchen baute einen Vierleiner, der einer Spiegelreflex-Kamera von Nikon nachempfunden ist. Die Detailverliebtheit ging dabei so weit, dass nicht nur der Lichteinfall künstlerisch nachgebildet wurde, sondern jedes einzelne Schräub­chen der Kamera auf dem Drachen sein Pendant fand. An vier Leinen geflogen, „fotografierte“ sich Tim so durch das Feld der anderen Drachen.</p>
<p>Aus Deutschland waren Anke Sauer, ihre Schwester kisa. und Tom Jeckel angereist. Diese Gruppierung wurde nicht müde, zahlreiche Fahnen in den Sand von San Vito zu stecken. Neben den bekannten Installationen aus dem Projekt Flugrost kamen dabei auch blau-weiße Fahnen zum Einsatz. Wie kisa. erklärte, stammen diese aus dem Projekt Wasserscheiden und werden normalerweise dazu genutzt, Wasserwege in der Landschaft zu markieren. Sport &amp; Design Drachen wird in einer späteren Ausgabe ausführlicher von dieser schönen Idee berichten.</p>
<p>Dass Claudio Capelli nicht nur weiß, wie man Drachenfeste organisiert, sondern selbst ein Drachenkünstler ist, zeigte der Italiener eindrucksvoll am Strand. Ein ums andere Mal wurden liebevoll verzierte Rokkakus und Genkis in den Himmel gezogen.</p>
<p><strong>Schwer in Ordnung</strong><br />
Mehr auf die Flächenwirkung seiner Drachen setzte Scott Skinner aus den USA. Patchwork-Muster verzieren seine Drachen, wobei auch hier ein Blick aufs Detail lohnenswert ist. Denn die Flächen auf Skinners Drachen sind nicht etwa durchgehend mit einem Farbsegment gestaltet. Nein, der sympathische Ame­ri­kaner hat auch größere, einfarbige Flächen mit Hilfe von vielen kleineren Segmen­­ten zusammengesetzt. Dies sorgt für ein wunderschönes Licht- und Schattenspiel, wenn die Drachen in der Luft sind.</p>
<p>Weniger filigran, aber nicht minder spektakulär sind die Konstruktionen von George Peters, ein Landsmann Skinners. Peters ist durch seine aufwändig genähten Drachen im Streifendesign weltbekannt geworden. Nach San Vito brachte der Amerikaner so viele Drachen mit, dass er bereits alleine ein ganzes Fest hätte be­­stücken können.</p>
<p>Ebenfalls mächtig Platz in Anspruch nahm Peter Lynn aus Neuseeland. Er brachte seinen neuesten Drachen – einen Hai – mit nach Italien. Auf die Frage, wie groß dieser denn sei, zuckte Lynn nur mit den Achseln: Er wüsste es nicht. Drachen, so Lynn, baue er neuerdings nicht mehr nach Größe, sondern nur noch nach Gewicht. 10 Kilogramm darf jeder Drachen wiegen, dann kann er zwei Drachen im Flugzeug mitnehmen. Und so verwundert es nicht, dass auch der Hai exakt 10 Kilogramm auf die Waage brachte. Auf dem ersten Blick war der Manta, den Lynn am Strand auspackte, nicht neu. Näher betrachtet gab es dennoch Unterschiede zur bekannten Version. Hier handelte es sich offen­sichtlich um einen „getunten“ Manta, denn sowohl Körper­form als auch Profilierung und Schwanz zeigten deut­liche Unterschiede auf. Gedacht ist dieser Manta für Lynns neuestes Projekt, bei dem Drachen von Speedbooten gezogen werden. Im Sport &amp; Design Drachen-Schwestermagazin KITE &amp; friends wird auf diese neue Methode in einer der nächsten Ausgaben genauer eingegangen.</p>
<p><strong>Wiedersehen in 2010</strong><br />
War das Gros der Drachenflieger an den Festivaltagen am Strand vertreten, zogen Tag für Tag auch kleinere Gruppen aus, um für das Fest im Landesinneren zu<br />
werben. So kamen einige Drachenfreunde in den Genuss, ein wenig mehr von dem Charme der Insel kennen zu lernen.<br />
Diese Tage auf Sizilien boten jedoch so viele Eindrücke, die Leistungsdichte der anwesenden Drachenflieger war so groß, jede einzelne Kreation so schön, dass letztendlich nur eines hilft: im Mai 2010 die Koffer packen, den nächsten Flug nach Palermo buchen und dann eintauchen in diese außergewöhnliche italie­nische Gastfreundschaft, in die Genüsse der sizilianischen Küche, eintauchen in eine wundervolle Welt aus Farben und Formen, die sich vor einem blauen Himmel sanft schwebend, im klaren Wasser des Mittelmeers spiegeln.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/bella-italia-festival-internazionale-degli-aquiloni-in-san-vito/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fänømenal &#8211; 25 Jahre Kitefliersmeeting auf Fanø</title>
		<link>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/fan%c3%b8menal-25-jahre-kitefliersmeeting-auf-fan%c3%b8/</link>
		<comments>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/fan%c3%b8menal-25-jahre-kitefliersmeeting-auf-fan%c3%b8/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 11:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen & Erleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://designdrachen.com/?p=511</guid>
		<description><![CDATA[Trends kommen und gehen. Was heute noch modern ist, kann morgen schon veraltet sein. Immer schneller dreht sich das Rad der Zeit, immer mehr muss der moderne Mensch von heute darauf bedacht sein, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Da&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/fan%c3%b8menal-25-jahre-kitefliersmeeting-auf-fan%c3%b8/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Trends kommen und gehen. Was heute noch modern ist, kann morgen schon veraltet sein. Immer schneller dreht sich das Rad der Zeit, immer mehr muss der moderne Mensch von heute darauf bedacht sein, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Da ist es gut, wenn es feste Dinge im Leben gibt. Dinge, die sich nicht oder nur bedächtig verändern. Dinge, die zu festen Fixpunkten in unserer hektischen Zeit geworden sind. Von solch einem Fixpunkt soll an dieser Stelle die Rede sein, denn das International Kitefliersmeeting auf Fanø konnte in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum feiern. Seit nunmehr 25 Jahren, einer Generation also, findet dieses besondere Meeting statt. Sport &amp; Design Drachen war natürlich auf dieser Party mit dabei.</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/re_0409/aufmacher.jpg" alt="" width="600" /></p>
<div id="bild">
<img src="wp-content/files/re_0409/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Windelweich: Teddy-Bären aus Pampers-Stoff</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0409/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Amphi-Rep-Meeting mit Sport &amp; Design Drachen-Autor Bernhard Dingwerth: Frösche und Lurche machten sich über Fanø breit<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0409/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der neue Compound Cody der Osnabrücker Drachenfreunde ist gigantisch<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0409/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die KAPer hielten das Meeting aus der luftigen Perspektive fest<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0409/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Pfiffig: Variables Kastensystem nach Rainer Hofmann </strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0409/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Lamson Aerocurve des Schweizer Charles Tacheron<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0409/07.jpg" alt="" /><br />
<strong>Walter Diem referierte über historische Wetterdrachen<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0409/08.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Fanø Classics standen ganz im Zeichen des Lindenberg N-Drachens<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0409/09.jpg" alt="" /><br />
<strong>Beim Damen-Workshop hatten allein die Frauen das Sagen. Eva Maria Dietrich verziert ihren Hata mit Snoopy<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0409/10.jpg" alt="" /><br />
<strong>Erfolgreiches Ergebnis des Classic-Workshops: Der Lindenberg-N-Drachen hat sich sicher in die Luft erhoben<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0409/11.jpg" alt="" /><br />
<strong>Geburtagsgeschenk für Willi Koch: 70 seiner Drachen über Fanø. Für jedes Lebensjahr des Jubilars einer<br />
 </strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0409/12.jpg" alt="" /><br />
<strong>Lutz Treczoks fasste 25 Jahre Fanø in einer Ausstellung zusammen<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0409/14.jpg" alt="" /><br />
<strong>Farbenfrohes Treiben am Strand auch bei Starkwind</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0409/15.jpg" alt="" /><br />
<strong>Das Sterne-Pärchen sorgte für ordentlich Aufsehen</strong><br />
<img src="wp-content/files/re_0409/16.jpg" alt="" /><br />
<strong>Dieses Männchen ist mal ein ganz anderer Bodenanker</strong></p>
</div>
<p>Fanø also – diese gerade einmal 56 Quadratkilometer umfassende Sand­­bank vor den Ufern der dänischen Hafenstadt Esbjerg. Fanø – Kleinod in der Nordsee und ab nächs­­tem Jahr Teil des Nationalparks Watten­­meer. Fanø – eine teils verträumt, verschlafene Provinz im äußersten Zipfel Jütlands, dann wieder Nabel der Welt sowie Dreh- und Angelpunkt der internationalen Dra­chenszene. Fanø also – die Insel der Inseln oder, wie es einmal ein Hamburger sehr treffend ausgedrückt hat, das Woodstock der Dra­chenflieger.</p>
<p><strong>Geheimtipp</strong><br />
2009 schreiben wir das 25. Jahr einer Er­­folgsgeschichte, die die Initiatoren seinerzeit gewiss nicht so erwartet hätten. Der Anfang war nämlich wesentlich bescheidener und nicht zu vergleichen mit den tausenden von Drachen im Luftraum über Fanø heute. Für Familie Schimmelpfennig aus Hamburg war die dänische Nordseeinsel bevorzugtes Rei­seziel in den Sommerferien. So lag es nahe, dass Wolfgang Schim­melpfennig eines Tages seine Drachen­freunde auf den Spot im nördlichen Nach­barland aufmerksam machte. Im ersten Jahr waren es nur knapp 30, die den Weg nach Fanø fanden. Der Strand war riesig, das Wetter hervorragend und die Bedingungen somit perfekt. Eine unglaubliche Erfolgs­ge­schich­te nahm so ihren Anfang.</p>
<p>Angelockt von den Erzählungen der ersten Fanø-Reisenden kamen im zweiten Jahr schon mehr Drachenflieger auf die Insel. Der „Virus“ breitete sich von Ham­burg über Bremen und Berlin auf die ganze Republik aus. Dabei legten die Organisatoren Rainer Kregovski und Wolfgang Schimmelpfennig von Anfang an bewusst Wert darauf, dass Fanø ein Treffen ist und kein Drachenfest. Das ungezwungene Beisammensein steht im Vordergrund, nicht irgendein Programm zur Belustigung der anwesenden Zu­­schauer. Obwohl es auch auf dem Kitefliersmeeting nicht ganz ohne Rahmenveranstaltungen geht. Fast unbemerkt entstand im Laufe der Jahre eine Art Subkultur von Events, die sich zwar an das Publikum des Drachentreffens richtet, jedoch nicht unter dem Einfluss der Initiatoren steht.</p>
<p><strong>Selbstläufer</strong><br />
An erster Stelle ist hier die Fähraktion des Berliners Hans Soyka zu nennen. Hans und sein Team bieten Drachenfreunden, die nach Fanø reisen, Jahr für Jahr Fährkarten zu verbilligten Konditionen an. Was bei dem ganzen Trubel um das 25-jährige Jubiläum des Kitefliersmeeting ein wenig in den Hintergrund geraten ist: Auch Hans und sein Team konnten in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiern. Seit nunmehr 20 Jahren besteht die Fähraktion.</p>
<p>Einige Jahre lang bot auch die Drachen-Foundation Workshops auf der dänischen Insel an. Viele namhafte Drachenbauer, wie Jose Sainz, Robert Trépanier und Willi Koch, fanden so den direkten Zugang zum interessierten Publikum. 2003 fand allerdings der letzte dieser Workshops<br />
auf Fanø statt.</p>
<p>Vier Jahre früher, 1999, starteten die Fanø Classics in ihre erste Runde. Seinerzeit noch unter dem Namen Internationales Tetraeder-Treffen beleuchtete die vom Autoren ins Leben gerufene Veranstaltung die Drachen von Alexander Graham Bell. Aufgrund der positiven Resonanz war schnell klar, dass diese Veranstaltung eine Fortsetzung mit jährlich wechselnden Themen finden sollte. So wurde die Veran­staltung kurzerhand in Fanø Classics umgetauft und jedes Jahr ein anderer, historischer Drachen beleuchtet.</p>
<p>2006 war ein richtig gutes Jahr für das Kitefliersmeeting, kamen doch gleich zwei neue Aktionen auf die Tagesordnung. Zum einen rief Sport &amp; Design Drachen-Autor Bernhard Dingwerth zu einem Treffen der Robben-Liebhaber auf. Das erste Treffen wurde zu einem vollen Erfolg und der Ruf nach einer Wiederholung kam auf. Jahr für Jahr treffen sich nun die Freunde der stablosen Drachen zu einem bestimmten Motto traditionsgemäß am Freitag in der Nähe der blauen Fahne am Strand. Ebenfalls 2006 startete Eva Maria Dietrich mit einem Angebot speziell für dracheninteressierte Frauen: Ohne die nervenden Zwischenrufe ihrer Männer sollten die Damen ungestört Drachen bauen dürfen.</p>
<p><strong>Jubiläumsaktionen</strong><br />
2009 ging das Drachentreffen somit in seine 25. Runde, ein Anlass den viele Drachenfreunde nutzten, um nach Fanø zu kommen. Die Sommerhäuser waren schon lange vor dem Termin ausgebucht, der Platz am Strand wurde an manchen Tagen sogar knapp. Insbesondere an den beiden Tagen mit Top-Wetterbedingun­gen, Mittwoch und Samstag, war die 5 Kilometer lange Strecke zwischen Fanø Bad und Rindby komplett mit Drachen belegt. So viele Drachen auf einmal am dänischen Himmel gab es noch nie. Ein würdiges Geburtstagsständchen.</p>
<p>Traditionsgemäß findet der Eröff­nungs­abend am Festdonnerstag in der Reithalle statt und ist dazu gedacht, alte Freunde wiederzutreffen, neue zu finden oder einfach mit Gleichgesinnten zu klönen. Am Samstag findet dort auch die Versteigerung zu Gunsten der Kinderhilfe von Kolum­bien statt. Anlässlich des Jubiläums wurde in diesem Jahr jedoch das Programm geändert. In einem Zelt vor der Reithalle dokumentierte „8er-Lutz“ Treczoks die vergangenen Jahre des Drachentreffs mit Bildern und Texten. Für die Auktion an sich hatten die Besucher im Vorfeld Drachen und Material gespendet, die dann mit viel Charme und Berliner Schnauze von Alfons Carstens an den Mann gebracht wurden. Obwohl die Auktion in diesem Jahr auf zwei Stunden begrenzt war, kamen dennoch beachtliche 7.600,– Euro zusammen, die in vollem Umfang an die Kinderhilfe von Kolumbien fließen. Ebenfalls für die Kinderhilfe bestimmt ist der Erlös aus der Buggy-Taxi-Aktion, die am Strand von Rindby durchgeführt wurde und einen Erlös von satten 1.500,– Euro erbrachte. Zur Musik der Hamburger Band Roaring Silence feierten die Drachenfreunde dann noch bis tief in die Nacht.</p>
<p><strong>Fanø Classics</strong><br />
Das Thema der Fanø Classics war in diesem Jahr „Das Aeronautische Observa­torium bei Lindenberg“ und begann mit dem traditionellen Symposium in der Schule von Nordby, wo Vorträge zu zahlreichen, wunderschönen Exponaten wie beispielsweise dem Grund Regulierdra­chen und dem Schirmdrachen von Hermann Schreck gehalten wurden. Falk Hilsenbek eröffnete die Veranstaltung mit seiner Abhandlung zum Bau eines Lindenberg X-Drachens. Anschließend führte Werner Schmidt in die Geschichte des Ob­­servatoriums ein, erzählte Anek­doten und zeigte so manch unbekannte Historie des Instituts auf. Im Anschluss referierte Walter Diem über die meteorologischen Messungen mit Hilfe von Ballons. Im Anschluss zeigten die beiden anerkannten Kenner des Observatoriums in Lindenberg und Verfasser des Buchs „Drachen mit Geschichte. Historische Modelle zum Selberbauen“ bis dato un­veröffentlichte Bilder von Drachen und deren Aufstiegen.</p>
<p>Der Classic-Freitag steht traditionell im Zeichen des Workshops und so wurde in diesem Jahr eine auf 50 Prozent verkleinerte Version des Lindenberg N-Drachens gebaut. Michael von Rockenthien zeichnete für diesen Work­­shop verantwortlich. Die Konstruktion ist sehr aufwändig und daher alles andere als ein Workshop-Drachen. Doch Michael beseitigte dieses Manko mit einer grandiosen Vorarbeit und so bekamen die 18 Workshop-Teilnehmer einen Bausatz in die Hand, der seinesglei­­chen sucht.</p>
<p>Den Lohn all dieser Arbeit ernteten sowohl Michael als auch die Workshop-Teilnehmer am Samstag, als sie bei bestem Wetter ihre Drachen in die Luft brachten. Neben Schirm- und Grund­drachen eben auch die Workshop-Ergebnisse. Leider war bei einigen Drachen die Waage nicht korrekt eingestellt, so­­dass es bei einigen zu einem Bruch kam. Insgesamt war es aber ein toller Anblick die N-Drachen in der Luft zu sehen.</p>
<p><strong>Comic-Helden und Frösche</strong><br />
Zur selben Zeit und an selber Stelle flogen die Drachendamen um Eva Dietrich ihre Workshop-Drachen, die sie Tags zuvor in der Schule von Nordby fertiggestellt hatten. Tanja Josten hatte vorab 16 Blanko-Hatas gebaut und diese mit auf die dänische Nordseeinsel gebracht. Die Work­shop-Teilnehmerinnen bemalten diese Drachen dann nach eigenem Gusto, wobei die Motivwahl ganz unterschiedlich ausfiel und von Comic-Vorlagen bis hin zu japanischen Schriftzeichen reichte. Am Strand mussten die Drachen dann ihre Flugtüchtigkeit unter Beweis stellen. Schon nach kurzer Zeit war der Himmel gefüllt mit den kunstvoll bemalten Drachen der Frauen.</p>
<p>Wie man den Himmel füllt, weiß wohl auch niemand besser als Bernhard Dingwerth aus Kassel. Immer wieder macht der kreative Drachenbauer durch neue, fantastische Großdrachen auf sich aufmerksam. Zum nunmehr vierten Mal rief Bernhard am Festfreitag zu einem Treffen auf und lockte viele neugierige Drachenflieger zum Meeting-Point. Das Event stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Amphibien und so verwunderte es nicht weiter, dass der Himmel schon lange vor dem vereinbarten Termin mit Fröschen, Lurchen und anderem Getier bevölkert war.</p>
<p><strong>Gigantisch</strong><br />
Neben diesen Terminen macht den besonderen Reiz der Insel aber auch der breite Sandstrand aus, der zum Dra­chenfliegen einfach einlädt. Ein genauer Blick offenbart hier wundervolle Dra­chenkreationen. Wie beispielsweise der Drachen von Charles Tacheron aus der Schweiz. Charles war zum ersten Mal auf der Insel und zeigte hier seinen Nachbau eines Lamson-Aerocurve. Sieben Jahre Arbeit stecken in diesem klassischen Nachbau und daher war die Freude groß, als die wunderschöne Replik majestätisch in den Himmel stieg.</p>
<p>Ebenfalls eine Replik, aber mit neuen Materialien, ist der Compound Cody der Drachenfreunde aus Osnabrück. Unter Zuhilfenahme der fachlichen Kompetenz von Lutz Trezoks bauten die Vereins­mitglieder in anderthalb Jahren einen Giganten. 9 Meter Spannweite misst der Cody, er wiegt 18 Kilogramm und verfügt über ein Gestänge von 30-Millimeter-CFK. Ein zweiter Compound XXL entsteht übrigens gerade in der Werkstatt von „8er-Lutz“.</p>
<p>Etwas kleiner, aber nicht minder spektakulär, ging es weiter nördlich am Strand zu. Anlässlich des 70. Geburtstags von Willi Koch, der weithin für seine Workshops bekannt ist, auf denen in der Regel Drachen in Streifentechnik gebaut werden, dachten sich Willis Workshop-Teilnehmer etwas ganz Be­­son­­deres aus: 70 Koch-Drachen sollten gleichzeitig in die Luft gesetzt werden. Und wirklich – es klappte! Für jedes Jahr des Jubilars stand einer sei­­ner Drachen in der Luft – das war Gänse­haut-Atmosphäre pur.</p>
<p>Apropos Haut – was schützt in aller Regel Kinderhaut? Richtig: Produkte der Marke Pampers. Was man noch alles mit diesen Windeln anfangen kann, zeigten Christoph Huesmann und Stephan Berndzen, die drei Teddys nach Peter Lynn bauten. Aber eben nicht aus Spinnaker, sondern aus dem berühmten Stoff, aus dem normalerweise besagte Windeln gefertigt werden.</p>
<p><strong>Fest der Kreativen</strong><br />
Ebenfalls neue Wege beschritt Rainer Hoffmann aus Husum. Das sympathische Nordlicht kam mit einem variablen Kastendrachensystem nach Fanø. Das Neue daran ist, dass man die einzelnen Module nach Lust und Laune zusammenbauen kann. Nur die eigene Kreativität und die Anzahl der vorhandenen Module setzen hier die Grenzen. Einen Bauplan gibt es hierzu in der nächsten Ausgabe von Sport &amp; Design Drachen.</p>
<p>Keine Grenzen scheinen dagegen die Freunde der Luftbildfotografie zu kennen. Hoch hinaus schickten sie ihre Ka­­meras und fingen unser luftiges Hobby aus immer neuen Perspektiven ein. Die KAPer zog es dieses Jahr in Scharen auf die Insel, sodass kurzerhand ein eigenes Treffen für sie an der blauen Fahne anberaumt wurde.</p>
<p>Diese Woche auf Fanø war Drachenflie­gen pur. Um den ganzen Umfang der Attrak­tionen und der Atmosphäre zu erfassen, hilft letztendlich nur eines – selbst gen Fanø reisen und eintauchen in dieses fantastische Ambiente aus Farben und Formen, eintauchen in eine ganz eigene Welt, eintauchen in die Freundschaft der Drachenflieger. Wer das bunte Treiben am Strand beobachtet, wird feststellen, dass der Jubilar auch nach 25 Jahren kein bisschen müde ist und hoffentlich noch viele, wunderschöne Drachenfeste folgen. 2010 findet das Kite­fliers­meeting auf Fanø vom 17. bis zum 20. Juni statt.</p>
<div id="bild" style="width:270px"><img style="width:100%" src="wp-content/files/re_0409/13.jpg" alt="" /><br />
<strong>So bunt wie in diesem Jahr war der Himmel über<br /> Fanø nie zuvor<br />
</strong></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/fan%c3%b8menal-25-jahre-kitefliersmeeting-auf-fan%c3%b8/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kiting for Peace &#8211; Pasir Gudang International Kite Festival 2009</title>
		<link>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/kiting-for-peace-pasir-gudang-international-kite-festival-2009/</link>
		<comments>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/kiting-for-peace-pasir-gudang-international-kite-festival-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 May 2009 12:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen & Erleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://sport-und-design-drachen.de/wp/?p=351</guid>
		<description><![CDATA[Das internationale Drachen-Festival in Pasir Gudang ist eine der renommiertesten Veran­stal­tungen im touristischen Kalender Malaysias. Pasir Gudang, an der Südspitze des Staates Johor und nördlich von Singapur gelegen, zählt zu Asiens absoluten Drachenhochbur­gen. In Malaysia haben Drachen eine lange Tradition&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/kiting-for-peace-pasir-gudang-international-kite-festival-2009/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das internationale Drachen-Festival in Pasir Gudang ist eine der renommiertesten Veran­stal­tungen im touristischen Kalender Malaysias. Pasir Gudang, an der Südspitze des Staates Johor und nördlich von Singapur gelegen, zählt zu Asiens absoluten Drachenhochbur­gen. In Malaysia haben Drachen eine lange Tradition in Leben und Kultur. Die Begeisterung für den Drachen­sport reicht von Drachenmusik bis zum Tanz. Traditionelle Wau-Bulan zieren Brief­mar­ken, Geldscheine und Münzen, sogar Straßenlaternen haben die Form eines Wau-Bulan. Und die Malaysia Airlines hat als einzige Fluglinie weltweit einen stilisierten Drachen in ihrem Logo.<br />
</strong>
<div id="bild"><img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/gudang/aufmacher.jpg" alt="" width="600" /><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/gudang/01.jpg"><br />
<strong>Schleierdelta auf Indonesisch</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/gudang/02.jpg"><br />
<strong>Feuerspuckende Centipede</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/gudang/03.jpg"><br />
<strong>Wie im Paradies; Pasir Gudang abseits des Drachenfestivals</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/gudang/04.jpg"><br />
<strong>Der imposante Tiger ist ein neuer Drachen von Peter Lynn</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/gudang/05.jpg"><br />
<strong>Dieser fast schon monströse Drachenkopf wurde dem Museum gespendet</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/gudang/06.jpg"><br />
<strong>Traditionelle Wau-Drachen</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/gudang/07.jpg"><br />
<strong>Farbenprächtig zeigte sich nicht nur dieses Lenkdrachengespann</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/gudang/08.jpg"><br />
<strong>Der Nachwuchs beim Lenkdrachenfliegen</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/gudang/09.jpg"><br />
<strong>Die Delegation aus China schickte verschiedene Centipeden in die Luft</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/gudang/10.jpg"><br />
<strong>In Malaysia ist jeder Drachen das Ergebnis kunstvoller Handwerksarbeit</strong>
</div>
<p>Die Bedeutung und der Stellen­wert des Drachenfests in Malay­sia werden allein an der Auf­listung der Organisatoren und Sponsoren deutlich. So wurde extra eine Organisa­tion auf Landesebene gegründet, die Johor Corporation. Hierzu zählen der Gemeinderat von Pasir Gudang und die Regierung des Staates Johor, vertreten durch das Ministerium für Tourismus, Bildung, Kunst, Kultur und Kulturerbe Malaysias sowie der Malaysia Kite Rat und die Johor Kite Association. Das Festival wirkt als Highlight weit über die Region hinaus und wird entsprechend in den Medien, aber auch überall sichtbar auf Bannern und Plakaten beworben. Das Spektakel aus Spaß und Spannung wird zu einem Event für tausende von Familien.</p>
<p><strong>Multi-Kulti</strong><br />
Mit geschätzten 100.000 Besuchern zählt Pasir Gudang zu den größten Drachen­festen der Welt. Seit 1995 hat sich die Veranstaltung beständig weiter entwickelt und am diesjährigen 14. Drachenfest nahmen 210 Drachenflieger aus 28 Nationen teil: Australien, Neuseeland, Japan, Frankreich, Deutschland, China, Indien, USA, England, Schweden, Öster­reich, Italien, Libanon, Südafrika, Taiwan, Kanada, Vietnam, Singapur, Indonesien, Thailand, Kambodscha, Korea, Brunei und den Philippinen, Portugal sowie Brasilien. Über 500 nationale Drachen­flieger repräsentierten einzelne Staaten und Clubs (13 Teams), Schulen (18 Teams) und Unternehmen (23 Teams) in den traditionellen Wau-Wettbewerben.</p>
<p>Das diesjährige Drachenfest stand unter dem Motto „Kiting for Peace“. Eine 20-köpfige Delegation aus China verband unter der Überschrift „Twin Kite City“ symbolisch Pasir Gudang und die chinesische Stadt Weifang miteinander. Eine weitere chinesische Gruppe aus Shandong überraschte mit feuerspeienden, laut knallenden Centipeden am Himmel. Ein umfangreiches Programm machte den Reiz des Drachenfests aus: Nationale Drachenclubs und Schulen trugen Wettbewerbe aus, andere maßen ihr Können im traditionellen Drachen­bau, Kinder erfreuten sich an Malwett­bewerben, Drachen-Workshops werden organisiert und Teamflug vorgeführt.</p>
<p>Am Rande des Flugfelds luden vielfältige Verpflegungsstände zu einer Stärkung unter die Schatten spendenden Bäumen ein. Vom Massagezelt bis zum Blut­spendedienst, über Hüpfburgen und<br />
sonstige Verkaufsstände war alles vertreten. Beste Vorraussetzungen für ein erholsames aber dennoch erlebnisreiches Aus­flugswochenende für tausende von Besuchern.</p>
<p><strong>Familientreffen</strong><br />
Gemeinsam mit Peter und Soon Rieleit aus Düsseldorf angereist, trafen wir pünktlich zum Briefing der internatio­nalen Drachenflieger in Pasir Gudang ein. Da wir einen normalen Linienflug nach Singapur gebucht hatten, mussten wir unser Reisegepäck auf 20 Kilogramm Drachen pro Person beschränken. Sämt­liche Kleidung und Reiseutensilien trugen wir daher im Handgepäck mit uns. Nach 13 Stunden Flug wurden wir vom Changi Airport in Singapur abgeholt und per Kleinbus nach Pasir Gudang gebracht.</p>
<p>Das Besondere an internationalen Drachenfesten ist, dass man immer wieder viele bekannte Gesichter aus der ganzen Welt trifft. Darunter gute Freunde aus Neuseeland, Japan, Amerika oder anderswoher. Es ist eben eine große Dra­chenfamilie. Zu unserer Überra­­schung waren noch weitere Teilnehmer aus Deutschland anwesend.</p>
<p>Wolfgang Schimmelpfennig und dessen Freundin Gabi sollten an den folgenden Tag das deutsche Team noch kräftig verstärken. Die gesamte Organisation klappte hervorragend. Alle Teilnehmer erhielten studentische Betreuer zur Seite gestellt, die bei organisatorischen Fragen als Ansprechpartner und Dolmetscher dienten, uns auf dem Kite-Feld betreuten, mit Wasser versorgten und die Lunchpakete verteilten. Es gab sogar Veranstaltungs­mappen mit Programm, Teilnehmer­ausweis und allgemeinen Informationen. Das Drachenfestgelände war nur wenige Autominuten vom Hotel entfernt und ein Shuttle-Service stand immer zur Verfügung. Bei über 200 Teilnehmern eine organisatorische Glanzleistung.</p>
<p><strong>Klimawandel</strong><br />
Eingebettet in einem parkähnlichen Ge­­lände liegt der Berg Bukit Layang Layang mit dem Drachenmuseum Muzium Layang-Layang. Das extra zum Drachen­fliegen angelegte große Wiesengelände wird aber bei der enormen Anzahl geladener Drachenflieger langsam zu klein. Schon früh am Morgen musste man sich eines der Ankerfahrzeuge für die Groß­drachen auf dem Flugfeld sichern. Der Wind erwies sich nämlich während der folgenden Tage als wechselhaft. Von eher schwach bis ruppig, und leider war der Wind oft auch noch drehend. Unter der brutzelnden Sonne nahe am Äquator und bei hoher Luftfeuchtigkeit wurde der Drachensport zur schweißtreibenden Angelegenheit. Für alle Drachenflieger waren Zelte als Unterstand und zum Schutz vor der sengenden Sonne aufgestellt. Bei Temperaturen um die 35 bis 40 Grad waren diese Schattenspender zumindest in der Mittagszeit durchaus begehrt.</p>
<p><strong>Showeffekte</strong><br />
Während die nationalen Teilnehmer ihre Wettbewerbe auf einem Teil des Flugfelds austrugen, war für die internationalen Gäste freies Fliegen angesagt. Je nach Windstärke wurde ausgepackt und dem staunenden Publikum das ganze Spek­trum des Dra­chensports gezeigt. Unter fachkundiger Moderation gab es Lenk­drachen­vor­führungen und Vierleiner-Flug, ublikumsbelustigungen wie Bon­bonabwurf und mitreißende Rokka­kukämpfe asiatischer Kämpfer. Faszi­nierende Einleiner wurden vorgestellt – und so gab es neben den vielen stablosen Großdrachen immer zahlreiche Flug­objekte auf dem Kite-Field zu sehen.</p>
<p>Michael Alvares aus Australien wurde nicht müde, aus den verrücktesten Plüschtieren Bonbons regnen zu lassen, Philipp McConnachie hatte sowohl stablose Meeresbewohner als auch seine kunstflugtauglichen Boxkites mitgebracht, Eiji Ohashi präsentierte trotz seines hohen Alters nicht enden wollende Ohashi-Ketten. Es gab tolle Centi­peden aus China und traditionelle Drachen aus Kam­bodscha und anderen asiatischen Ländern zu bestaunen.</p>
<p>Trotz all des traumhaften Spektakels vergaß man aber auch nicht die manchmal bitteren Seiten des Lebens. So wurde dem kürzlich verstorbenen Drachenfreund Shakib Gunn von der Singapur Kite Association gedacht. Schön, dass Shakibs Tochter dem Drachenfest dennoch einen Besuch abstattete.</p>
<p><strong>Rettungseinsatz</strong><br />
Peter Lynn hatte neben seinen bekannten Drachen einen neuen Manta-Ray mitgebracht. Eine spezielle Flügel­pro­filierung sollte es ermöglichen, diesen Drachen ohne Trichterschwanz stabil zu fliegen. Wenn auch noch nicht perfekt, ergab es auf alle Fälle schon eine sehr schöne Flugfigur. Zusätzlich hatte Lynn für den Veranstalter zwei neue Drachen designed, ein Krokodil und einen Tiger. Während das Krokodil eher an eine Abwandlung des Geckos erinnerte, überzeugte der Tiger trotz Ähnlichkeit mit der bekannten Katze durch seine tolle Optik. Design und Bewegung harmonierten und ergaben ein stimmiges und lebendiges Gesamtbild.</p>
<p>Wie sehr man hier mit und für Drachen lebt, machten auch mehrere Drachen­bergungen deutlich. Peter Lynns Kite-Train war mehrfach abgesackt und quer über den angrenzenden Bäumen gelandet. Mit asiatischer Gelassenheit erklommen flinke Kletterer kurzerhand diese Bäume und sägten einzelne Äste heraus. Als sich das neue Krokodil dann in einem Laternenmast verfing, bestellte man mal eben einen Hubwagen auf das Gelände. Unter großer Begeisterung und Anfeuerung wurden so immer wieder Drachen regelrecht aus den Bäumen gepflückt und gerettet. Ein Einsatz, der in Deutschland kaum und wenn überhaupt, nur mit großen Kosten vorstellbar wäre.</p>
<p><strong>Bunt gemischt</strong><br />
Die offizielle Eröffnungszeremonie am Samstag war geprägt von dem Besuch des Sultans von Johor. Es war eine große Feier mit Ansprachen, Tanz und Gesang. Jede der 28 eingeladenen Nationen war mit einer eigenen Tafel ausgestattet und durch die teilweise mitgebrachten Flaggen erkennbar. Der Sultan schritt im militärischen Stil die Reihen ab und jede Delegation erhielt einen Erinne­rungs­pokal. Im Anschluss hatte die einzelnen Nationen Gelegenheit, vor den hohen Gästen landestypische Drachen, wie die traditionellen Wau-Drachen,<br />
vorzuführen und eine entsprechende Show zu fliegen.</p>
<p>Interessant war für mich die Begegnung mit Andreas Fischbacher vom Drachen­club Rosenheim, der im Moment eine Auszeit in der Drachenschmiede von Peter Lynn nimmt. Fischbacher konnte über viele interessante Erfahrungen berichten.</p>
<p><strong>Wellness-Urlaub</strong><br />
Am letzten Festivaltag machten es sehr böige Winde nicht leicht, die Drachen am Himmel zu halten. Gegen Nachmittag fing es auch noch an, wie aus Eimern zu regnen und zu gewittern. Es war ein imposantes Naturschauspiel, doch die Aussicht auf nasse Drachen am letzten Festivaltag ließ unter den Gästen keine wirkliche Freude aufkommen. Wir sahen uns schon umständlich im Hotel, die Drachen trocknen. Doch kurze Zeit später wehte wieder ein leichter Wind und die meisten Drachen konnten noch vor Ort trocken geflogen werden. Am Abend klang dann das Drachenfest mit einem großen Bankett und leckerem malaysischen Essen in der Turnhalle im Stadion aus. Die Gewinner der Wettbewerbe wurden mit Tanz und Musikeinlagen geehrt. An den folgenden Tagen bestand für die internationalen Gäste die Möglichkeit, im Hotel-Ressort Sibu-Island, einem Insel­paradies, zu Relaxen und zu Baden. Hier konnte man mal richtig die Seele baumeln lassen. Am Abend wurde vom Hotel ein Barbecue veran­staltet. Genau das Richtige als Abschluss einer wunderbaren Woche in Malaysia. Tolles Wetter, wechselhafter Wind, leckeres Essen, große Gastfreundschaft und nicht zuletzt die perfekte Organisation lassen bei uns ein schönes Fest und ein tolles Land lange in positiver Erinnerung bleiben.</p>
<p><strong>Text und Fotos: Bernhard Dingwerth</strong></p>
<div style="width:270px;float:left"><img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/gudang/11.jpg"><br />
<strong>Beeindruckende Stablose bestimmten das Festivalbild</strong></p>
<p><img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/gudang/12.jpg"><br />
<strong>Das Drachenmuseum in Pasir Gudang: Muzium Layang-Layang</strong></p>
<p><img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/gudang/13.jpg"><br />
<strong>Traditioneller Drachentanz vor dem Sultan</strong></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/kiting-for-peace-pasir-gudang-international-kite-festival-2009/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kiter-Eldorado &#8211; Drachenfest Fuerteventura</title>
		<link>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/kiter-eldorado-drachenfest-fuerteventura/</link>
		<comments>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/kiter-eldorado-drachenfest-fuerteventura/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 08:54:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen & Erleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://sport-und-design-drachen.de/wp/?p=299</guid>
		<description><![CDATA[Über das Drachenfest in Fuerteventura gibt es viele Berichte von erfahrenen Drachenfliegern, die seit Jahren das Fest besuchen. Sie kennen die Insel und ihre Besonderheiten wie ihre Westentasche. Für mich als Neuling hingegen war alles unbekannt. Ahnungslos, aber interessiert habe&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/kiter-eldorado-drachenfest-fuerteventura/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über das Drachenfest in Fuerteventura gibt es viele Berichte von erfahrenen Drachenfliegern, die seit Jahren das Fest besuchen. Sie kennen die Insel und ihre Besonderheiten wie ihre Westentasche. Für mich als Neuling hingegen war alles unbekannt. Ahnungslos, aber interessiert habe ich mich auf das Drachenfest eingelassen und einen tiefen Einblick bekommen.</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/eldorado/aufmacher.jpg" alt="" width="600"></p>
<div id="bild">
<p><img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/eldorado/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Diese Festivalplakate waren überall in der Stadt verteilt</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/eldorado/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Haifisch scheint zurück ins Meer zu wollen</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/eldorado/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Fuerte-Ziege ist das Maskottchen der kanarischen Insel</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/eldorado/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Nicht wenig deutsche Drachenflieger zog es nach Fuerteventura</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/eldorado/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Kunst aus PET</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/eldorado/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Sport &amp; Design Drachen-Autor Bernhard Dingwerth nutzt Drachen selbst als Modeaccessoire</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/eldorado/07.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die knallroten Starflakes waren absolute Hingucker</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/eldorado/08.jpg" alt="" /><br />
<strong>Schon fast ein Recycling-Garten, den deutsche Künstler aus PET-Material schufen</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/eldorado/09.jpg" alt="" /><br />
<strong>Kunterbunt war das Treiben am Strand von Corralejo</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/eldorado/10.jpg" alt="" /><br />
<strong>Mit seinen grellen Farben hebt sich dieser Georg-Peters-Nachbau vom stockschwarzen Nachthimmel ab</strong></p>
</div>
<p>Man könnte das Drachenfest in den Dünen von Corralejo als Fanø des Südens bezeichnen. Nicht unbedingt wegen der Teil­neh­merzahlen, sondern vielmehr wegen der Atmosphäre und der Örtlichkeit. Die Dünen sind schier endlos, der Wind<br />
bläst meist auflandig. Einen kleinen Unterschied gibt es dennoch: Die Fahr­zeuge müssen am Rand der Straße par­­ken und die Drachen per pedes auf den<br />
Strand gebracht werden.<br />
Große Aufregung<br />
Genau genommen sind meine Freundin Tanja und ich keine Neulinge im Drachensport und haben schon an einigen Drachenfesten teilgenommen. Der Besuch auf der spanischen Insel war ein lang gehegter Wunsch. Geschürt wurde er jedes Jahr aufs Neue von Bekannten, die seit vielen Jahren dort zur Stammgruppe gehören.</p>
<p>Den Trip planten wir fast ein halbes Jahr lang, ein passender Flug musste gesucht und das Hotel gebucht werden. Da wir zum ersten Mal mit dem kompletten Drachengepäck eine Flugreise unter­nahmen, mussten wir uns zuerst mit den Gepäckverordnungen auseinandersetzen. Aber egal, wo man sich informierte, man bekam immer eine andere Antwort. Selbst über das notwendige Equipment hätte man sich tagelang einlesen können. Schlussendlich packten wir zwei Taschen, eine längliche für die Stabdrachen und einen Sack für die stablosen Drachen sowie das benötigte Zubehör.<br />
Hindernis überwunden<br />
Nachdem rund 30 Kilogramm Drachen­material in den Taschen verpackt waren, machten wir uns mit vier Personen und zwölf Gepäckstücken auf den Weg zum Schalter. Der Check-in klappte ohne Probleme, die Dame war freundlich, wenn auch überrascht über die Ge­­päckmenge. Unserer Abreise Richtung Flughafen Puerto del Rosa­­rio stand nichts mehr im Wege.</p>
<p>Kaum hatten wir die Dünen erreicht, konnte man bereits den bunten Himmel erkennen. Und das, obwohl das Fest­wochenende noch gar nicht begonnen hatte. In etwa 400 Meter Entfernung<br />
standen die Drachen hoch am Himmel. Nicht weit von dem Treiben entfernt<br />
lag unser Hotel. Am nächsten Morgen wurde schnell gefrühstückt, ein paar Kleinig­keiten für den Strand gepackt und dann machten wir uns auf Richtung Dünen zum Lager der deutschen Dra­chenflie­­ger. Viele Drachenfreunde kannte man schon von Fanø oder anderen Drachenfesten.<br />
Erste Begegnungen<br />
Das Drachenfest Fuerteventura macht vor allem sein internationaler Charakter so interessant. Es waren viele Drachenflie­ger aus England, Italien und Frankreich<br />
anwesend. Natürlich war auch das Gastgeber­land Spanien durch etliche Leute vertreten.</p>
<p>Gegen Mittag kamen viele Schulklassen zum Strand, um sich an den bunten Drachen zu erfreuen. Außerdem erhielt jedes Kind einen von der Gemeinde gesponserten Drachen. Der kleine Delta wird jedes Jahr in einer neuen Farbe<br />
aufgelegt. Falls Probleme beim Aufbau der Drachen auftraten, halfen die anwesenden geübten Drachenflieger zur Freude der Kinder aus. Am Ende dieser Aktion waren dutzende der kleinen orangefarbenen Drachen am Himmel. Wenn man die Schnur zurückverfolgte, sah man nur grin­­sende Gesichter am Strand. So verging der Vormittag wie im Fluge.<br />
Eindrucksstark<br />
Da es auf Fuerteventura wegen der Äquatornähe vergleichsweise schnell dunkel wird, packten wir die Drachen meist gegen 17 Uhr ein und kämpften uns durch die Dünen gen Straße. Am Abend saß man dann noch gemütlich am Hausstrand von Corralejo beisammen.</p>
<p>Am Samstag waren die meisten Dra­chenflieger bereits kurz nach dem Früh­stück am Strand. Da es der erste offizielle Festivaltag war, wurde uns von der Ge­meinde ein Pick-up samt Fahrer zur Verfügung gestellt. Diesen Geländewagen nahmen wir dann auch reichlich in Anspruch, um das umfangreiche Dra­chen­gepäck auf den Strand zu bringen. Dort angekommen, dauerte es nicht lange und der blaue Himmel war mit den tollsten Drachen geschmückt. Viel­fach zu beobachten waren vor allem Papageien, die seit dem letzten Jahr einen enormen Zuwachs erfahren haben. Wenn man gegen Mittag Richtung Strand schaute, konnte man eine wunderschöne Installation von knapp zehn Sentinels entdecken, die bei dem gleichmäßigen Wind sanft vor sich hin und her wackelten.</p>
<p>Am Abend war das traditionelle Nacht­fliegen geplant. Jeder der wollte, durfte teilnehmen und den Strand zum Leuch­ten bringen. Da wurden die Umrisse der Fuerteventura-Ziege, dem Insel-Mas­kottchen, mit Teelichtern erstellt und Drachen an Angeln Gassi geführt. Auch schöne beleuchtete Drachen kamen an den Himmel. Vielfach wurden Deltas mit Lichtern geschmückt, bei denen selbst die Leinen leuchteten. Auch Rokkakus und Sentinels waren zum Nachtflug gerüstet.</p>
<p><strong>Kunst im Wind</strong><br />
Der Sonntag begann wie der Samstag mit auflandigem Wind und angenehmen Temperaturen. Die Sonne schien und bescherte einen herrlichen Tag. Wieder wurden Drachen ausgepackt, manch einer installierte fast zwei dutzend am Himmel und erfrischte sich dann im Meer.</p>
<p>Es war der Tag der Flachdrachen. Ein Freund hatte eine Serie Posterdrachen dabei und verteilte diese neben den Dünen. Die sieben Flugobjekte entwi­­ckelten sich zu beliebten Fotomotiven. Plötzlich tauchte eine Gruppe Marien­käfer auf, die munter über den Strand hopste. Ganz besonders gefielen diese Tierchen den Kindern, die sich mit Freude auf sie stürzten. An einer geschützten Düne hatten sich zwei deutsche Künstler niedergelassen und ihre Skulpturen aus PET-Flaschen rundherum aufgebaut. Ihre Objekte reichten von Windfähnchen über ausgeschnittene Plastik-Haifische bis hin zu fast lebensgroßen Haifischen, die an Angeln befestigt waren. An der Wasserkante entlang wurden diese aufgestellt und es sah fast so aus, als wenn sie ihrem eigent­lichen Lebens­raum näher kommen wollten. Die beiden Künstler, die auf Fuerteven­­tura jedes Jahr die Sonne und den Wind ge­nießen, bauten auch einen Schwarm Feuervögel und noch viele verschiedene Installationen, die den Wind zur Bewe­gung nutzten.</p>
<p><strong>Spielzeit</strong><br />
Zwischendurch wurde zum internationalen Rokkaku-Kampf gerufen. Die Teilnehmerzahl blieb leider übersichtlich, sodass fast jeder einen Preis mit nach Hause nehmen konnte. Die Preisverleihung war Teil der offiziellen Kundgebung. Lokale Politiker begrüßten die Drachenflieger. Im Anschluss spielte eine regionale Musiktruppe typisch spa­­nische Musik und zeigte Folklore-Tänze.</p>
<p>Später wurde zur obligatorischen und beliebten Tombola gerufen. Im Vorfeld des Drachenfests hatten etliche Dra­chenflieger verschiedene Drachen oder Zubehör zum Verlosen gesammelt. Ini­tiiert wurde diese Tombola schon vor Jahren von Rolf und Rosy Geiger. Wäh­rend der Tombola flaute fast unbemerkt der Wind ab und viele der Drachen kamen dem Erdboden näher. Schließlich ging auch den Leichtwindwundern die Puste aus. Es ergab schon ein surrealistisches Bild der auf dem Boden liegenden Drachen. Die Schnüre lagen kreuz und quer auf dem Sand und glichen den Stäbchen eines Mikadospiels.</p>
<p><strong>Abschied</strong><br />
Zum Abschluss des Festes gab es ein Feuerwerk am Hausstrand. Besondere Vorsicht musste man bei dem Zusam­menspiel von Wind und Feuerwerks­körpern walten lassen, aber es ging alles glatt und man konnte ein wunderschönes Feuerwerk genießen. Eigentlich war es geplant, kleine Himmelslaternen in den spanischen Himmel zu schicken. Dazu war extra die örtliche Feuerwehr mit<br />
mehreren Fahrzeuge an den Strand gekommen. Leider wurde die Aktion wegen des auflandigen Winds sicherheitshalber abgesagt.</p>
<p>Für mich persönlich war es ein besonderes Fest. Es hat sehr viel Spaß gemacht, in der Sonne am Strand Drachen zu fliegen. Viele unterschiedliche Charaktere kommen hier zusammen, die eines gemeinsam haben: das Verspre­chen wiederzukommen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://sport-und-designdrachen.de/reisen-erleben/kiter-eldorado-drachenfest-fuerteventura/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

