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	<title>Sport &#38; Design Drachen &#187; Bauen &amp; Fliegen</title>
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	<description>Das Magazin für Drachen-Sport</description>
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		<title>Mattenkampf &#8211; Speed-Matte Lycos 2.5 Competition</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 10:50:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauen & Fliegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Speedkites in den Wettbewerben werden immer experimenteller, und nachdem Christoph Fokken bereits mit der Serien-Lycos sehr schnell unterwegs war, brach seine -neueste Version der Speed-Matte wiederholt die 150-Stundenkilometer-Marke. Diese extrem gestreckte Version wird ¬allerdings laut Christoph nicht in Serie&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/bauen-fliegen/mattenkampf-speed-matte-lycos-2-5-competition/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Speedkites in den Wettbewerben werden immer experimenteller, und nachdem Christoph Fokken bereits mit der Serien-Lycos sehr schnell unterwegs war, brach seine -neueste Version der Speed-Matte wiederholt die 150-Stundenkilometer-Marke. Diese extrem gestreckte Version wird ¬allerdings laut Christoph nicht in Serie gehen – der Bau ist einfach zu aufwändig und im Verkauf würde der Kite damit fast unbezahlbar.</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/bauen_0111/aufmacher.jpg" alt="" class="entry2" /></p>
<div id="bild">
<a href="wp-content/files/bauen_0111/03.jpg" rel="lightbox[bauen_0111]"><img src="wp-content/files/bauen_0111/03.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Baumaterial für die Lycos</strong><br />
<a href="wp-content/files/bauen_0111/04.jpg" rel="lightbox[bauen_0111]"><img src="wp-content/files/bauen_0111/04.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Übertragung der Schablonenmaße</strong><br />
<a href="wp-content/files/bauen_0111/09.jpg" rel="lightbox[bauen_0111]"><img src="wp-content/files/bauen_0111/09.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>An den Lufteintrittsöffnungen wird Gaze eingesetzt, sodass man ebenfalls ein durchlaufendes Paneel hat</strong><br />
<a href="wp-content/files/bauen_0111/10.jpg" rel="lightbox[bauen_0111]"><img src="wp-content/files/bauen_0111/10.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Die Profile werden mit den jeweiligen seitlichen Boden- und Deckenteilen vernäht</strong><br />
<a href="wp-content/files/bauen_0111/11.jpg" rel="lightbox[bauen_0111]"><img src="wp-content/files/bauen_0111/11.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Fertig eingesetztes Profil nach dem Einnähen</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0111/12.jpg" rel="lightbox[bauen_0111]"><img src="wp-content/files/bauen_0111/12.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Waagepunkte und Diagonalprofile werden vernäht</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0111/13.jpg" rel="lightbox[bauen_0111]"><img src="wp-content/files/bauen_0111/13.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Eine weitere Kammer wartet darauf, geschlossen zu werden</strong><br />
<a href="wp-content/files/reisen_0111/17.jpg" rel="lightbox[bauen_0111]"><img src="wp-content/files/bauen_0111/12.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>In der Mitte werden jeweils zwei Waageschnüre pro Schlaufe angebracht</strong>
</div>
<div style="float:right; padding:5px; border-width:1px; border-style:solid;"><a href="wp-content/files/bauen_0111/lycos_competition_a4.pdf"><b>Download:</b> Schablone im A4-Format</a></div>
<p>Exklusiv für alle Leser von Sport &#038; Design Drachen gibt Christoph nun seine Wettbewerbsgeheimnisse preis und genehmigt die Veröffentlichung einer Bauanleitung für die Lycos 2.5 Competition (natürlich nur für private Zwecke). Dabei steht die 2.5 für 2,50 Meter Spannweite, was allerdings bei der hohen Streckung keine außerordentlich große Fläche bedeutet, denn im Speed-Wettbewerb ist eines wichtig: den ¬Drachen im Stand zu halten und ja nicht mitzurutschen!</p>
<p>Dieses Modell ist wohl die derzeit einzige derart radikale Konstruktion, wobei die Matte gegenüber den meisten bei den Contests geflogenen Stabdrachen ein echt harmloses Flugverhalten aufweist. Bei gleichmäßigem Wind lässt sie sich gut in der Strömung halten und dreht sogar überaus enge Loopings. Lässt man die Competition-Lycos nicht mit Vollgas auf den Windfensterrand treffen, so steht sie dort überraschend stabil.</p>
<p><strong>Voraussetzungen</strong><br />
Eine Warnung gab Christoph mir mit auf den Weg: Der Bau der Lycos 2.5 Competition ist nur etwas für erfahrene Hände. Und tatsächlich hat er hier absolut recht, denn der Aufwand – von Gaze bis hin zu Diagonalprofilen – ist so hoch wie sonst bei Buggyhochleistern. Zusätzlich ist das Profil extrem flach und die Profiltiefe sehr kurz, was den Bau zu einer anspruchsvollen Geduldsübung macht. Geduld braucht man aber auch schon beim Zuschnitt, und damit wären wir beim ersten Punkt der Anleitung.</p>
<p><strong>Zuschnitt</strong><br />
Die Schablonen für die Wettbewerbs-Lycos müssen so präzise sein, dass eine Vergrößerung per Hand hier sicherlich ausscheidet. Daher gibt es wieder die Download-Datei auf der Website und in diesem Falle sogar einen besonderen Service: einen Schablonen-Plot direkt vom Konstrukteur! Als Tuch eignet sich besonders dichtes und dehnungsarmes Icarex beziehungsweise Ventex besonders gut, welches auch bei den Wettkampfmodellen eingesetzt wird. Dagegen dürfen die Profile aus belastbarerem Spinnaker bestehen, denn wenn der Kite doch unvorhergesehen auf den Boden stürzt, soll er nicht sofort in Fetzen gehen. Wir entscheiden uns beim Bau auch außen für ein Spinnakertuch vom Typ Chikara, da sich dieses in der Praxis gut ausformen lässt und eine aufgetrennte Naht nicht gleich eine dramatisch schwächende Perforation ergibt. Je nach Materialmix und Farbgestaltung sollte man 3 bis 4 Quadratmeter Tuch bereithalten. Dazu kommen etwas Gaze für die Lufteintrittsöffnungen und Nahtband für die Waageschlaufen. Es ist vorgesehen, die Profile im vorderen Bereich mit Dacron zu verstärken, was nicht unbedingt gemacht werden muss. Wir haben aber sogar zusätzlich die Luftausgleichslöcher verstärkt, da wir nicht riskieren wollten, später zur Reparatur in die Kammern hinein zu müssen. Als Waage wird Dyneema verwendet und zu Schlaufen geknotet, wobei an der Primärwaage (direkt an den Waageschlaufen am Kite eingeschlauft) 30 Dekanewton Bruchlast reichen sollten, die Sekundärleinen (welche zum Schnuranknüpftampen führen) aber schon aus 50er-Dyneema bestehen sollten. </p>
<p><strong>Nähschema</strong><br />
Bei der Matte ist es von entscheidender Bedeutung, dass Ihr Euch ein Nähschema für die Arbeitsschritte an der Nähmaschine macht und alle Schritte vorher genau durchspielt und versteht. So beginnen wir mit dem rechten Flügelende und arbeiten uns bis zum anderen Ende komplett durch. Beim Vernähen der Profilunterseiten liegt der fertige Teil des Kites daher immer nach links von der Maschine weg. Wichtig ist ebenso, dass beim Übertragen der Teile alle Markierungen übernommen werden. Spitze Pfeile stehen für Waagepunkte, gerade Markierungen für Stoffkanten wie bei den Diagonalprofilen und kleine Kreuze dienen nur zur Orientierung, um eine korrekte Positionierung zu gewährleisten. An dieser Stelle möchte ich auch empfehlen, lieber auf helle Stofffarben zurückzugreifen. Unsere Flügelspitzen und Diagos aus schwarzem Tuch erlaubten kein Durchschauen, sodass vom Zuschnitt bis zur Positionierung viel größere Probleme auf uns zukamen. </p>
<p>Zuerst werden die Segelteile von Boden und Decke an der Nase zusammengesetzt und dort, wo Lufteintrittsöffnungen aus Gaze hingehören, werden diese ebenfalls eingesetzt. Dann haben wir immer zuerst von der Nase aus die Segelunterseite vernäht. Dabei werden die Bodenpaneele mit den außen liegenden Seiten aufeinandergelegt und etwaige Waageschlaufen dazwischen geschoben, sodass die geschlossene Seite zwischen den Tüchern liegt. Nun werden bei Profilen mit Waagepunkten zuerst das ¬Diagonalprofil, welches zum fertigen Matten¬teil führt, dann das eigentliche Profil¬ und am Ende das Diagonalprofil zum folgenden Profil aufgelegt und vernäht. Die Decken werden danach ebenso mit dem Profil vernäht, wobei auch hier auf die Diagonalprofile zu achten ist, die an jedem zweiten Profil (im Wechsel mit den Bodenteilen mit den Waagepunkten) einzusetzen sind. Dieses Schema mit all den verschiedenen Teilen, die zur richtigen Zeit an der korrekten Position einzusetzen sind, erfordert beim Bau die volle Aufmerksamkeit. Dazu darf sich nichts verschieben, wobei sich die engen Nasenkrümmungen als besonders schwierig erwiesen.</p>
<p><strong>Das Letzte</strong><br />
Bei Matten muss am Ende immer der gesamte Kite in der letzten zu schließenden Kammer untergebracht werden. Diese wird dann auf links geschlossen und durch die noch offene Endkante auf rechts gedreht. Apropos Endkante: Als Schleppkante wird ein geschlossener Saum gefertigt, womit die gesamte Kappe geschlossen ist. Auf den Aufwand eines Dirt-Out-Systems haben wir bei diesem Spezialflieger verzichtet.</p>
<p><strong>Waage</strong><br />
Nachdem die Kappe mit allen Waagepunkten fertig ist, werden nach der Skizze die Waageschnüre möglichst exakt gefertigt. Entweder kann man sie dann direkt am Kite einschlaufen oder an einer markierten Pappe feinsäuberlich sortieren.</p>
<p><strong>Flugaufgabe</strong><br />
Ja, und nun sollte die Renn-Lycos fertig sein. Zum Einfliegen ist ein möglichst gleichmäßiger Wind von 2 bis 3 Beaufort ideal. Auf keinen Fall sollte man die Waage sofort voll belasten, denn die Schlaufen müssen sich erst einmal richtig setzen. Auch sollte vor dem Start immer sorgfältig auf den richtigen Verlauf der Waageschnüre geachtet werden. Hat sich etwas verhängt, so kann das überraschend schnell zum Riss des dünnen Dyneemas führen.</p>
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		<item>
		<title>Geschwindigkeitswahn &#8211; Symphony Speed 3.2 von Invento</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 13:37:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauen & Fliegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Symphony Speed 2.0 und 2.5 (siehe KITE &#038; friends 02/2009) hat Invento bereits zwei heiße Eisen im Feuer, denen schon so einige Kiter mit einem Hang zu schnellen Schirmen verfallen sind. Dieses Speed-Duo wird nun durch eine neue&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/bauen-fliegen/geschwindigkeitswahn-symphony-speed-3-2-von-invento/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit der Symphony Speed 2.0 und 2.5 (siehe KITE &#038; friends 02/2009) hat Invento bereits zwei heiße Eisen im Feuer, denen schon so einige Kiter mit einem Hang zu schnellen Schirmen verfallen sind. Dieses Speed-Duo wird nun durch eine neue Variante zum Trio, der neue Stoff fällt dabei etwas härter oder besser größer aus. Welches Suchtpotenzial die Symphony Speed 3.2 mitbringt und welche Nebenwirkungen zu befürchten sind, zeigt dieser Selbstversuch.</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/bauen_0410/aufmacher.jpg" alt="" width="600" /></p>
<div id="bild">
<a href="wp-content/files/bauen_0410/01_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/bauen_0410/01.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Die Rückseite ist im schlichten Weiß gehalten, was ihrer Wirkung aber keinen Abbruch tut</strong><br />
<a href="wp-content/files/bauen_0410/02_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/bauen_0410/02.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Von der Verarbeitungsseite gibt es nichts zu bemängeln, auch die Übergänge im Design sind passgenau ausgeführt</strong><br />
<a href="wp-content/files/bauen_0410/03_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/bauen_0410/03.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Vernähte Waage, Diagonalprofile, hervorragende Verarbeitung – Details, wie man sie auch bei hochwertigen Tractionkites findet</strong><br />
<a href="wp-content/files/bauen_0410/04_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/bauen_0410/04.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>An langen Leinen bereitet es viel Vergnügen, lange Geraden durch das Windfenster zu fliegen</strong><br />
<a href="wp-content/files/bauen_0410/05_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/bauen_0410/05.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong> Eine große Hilfe ist der kleine Klettverschlussstreifen an der mittleren Kammerwand zum Verstauen der Anknüpftampen</strong><br />
<a href="wp-content/files/bauen_0410/06_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/bauen_0410/06.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Vernähte Augen der Waage und die Verwendung von angepassten Waagestärken zeigen, dass auch hier kein Aufwand gescheut wurde</strong><br />
<a href="wp-content/files/bauen_0410/07_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/bauen_0410/07.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<strong>Mit der Symphony Speed lässt man gerne mal den Flugtag ausklingen</strong><br />
<a href="wp-content/files/bauen_0410/08_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/bauen_0410/08.jpg" alt="" class="entry2" /></a><br />
<a href="wp-content/files/bauen_0410/09_big.jpg" rel="lightbox[bauen_0410]"><img src="wp-content/files/bauen_0410/09.jpg" alt="" class="entry2" /></a>
</div>
<p>Freunden von Zweileiner-Matten, schnellen und auch gerne zugkräftigeren Kites passt die neue Symphony Speed 3.2 genau ins Beute­schema. Das Familienoberhaupt der Symphony Speed-Serie wird in einer länglich-ovalen Tasche mit farbig eloxiertem Karabiner geliefert. Auch wenn man am liebsten direkt auf die Wiese möchte, ist erst mal Zurückhaltung angesagt. Vor dem Flugvergnügen steht die Inspektion des Schirms. Zusammen mit einer ausführlichen Anleitung zu den Grundlagen des Drachenfliegens sowie dem RTF-Set inklusive gepolsterter Schlaufen liegt die Symphony Speed nun ausgebreitet vor. Sofort fällt die familientypisch große Streckung auf, ein sicheres Indiz für die Auslegung auf Ge­­schwindigkeit. Die Anknüpftampen sind in einer Pappkarte befestigt, auf der die Anbringung der Flugleinen erläutert wird, sozusagen eine Kurzanleitung. Ein kleines aber feines Detail.</p>
<p><strong>Bestandsaufnahme</strong><br />
Bei der Verarbeitung des aus 22 Zellen bestehenden Schirms wurden keine<br />
halben Sachen gemacht. Die Profile<br />
sind mit einer vertrauenerweckenden Doppelnaht mit dem Untersegel verbunden. Dieses zeigt auch im Design die Verwandt­schaft zu den kleineren Varian­ten, nur dass statt Grün oder Rot hier ein kräftiges Orange dem Auge schmeichelt, was in der Luft durch eine komplett weiße Oberseite unterstützt wird. Die Lufteintritte sind an allen Paneelen mit eingelegtem Gurtband verstärkt. Am mittleren Profilpaneel findet man eine kleine Klettbandschlaufe zur Befestigung der An­­knüpftampen.</p>
<p>Die vernähte Waage hat durch einge­nähte Gurt­band­schlaufen Kon­­takt zum Schirm. Es kommt ausnahmslos hochwertige ummantelte Dyneema-Waage­schnur zur Verwendung, wobei mit<br />
verschiedenen Bruchlasten gearbeitet wurde, um unnötigen Luftwiderstand zu vermeiden. Zu diesem Zweck hat man auch Diagonalprofile in den Kammern eingesetzt, um eine saubere Ausformung der Kappe zu ermöglichen, ohne jedes Profil durch die Waage abzufangen. Seitens der Verarbeitung und Material­wahl sind, wie nicht anders zu erwarten, keine Kopfschmerzen zu befürchten.</p>
<p><strong>Gut dosiert</strong><br />
Grau ist alle Theorie, und daher geht’s an die frische Luft. Einer der vielen positiven Aspekte der Kitesucht. 2 bis 5 Bft. – das entspricht einer Bandbreite an Wind­geschwindigkeiten von 6 bis 38 Stunden­kilometer – werden von Invento als Windbereich für die Symphony Speed 3.2 angegeben. Und so ist man mit 3 Bft. für den Jungfernflug gut bedient; die erste Dosis Flugvergnügen kann erfolgen.</p>
<p>Durch einen beherzten Ruck an den 25 Meter langen Flugleinen aus Dyneema mit 175 Deka­newton Bruchlast lässt sich der Schirm problemlos starten und auch die geschlossen ausgeführten Kammern füllen sich durch die Löcher in den Profil­paneelen schnell. Im oberen Bereich des Windfensters werden die ersten Flug­bewegungen durchgeführt, sozusagen ein erstes Abtasten. Viel Zeit braucht es nicht, um ruhigen Gewissens das übrige Windfenster zu erkunden. Schnell fällt das satte Feedback auf, das die Speed 3.2 liefert, sobald die Strömung anliegt und man den Schirm laufen lässt. Wenn man schon den Namenszusatz Speed trägt, möchte man halt auch in Bewegung gehalten werden. Und diesem Wunsch kommt man nur zu gerne nach, wird man doch mit sattem Zug und einer für die Größe recht hohen Fluggeschwindigkeit belohnt. Dabei kommt aber auch die Wendigkeit nicht zu kurz, willig folgt der Flügel den Lenkimpulsen. Bedingt durch die Spannweite von ausgelegt 320 Zentimeter dürfen die notwendigen Lenkbewegungen natürlich etwas größer ausfallen. Kurven werden druckvoll durcheilt, enge Spins dreht der Kite um einen Punkt etwas außerhalb der Flügelspitze. Und das ohne großen Höhenverlust.</p>
<p><strong>Großes Suchtpotenzial</strong><br />
Am Windfensterrand zeigt sich allerdings ein kleines Manko der Matte. Hält man sie dort ruhiger und will anschließend den Flug durch eine Kurve nach unten hin fortsetzen, kann es aufgrund fehlender Anströmung passieren, dass den Lenk­befehlen nicht ausreichend gefolgt wird. Der Kurvenradius fällt dementsprechend groß aus und es kann zum Absturz kommen. Fliegt man das gleiche Manöver aber aus der Bewegung des Schirms heraus, wird also der Rand des Windfensters angeflogen und direkt in die Kurve abwärts gezogen, läuft alles wie geschmiert. Weiß man um diesen Umstand, kann man sich darauf einstellen und nach einer Pause am Windfensterrand den Flug durch eine Aufwärtskurve fortsetzen.</p>
<p>Bei wenig Wind freut sich der Flügel über etwas dünnere Schnüre als die beiliegenden, die doch eher für den oberen Windbereich ausgelegt sind. Bedingt durch die hohe Streckung bedarf es aber zudem etwas Feingefühl an den Leinen, um die Symphony Speed 3.2 in der Luft zu halten. Denn sie möchte am Laufen gehalten werden. Durch leichtes Ein­klappen der Wingtips zeigt der Kite deutlich an, wenn zu wenig Wind vorherrscht oder die Lenkimpulse zu stark sind. Dieses Einklappen ist aber leicht abzufangen und führt in den seltensten Fällen zum Absturz. Sicherlich ist das Fliegen am unteren Windlimit nicht unbedingt unter „artgerechter Haltung“ zu führen, aber man sollte den entspannenden Aspekt nicht unterschätzen, ebenso wenig den Lerneffekt. Denn gerade beim Fliegen bei schwachem Wind entwickelt man viel Gefühl für den Kite.</p>
<p><strong>Spaß mit Nebenwirkungen</strong><br />
Tastet man sich hingegen an die oberen Windbereiche des Kites heran, so braucht man sich um das Einklappen keine Gedanken mehr zu machen. Auch die präzise abgelängte Schnur des RTF-Sets harmoniert nun gut mit der Symphony Speed 3.2. Mit 25 Meter Länge unterstützt sie die Agilität und das direkte Ansprechen auf die Lenkbefehle, sodass man sich zu keiner Zeit darüber im Unklaren ist, in welchem Flugzustand sich der Schirm grade befindet. Aber auch an längeren Leinen funktioniert er bei ausreichend Wind gut. Ein langer Groundpass an 45-Meter-Schnüren baut wunderschön gleichmäßigen Druck auf. Ab 4 Bft darf man sich auch schon ein wenig mehr in die gepolsterten Handschlaufen hängen – leichtgewichtige Piloten können in solchen Fällen mit erstem Verlust der Bodenständigkeit rechnen. Die Kombi­nation aus Druck und Geschwindigkeit macht süchtig, Glücks­hormone werden ausgeschüttet und ganz nebenbei gönnt man seinem Körper noch ein ordentliches Work-Out.</p>
<p>Als oberes Windlimit sind 5 Bft. angeführt Um dieses auszunutzen, sollte<br />
schon Erfahrung vorhanden sein. Denn bei solchen Geschwindigkeiten ist die Speed 3.2 mit Respekt zu behandeln. Wo ihre beiden kleineren Geschwister im Zug beherrschbar bleiben und „nur“ die Geschwindigkeit beeindruckend wird, langt die 3.2 kräftig zu. Die Dimen­sionierung der beiliegenden Flugschnur wird damit voll und ganz gerechtfertigt. Ist man sich dessen bewusst, erhält man gerade an längeren Leinen ein berechenbares „Fortbewe­gungsmittel“ mit satter Fluggeschwin­digkeit. Erfolgt dann noch ein Wechsel von Handschlaufen auf Powergrips, steht auch einem längeren Training nichts mehr im Wege. Aber immer an die Nebenwirkungen denken, die Strecke, die man durch den Kite abgeschleppt wird, muss man auch wieder gegen den Wind zurücklaufen. Aber diese Anstrengung nimmt man gerne auf sich, kann man sich danach doch wieder gepflegt mitschleifen lassen.</p>
<p><strong>Geheilt</strong><br />
Am Ende des Flugtags fällt beim Einpacken des Kites dann doch noch ein kleiner Kritikpunkt auf. Die Tasche ist leider etwas knapp bemessen, sodass sich der Kite inklusive Schlaufen und Leinen nur mit sanfter Gewalt wieder in das ovale Behältnis zwängen lassen. Eine etwas größere oder anders geformte Tasche wäre für diesen gelungenen Schirm ein angemesseneres Zuhause.</p>
<p>Invento ist mit der Symphony Speed 3.2 ein zugkräftiger und schneller Schirm mit Manieren gelungen. Im Tausch gegen 159,98 Euro erhält man im Fachhandel diesen Flügel. Auf den ersten Blick ist das natürlich viel Geld, berücksichtigt man aber die aufwändige Bauart, den Umfang des RTF-Sets und die Flugleistungen, so relativiert sich der Preis schnell wieder. Zudem wird man lange Freude an diesem Schirm haben, und das nahezu nebenwirkungsfrei.</p>
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		</item>
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		<title>Fliegende Picassos &#8211; White-Line-Serie vom Spielwarenhaus Ahlert</title>
		<link>http://sport-und-designdrachen.de/bauen-fliegen/fliegende-picassos-white-line-serie-vom-spielwarenhaus-ahlert/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 11:58:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauen & Fliegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Spielwarenhaus Ahlert verbindet man unweigerlich mit schönen Drachen zu erschwinglichen Preisen. Dabei haben die beiden Ahlert-Brüder weitaus mehr interessante Produkte für Drachenflieger im Programm. Wie beispielsweise die White-Line-Serie, die sich speziell an kreative Köpfe richtet.



Mittels eines Beamers wird&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/bauen-fliegen/fliegende-picassos-white-line-serie-vom-spielwarenhaus-ahlert/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Spielwarenhaus Ahlert verbindet man unweigerlich mit schönen Drachen zu erschwinglichen Preisen. Dabei haben die beiden Ahlert-Brüder weitaus mehr interessante Produkte für Drachenflieger im Programm. Wie beispielsweise die White-Line-Serie, die sich speziell an kreative Köpfe richtet.</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/bauen_0310/aufmacher.jpg" alt="" width="600" /></p>
<div id="bild">
<img src="wp-content/files/bauen_0310/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Mittels eines Beamers wird das Motiv auf das Segel projiziert und dann mit einem weichem Bleistift das Motiv übertragen<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/bauen_0310/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>30 Farben stellt Spielwarenhaus Ahlert zur Verfügung</strong><br />
<img src="wp-content/files/bauen_0310/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Maskliner trennt unterschiedliche Farben<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/bauen_0310/05.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/bauen_0310/07.jpg" alt="" /><br />
<strong>Man beginnt mit der hellsten …<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/bauen_0310/08.jpg" alt="" /><br />
<strong> … und arbeitet sich weiter vor zu den dunklen Farben</strong><br />
<img src="wp-content/files/bauen_0310/09.jpg" alt="" /><br />
<strong>Sinnvoll ist die Einteilung des Segels in Segmente</strong><br />
<img src="wp-content/files/bauen_0310/10.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Maskliner kann auch für Effekte genutzt werden<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/bauen_0310/11.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/bauen_0310/12.jpg" alt="" /><br />
<strong>Auch abstrakte Motive sind möglich, wie der Ostend Bird der White-Line-Serie zeigt<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/bauen_0310/13.jpg" alt="" /></p>
<p><img src="wp-content/files/bauen_0310/14.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die White-Line-Serie ist sauber gefertigt<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/bauen_0310/15.jpg" alt="" /><br />
<strong>Taschen und Verstärkungen sind ebenfalls in Weiß gehalten<br />
</strong></p>
</div>
<p>Die Drachen werden nicht von Ahlert selbst produziert. Viel­mehr stammen sie aus dem Sortiment der in Belgien ansässigen Firma Didak und werden von den Gebrüdern Ahlert nach Deutschland importiert. Da man neben den weißen Modellen auch sämtliche Farben, die zum Bemalen der Drachen nötig sind, bei dem Spiel­warenhaus in Bad Kissingen erhält, ist es für diesen Bereich der erste Anlaufpunkt für kreative Piloten aus Deutschland.</p>
<p><strong>Ganz in Weiß</strong><br />
Wie es der Name schon vermuten lässt, werden alle Drachen der White-Line-Serie mit komplett weißem Segel geliefert. Drachenfreunde stehen dabei vor der Qual der Wahl, denn Ahlert bietet gleich mehrere Modelle aus der Produktlinie an. Der Ostend Bird wurde von Didak selbst entwickelt und hat in den letzten Jahren eine weite Verbreitung gefunden. Er taucht in zwei unterschiedlichen Versi­onen auf, einmal mit einer Spannweite von knapp 400 und einer Bauhöhe von 260 Zentimeter sowie in einer kleineren Version mit einer Spannweite von 190 und einer Bauhöhe von 125 Zentimeter. Neben dem Ostend Bird stehen auch ein Schleierdelta mit 200 Zentimeter Spann­weite und 600-Zentimeter-Schwanz, ein 200 x 700 Zentimeter messender F-Tail, ein 120 x 100 Zentimeter messender Rokkaku sowie ein 150 x 90 Zentimeter messender Flagkite zur Auswahl. Ein wenig aus dem Rahmen fällt der 49 x 49 Zentimeter messende Eddy, der speziell für Workshops mit Kindern vorgesehen ist. Dieser Drachen, dessen Segel aus Tyvek besteht, wird komplett mit Schnur und Wachsstiften geliefert. Im Test waren der Ostend Bird sowie der Rokakku.</p>
<p>Bei den anderen Modellen der White-Line-Serie besteht das Segel aus weißem Spinnaker. Gut gefällt hierbei die kon­sequente Umsetzung der Farbwahl. So wurden auch Stabtaschen und Dacron-Verstärkungen aus weißem Material gefertigt. Lediglich die Glasfaserstäbe kommen im dezenten Schwarz daher. Insgesamt machen die Drachen von der Verarbeitung her einen guten Eindruck. Die Nähte sind sauber ausgeführt, wichtige Stellen verstärkt und auf Kett und Schuss wurde weitestgehend geachtet. Alleine beim Ostend Bird kann sich das Einfädeln der Spreize am Schwanz zu einen Gedulds­spiel entwickeln, da hier die Stabtasche recht eng ausgeführt ist. Wünschenswert wäre zudem eine Tasche aus Spinnaker für alle Drachen der Serie, denn die mitgelieferte, durchsichtige Verpackung ist nicht gerade das Optimum für ambitionierte Drachenflieger.</p>
<p><strong>Breites Farbspektrum</strong><br />
Für die kreative Gestaltung des Segels stellt sich zunächst einmal die Frage nach der zu verwendenden Farbe. Ahlert verwöhnt die Drachenbauer an dieser Stelle, da man ein breites Sortiment an Farben im Programm hat. Hierbei handelt es sich um hochpigmentierte Acrylfarben, die in mehr als 30 verschiedenen Nuancen vorrätig sind. Daneben kann in Bad Kissingen auch ein so genannter Maskliner erworben werden. Dies ist eine Art Stift, der das Ineinanderlaufen verschiedener Farbtöne verhindert. Welche Farbe letztendlich für den zu gestaltenden Drachen verwendet wird, hängt auch von der Technik ab, die man einsetzen möchte. Hier gibt es ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Rainer Hoffmann hat in der letzten Ausgabe von Sport &amp; Design Drachen aufgezeigt, wie wundervolle Segel mit verschiedenen Drucktechniken gefertigt werden können. Auch für solchen Farbdruck eignen sich die Drachen der White-Line-Serie hervorragend. An dieser Stelle soll aber aufgezeigt werden, wie man das gewünschte Motiv auf das Segel bekommt und dieses anschließend am besten bemalt.</p>
<p>Ist ein geeignetes Motiv gefunden, stellt sich die Frage, wie dieses auf das Segel übertragen werden kann. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten, zwei davon haben sich in der Praxis am besten bewährt. Ohne Computer benötigt man eine Klarsichtfolie für den Overhead-Projektor. Letztere gibt es in Schreib­warenläden zu erwerben. Der Umriss des Motivs wird nun auf die Folie durchgepaust. Anschließend ist der Drachen ohne störende Stäbe und möglichst ohne Waageschnur flach an einer Wand zu befestigen. Nun wird mit dem Overhead-Projektor das Motiv auf das Drachensegel projiziert und mittels eines weichen Bleistifts (2 bis 3B) auf das Segel übertragen. Ist kein Overhead-Projektor zur Hand, kann man das Motiv auch auf Dia abfotografieren und anschließend auf das Drachensegel projizieren. Für Computernutzer hat sich folgende Herangehensweise als praktikabel erwiesen: Zunächst wird das Motiv eingescannt und anschließend am Rechner bearbeitet. Mittels eines Beamers kann man das Motiv dann auf das Drachensegel projizieren und wiederum mit einem weichen Bleistift übertragen.</p>
<p><strong>Werkzeug</strong><br />
Normalerweise stellt man vor dem Bemalen des Segels sicher, dass dieses fettfrei ist. Dazu spült man das Segel mit einer leichten Seifenlösung ab und reinigt es anschließend mit klarem Wasser. Bei den Drachen der White-Line-Serie kann man auf diesen Arbeitsschritt verzichten und das Segel so verwenden, wie es aus der Drachenwerkstatt kam. Und dies hat einen guten Grund: Der von Didak verwendete Stoff ist einseitig beschichtet. Nun würde man normalerweise die beschichtete Seite zum Bemalen des Drachens benutzen, was im vorliegenden Fall aber nicht möglich ist, da diese auf der Rückseite des Drachens liegt. Stattdessen muss auf die unbeschichtete Seite des Segels gemalt werden, die dann die Farbe aufsaugt. Dies ist gut für die Haltbarkeit, doch Vorsicht – der Einsatz von Filzstiften oder Eddings sollte unterbleiben, da der Strich des Stifts auf der unbeschichteten Seite aufgrund der Struktur des Segels sofort ausfasert.</p>
<p>Die Wahl des Pinsels bleibt jedem Künstler überlassen. Gewöhnliche Pinsel für Acrylfarben sind vollkommen ausreichend. Die Größe richtet sich nach dem Motiv, sinnvoll ist es jedoch immer eine adäquate Auswahl verschiedener Aus­führungen griffbereit zu haben.</p>
<p><strong>Hilfsmittel</strong><br />
Mit welcher Stelle das Bemalen des Segels begonnen wird oder welche Farbe zuerst zu benutzen ist, bleibt letztendlich den Vorlieben jedes Drachenbauers selbst überlassen. Einige Kleinigkeiten haben sich aber in der Praxis bewährt und sollten daher an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Zum Bemalen des Segels wird dieses plan auf einem Tisch befestigt. Gewichte, welche in Möbelhäusern als Türstopper verkauft werden, eignen sich hierzu hervorragend. Lässt es das Motiv zu, wird in der oberen, linken Ecke des Segels begonnen und sich anschließend zur unteren rechten Ecke vorgearbeitet. Zum anderen ist es unbedingt notwendig, mit der hellsten Farbe anzufangen und erst später die dunkleren aufzutragen. Dies liegt daran, dass Dunklere die Hellen übertönen, während dies umgekehrt nicht der Fall ist. Um sich das Leben einfacher zu machen, ist es durchaus legitim, sich das Segel in Zonen einzuteilen. Dies bedeutet, dass nicht das komplette Segel mit der hellsten Farbe bearbeitet werden muss, bevor es an den nächst dunklerem Ton geht. Bei dem hier auf diesen Seiten gezeigten Drachen waren es die unterschiedlichen Flügel der Elfe, deren Kopf und Körper, die die einzelnen Zonen bildeten. Die Einteilung hat auch den Vor­teil, dass die Arbeit unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden kann, ohne dass dies später durch einen unschönen Farbverlauf sichtbar wäre.</p>
<p>Ein Maskliner ist ein nützliches Hilfs­mittel beim Bemalen des Spinnakers. Aus dem Stift wird eine flüssige, gummiartige Masse gedrückt, die auf das Segel, genau da, wo zwei Farben aufeinandertreffen, eingefügt wird. Nach zirka einer Stunde ist diese Masse ausgehärtet und nicht mehr flüssig. Nun können zu beiden Seiten des Maskliners Farben aufgetragen werden, ohne dass diese ineinander fließen. Nach dem Auftragen wird der Gummi einfach vom Segel abgezogen. Nicht nur Farben können mit Hilfe des Maskliners wirkungsvoll voneinander getrennt werden, auch Effekte sind möglich. Der Glanz in den Augen der Elfe und ihr leicht geöffneter Mund wurden beispielsweise mit Hilfe des Maskliners erzielt.</p>
<p>Die verwendete Acrylfarbe trocknet im Übrigen recht schnell. Bereits nach einer halben Stunde ist die Farbe trocken. Dennoch, bevor das Kunstwerk durch die Stäbe unter Spannung gebracht oder gar in den Himmel gezogen wird, sollte die Farbe ausreichend Zeit zum Aushärten bekommen haben. Dies bedeutete im vorliegenden Fall mindestens zwei Tage des ungestörten Trocknens. Erst dann wurden die Stäbe und die Waage des Rokkakus montiert und der Drachen somit flugklar gemacht.</p>
<p><strong>„Picassos“ am Himmel</strong><br />
Die Drachen der White-Line-Serie fliegen absolut unproblematisch und sind auch für Anfänger geeignet. Im Test konnten der kleine Ostend Bird und der Rokkaku von einer Person mühelos gehandelt werden und standen, auch bei böigem Wind, sauber in der Luft.</p>
<p>Wer immer schon einmal einen Drachen nach eigenem Gusto entwerfen wollte, der ist bei der White-Line-Serie und den Farben des Spielwarenhauses Ahlert an der richtigen Stelle. Moderat in den Preisen erhält der kreative Drachen-Picasso sauber gefertigte und teils flugfertige Drachen, auf deren Segel man sich nach Herzenslust austoben kann.</p>
<div id="bild" style="width:270px">
<img src="wp-content/files/bauen_0310/03.jpg" style="width:270px" alt="" />
</div>
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		<title>Black Pearl &#8211; Wilde Hilde von Space Kites</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 10:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauen & Fliegen]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Jahren 1992 und 1993 entwickelte Michael Tiedtke von Space Kites einen Hochgeschwindigkeitsdrachen und nannte ihn „Wilde Hilde“. Dieser Kite hatte keine Stand-Offs und zeichnete sich neben einer sehr hohen Geschwindigkeit auch durch ein äußerst problematisches Startverhalten aus.&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/bauen-fliegen/black-pearl-wilde-hilde-von-space-kites/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><br />
In den Jahren 1992 und 1993 entwickelte Michael Tiedtke von Space Kites einen Hochgeschwindigkeitsdrachen und nannte ihn „Wilde Hilde“. Dieser Kite hatte keine Stand-Offs und zeichnete sich neben einer sehr hohen Geschwindigkeit auch durch ein äußerst problematisches Startverhalten aus. Dieses veranlasste einige seiner Piloten, den Drachen während des Starts auch gleich zu „verschrotten“,<br />
ohne mit seinen sonstigen guten Flugeigenschaften Bekanntschaft geschlossen zu haben. Hinzu kam die Erkenntnis, dass zu dieser Zeit Speed-Kiting ohnehin nicht besonders angesagt war. Daher legte Michael<br />
Tiedtke das Projekt „Wilde Hilde“ auf Eis. Längst ist das Eis geschmolzen: Hochgeschwindigkeitsdrachen sind im Kommen – für Tiedtke Grund genug, die Wilde Hilde wieder auferstehen zu lassen.<br />
</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0210_BlackPearl/Aufmacher.jpg" alt="" width="600" /></p>
<div id="bild">
<p><img src="wp-content/files/0210_BlackPearl/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Manchmal sieht die Wilde Hilde richtig böse aus</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0210_BlackPearl/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Schnurgerade Nähte, Segellatte in stabiler Tasche am Segel, Stand-Off mit Verstärkung, Waage mit Auffangschenkel – alles tadellos verarbeitet</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0210_BlackPearl/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Mittelkreuzbereich ist sehr solide verstärkt und verarbeitet</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0210_BlackPearl/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Segelschutz: Breite Einfassung für die APA-Verbinder und Doppelsicherung mit Clip und Gummi</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0210_BlackPearl/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Chillig zu fliegen: Mit durchhängenden Leinen bei wenig Wind</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0210_BlackPearl/08.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/0210_BlackPearl/09.jpg" alt="" /><br />
<strong>Schwarz ist nicht gleich Schwarz: Auch wenn das Design des Testdrachens es nicht vermuten lässt, Farbspiele sind auch in dieser Variante möglich</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0210_BlackPearl/10.jpg" alt="" /><br />
<strong>Feinmotorik und Speed im Grenzbereich</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0210_BlackPearl/bezug.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/0210_BlackPearl/fakten.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/0210_BlackPearl/proundcontra.jpg" alt="" /></p>
</div>
<p>Die aktuelle Wilde Hilde stellt eine völlige Neuentwicklung dar und hat mit ihrem Ursprungs­konzept aus den 90ern nur noch die Abspannung der Winglets durch je eine Segellatte gemeinsam.</p>
<p><strong>Schwarzmalerei?</strong><br />
Die Wilde Hilde ist in den Farben Rot/Schwarz, Gelb/Schwarz, Blau/Schwarz und ausschließlich Schwarz erhältlich. Der durch und durch schwarze Testdrachen sieht trotz seiner geringen Größe ein bisschen böse aus – eine milde Warnung, die man nicht ignorieren sollte.</p>
<p>Der Preis von 99,– Euro für die knapp 144 Zentimeter Spannweite der Wilden Hilde überrascht. Was kann ein Drachen dieser Größenordnung bieten, um diesen Preis zu rechtfertigen? Aus seinem wenig Schutz bietenden, aber Raum sparenden Sack aus Fahnentuch befreit und aufgebaut, relativiert sich das Bild: Es gibt wohl kaum einen kleinen Drachen, dessen Wert so ins Auge springt, wie es bei der Wilden Hilde der Fall ist.</p>
<p><strong>Mehrwert</strong><br />
Das Segel der Wilden Hilde aus Porcher Marine mit 42 Gramm pro Quadratmeter besteht aus nur zwei Paneelen. Dies ist bei diesem Drachen kein Kritikpunkt, sondern muss als sinnvoller Bestandteil eines konsequent auf Hochgeschwin­digkeit ausgelegten Konzepts verstanden werden: Viele Paneele sind eben auch mit vielen Nähten verbunden, die die Geschwindigkeit des Drachens abbremsen. Es bedarf kaum noch der Erwäh­nung, dass die Näharbeiten am Segel der Wilden Hilde, wie zum Beispiel am Saum der Schleppkanten, den Leitkanten und allen Verstärkungen, auf höchstem Niveau ausgeführt sind. Die Profilierung des Segels erfolgt durch zwei Stand-Offs und durch zwei Segellatten, die es über HQ-Verbinder an der durchgehenden unteren Spreize abspannen. Die Stand-Offs sitzen in Clips am beidseitig verstärkten Segel. Die Taschen am Segel, die die biegsamen Segellatten zur Abspannung der Winglets aufnehmen, sind auf der Vorder- und Rückseite bis zu den Einfassungen der Leitkanten mit Dacron verstärkt.</p>
<p>Das drehbare Mittelkreuz hält die rechts und links durch einen Clip vor Verrutschen gesicherte durchgehende untere Spreize an ihrem Platz. Der enge Mittelkreuzbereich ist auf der Vorderseite des Segels umfassend und auf der Rückseite zusätzlich mit Dacron verstärkt. Die aufwändigen Stopper­lösungen (Clips und Gummi) an den mit APA-Verbindern besetzten 5-Millimeter-Seitenstäben von Exel verhindern in Verbindung mit den vergleichsweise riesigen Ausschnitten der Leitkanten sehr wirksam Beschädigungen des Segels auch bei schweren Abstürzen. Der Mittelstabbereich des Segels wird mit doppelten Seilzügen über eine Splitkappe und zwei Schlaufen am unteren Rand der Verstärkung des Mittelkreuzes abgespannt. Die Spannschnüre für die Schleppkanten sind jeweils am Ende des Segels vernäht und die Abspannung der Leitkanten erfolgt doppelzügig über Splitkappen am Ende der Seitenstäbe. Die Endbereiche des Segels sind sehr großzügig mit Dacron verstärkt. Im Bereich der sehr stabilen und überstandsfreien Nase aus Lkw-Plane ist das Segel durch Dacron gegen die Spannkräfte der Abspannung über den Kielstab und durch den Wind gesichert. Die Nase ist mit Kevlar unterlegt, das ihr auch bei Frontalcrashs gute Überlebens­chancen sichert.</p>
<p><strong>Ruhe vor dem Sturm</strong><br />
Die Dreipunkt-Waage der Wilden Hilde ist an den oberen Verbindern mit vier Knoten ausgestattet, über die der Anstellwinkel des Drachens den Windverhältnissen angepasst werden kann. Kleine Aussparungen in der Mitte der Leitkanten beherbergen je einen Tampen mit ebenfalls vier Knoten, mit dem die Länge der daran befestigten Auf­fangschenkel der jeweiligen Waageein­stellung gemäß zu justieren ist. Die Auffangschenkel verhindern ein Durch­biegen der Seitenstäbe unter extremem Winddruck – angesichts des möglichen Einsatzbereichs der Wilden Hilde bis 9 Bft. eine absolut notwendige Maßnahme.</p>
<p>Es ist ungewöhnlich, dass ein als Hochgeschwindigkeitsdrachen ausgewiesener Kite schon ab 2 Bft. in der Lage sein soll, zu fliegen. An 40 Dekanewton-Leinen und auf dem ersten Knoten der Waageverstellung funktioniert das dann tatsächlich, wobei man von der Wilden Hilde jetzt noch keine Flugwunder erwarten sollte. Sie lässt sich schon bei wenig Wind relativ gut starten, benötigt aber sanfte Lenkbefehle, um langsame, große Kreise ins Windfenster malen zu können. Ab 3 bis 4 Bft. und an 60 Dekanewton-Leinen baut die Hilde merklich Druck auf, die Kreise werden enger und bei 4 Bft. weist sie mit deutlicher Zunahme der Geschwindigkeit auf ihre Zweck­be­stim­mung hin.</p>
<p><strong>Sturmflug</strong><br />
Wer die Wilde Hilde bei mehr als 4 Bft. fliegen will, sollte sich – und vor allem dem Kite zuliebe – Zeit zum Kennenlernen des Drachens nehmen: Die Wilde Hilde startet auch bei stärkerem Wind absolut leicht, sie schießt einfach in den Himmel und bleibt da oben stehen. Jetzt sollte man im oberen Bereich des Windfensters seine Reaktionsbereitschaft auf die Geschwindigkeit des Drachens einstellen und sich die Lenkwege aneignen. Wählt man zu lange Lenkwege, verliert er spürbar an Präzision, eventuell stellt sich auch Kontrollverlust durch Strömungsabriss ein. Wer dann nach diesem „Warm Up“ die passenden Lenkwege „drauf“ hat, stellt sehr schnell fest, dass die Wilde Hilde nicht zu den „Dragstern“ unter den Hochgeschwindigkeitsdrachen zählt, die zwar sehr schnell geradeaus fliegen können, aber auf Lenkimpulse oder<br />
wechselhafte Windverhältnisse störan­fällig reagieren.</p>
<p>Die Wilde Hilde verfügt über Allround-Eigenschaften, die das Fliegen mit ihr auch unter widrigen Inland-Wind­verhältnissen zum ungetrübten Erlebnis geraten lassen: Stark auffrischender Wind von 4 und 5 Bft. mit Luftlöchern und in Böen um die 6 Bft. und mehr, 60 Dekanewton, 25 Meter Leinen bis zum Limit, zweiter Knoten der Knotenleiter: Die Hilde schießt in den Himmel. Man sollte sich bei jedem neuen Starkwindflug immer wieder – wie beschrieben – auf den Drachen einstellen. Mit irrer Geschwindigkeit rast die Hilde knapp über dem Boden durch das Windfenster. Dann auf schnellen und kurzen Lenkimpuls hin in die entgegengesetzte Richtung zu fliegen, ist ihre Spezialität. Sie wirbelt herum und schießt ohne Nachwackeln fast auf derselben Höhe parallel zum Boden zurück.</p>
<p><strong>Szenenspiele</strong><br />
Ein Lieblingsmanöver: Mitten im Windfenster rast die Wilde Hilde in Richtung Boden. Kein Nachdenken mehr, Außeneinflüsse aus der Wahrnehmung ausgeblendet, Konzentration, Reaktion in Sekundenbruchteilen. Ein schneller und feinmotorisch präziser Ruck (Lenkweg) rechts, die Hilde vollzieht eine blitzschnelle 90-Grad-Wende (Hand zurück) nach links und fetzt mit einem Meter Entfernung über den Boden. Gänse­hautmanöver: Die Hilde in anderthalbfacher Höhe ihrer Spannweite durch das Windfenster jagen und sie dann nach einer Abwärtsrolle in die andere Richtung weiterrasen lassen. Die Spins der Wilden Hilde sind bei starkem Wind blitzschnell und können nur noch nach Gefühl in die gewünschte Richtung ausgeleitet werden.</p>
<p>Ab 4 Bft. entwickelt die Wilde Hilde einen handfesten Zug, den man einem Drachen dieser Größe kaum zutraut, sodass es spätestens ab 6 Bft. ratsam ist, stärkere Leinen mit 75 Dekanewton zu wählen. Ab zirka 8 Bft., die das Binnenland im Verlauf des Testzeitraums leider nicht hergab, empfehlen sich sogar 100-Dekanewton-Leinen.</p>
<p>Auf Luftlöcher reagiert die wilde Hilde souverän und ohne Strömungsabriss, auf Windböen mit schneller Zunahme von Speed und Power. Ihre Geräuschentwicklung ist gering. Man hört nur ein leises, hochfrequentes Surren. Die Herstellerempfehlung für die Länge der Flugleinen reicht von 25 bis 35 Meter. Gemessen an der Größe des Drachens eignet sich die Länge von 25 Meter am besten, um die Flugpotenziale der Wilden Hilde optimal auszunutzen. Letztlich ist es aber eine Sache der persönlichen Einschätzung und Flugvorlieben, welche Leinenlänge man wählt.</p>
<p><strong>Neue Dimension</strong><br />
Die Wilde Hilde von Space Kites ist auf überdurchschnittlich hohem Niveau bis ins kleinste Detail durchkonstruiert und verarbeitet. Sie belegt eindrucksvoll, dass Hochgeschwindigkeitsfliegen viel mehr sein kann, als nur schnell geradeaus zu fliegen. Mit ihr kann man High-Speed auch auf andere Manöver übertragen, die dann mit höchster Konzentration und ausgefeilter Feinmotorik in Zeitraffer absolviert werden wollen und eine eigene Dimension des Drachenfliegens begründen. Umso bedauerlicher, dass die Wilde Hilde ohne Anleitung geliefert wird, was aber in absehbarer Zeit geändert werden soll.</p>
<p>Insgesamt ist die Wilde Hilde ein großer Drachen im kleinen Kleid, der auch langjährigen und erfahrenen Piloten neue Möglichkeiten eröffnet. Die durchweg sehr beeindruckenden Eigen­schaften der Wilden Hilde in Mate­rialwahl, Verar­beitung und Flugverhalten machen sie zu einer absoluten, ihren Preis mehr als werten Empfehlung.</p>
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		<title>Fire and Ice &#8211; Flames von Robert Brasington</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 10:38:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauen & Fliegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn sich Robert Brasington im heimischen Tasmanien an die Nähmaschine setzt, können Dracheninteressierte sicher sein, dass wieder eine ganz besondere Konstruktion die Werkstatt des findigen Entwicklers verlassen wird. Dabei ist nicht unbedingt die Größe des Drachens spektakulär, vielmehr liegt der&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/bauen-fliegen/fire-and-ice-flames-von-rpbert-brasington/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn sich Robert Brasington im heimischen Tasmanien an die Nähmaschine setzt, können Dracheninteressierte sicher sein, dass wieder eine ganz besondere Konstruktion die Werkstatt des findigen Entwicklers verlassen wird. Dabei ist nicht unbedingt die Größe des Drachens spektakulär, vielmehr liegt der besondere Charme der Brasington-Kites in Form und Farbgebung der leichten Flugobjekte begründet.</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_Fire_and_Ice/aufmacher.jpg" alt="" width="600" /></p>
<div id="bild">
<p><img src="wp-content/files/0110_Fire_and_Ice/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Applikationen wurden sauber ausgeführt</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_Fire_and_Ice/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Stabendtasche aus Dacron</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_Fire_and_Ice/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Das Organza wurde in den Saum eingenäht</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_Fire_and_Ice/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Waageschnur wird durch eine Öse im Segel geführt</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/0110_Fire_and_Ice/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Das Organza des Drachenschwanzes sorgt für schöne Lichteffekte</strong></p>
</div>
<p>Die neueste Kreation aus dem Hause Brasington nennt sich „Flame“ und stellt, wie der Name schon sagt, eine Flamme dar. Die Flame kommt gleich in zwei Versionen daher: Während die „Hot Flame“ ganz in Rottönen gehalten ist, wird die „Cool Flame“ eher mit kühlen Farben aus dem blauen Farbspektrum geziert.</p>
<p><strong>Cool or hot?</strong><br />
Wie auch bei den anderen Drachen aus seinem Portfolio setzt der kreative Designer bei beiden Flames auf die bewährte Zusammenarbeit mit der ­ame­rikanischen Drachenschmiede NewTech Kites. Nach Deutschland ­­werden die Modelle schließlich durch die in Bad Kissingen ansässige Firma Spiel­waren­haus Ahlert gebracht. Das Unternehmen ist Garant dafür, dass die angebotenen Drachen nicht das Budget der Drachenflieger sprengen. Die<br />
beiden Flames machen hier keine Ausnahme. Obwohl es sich um Designer­drachen ­handelt, kommen sie zu einem Preis von unter 40,– Euro pro Stück in den Handel. Und wer sich für die „Cool Flame“ und die „Hot Flame“ im ­Doppel­pack entscheidet, der wird von Ahlert mit einem Rabatt belohnt, denn beide Drachen gibt es dann für knapp 70,– Euro.</p>
<p>Geliefert werden die Flames in einem durchsichtigen Köcher aus Plastik. Da diese Konstruktion über geschweißte Nähte verfügt, hält sich deren Lebensdauer in einem überschaubaren Rahmen. Ein neuer Drachenköcher lässt sich allerdings schnell aus Spinnaker nähen. Ebenfalls nicht recht überzeugen konnte die beigelegte Flugschnur aus gedrehtem Material. Indes, für den Einstieg ins Drachenhobby ist diese absolut ausreichend und für erfahrene Drachenflieger ist es kein Aufwand, auf hochwertigere Leinen umzurüsten. Hier Abstriche zu machen, um die Kosten im Rahmen zu halten, ist absolut legitim.</p>
<p><strong>Die Mischung macht&#8217;s</strong><br />
Das eigentliche Objekt unserer Begierde wurde aus einem interessanten Materi­almix gefertigt. Während das Segel aus Spinnaker-Nylon zusammengesetzt ist, kommt beim Schwanz glänzendes Organza zum Einsatz. Die Drachenstäbe schließlich bestehen aus 3-Millimeter-GFK. Auf dem Segel wurde die Flam­mengrafik mittels Applikations­technik aufgebracht. Auf Kett und Schuss der einzelnen Segmente hat man dabei nicht geachtet. Verbunden wurden die einzelnen Segmente mit einfachem Zick­zack-Stich, überschüssiges Spinnaker hat man sauber und mit ausreichend Zugabe entfernt. Die konkave Segelkante an der Oberseite des Drachens wurde mit einer offenen Kapnaht geschlossen. ­A­n den Außen­seiten des Drachens hat man dagegen mit Saumband gearbeitet, das ­gleichzeitig eine Tasche ­bildet und so den ­äußeren Span­nstab aufnehmen kann. Letzterer verbleibt­ fest im Drachen und wird für den Transport nicht entfernt.­</p>
<p>Der Abschluss des Drachens wurde ebenfalls mit Saumband versehen, wobei man hier gleich den Drachen­schwanz aus Organza mit eingenäht hat. Dieser wiederum ist komplett mit einer offenen Kappnaht versäumt, sodass auch hier eine ausreichende Haltbarkeit gewährleistet ist. Apropos Haltbarkeit – wichtige Stellen des Drachens, wie beispielsweise die Stab­taschen, hat man aus haltbarem Dacron gefertigt. Lediglich die Ösen der Waage­schnur sind ohne Dacron in das Segel gestanzt. Insgesamt machen die beiden Flames einen sehr ordentlichen Ein­druck, was bei einem so niedrigen Ein­stiegs­preis nicht immer zu erwarten ist.</p>
<p><strong>Aufgeflammt</strong><br />
Nach der eingehenden Betrachtung der beiden Brasington-Kreationen ­folgte nun der spannende­ Gang auf die Wiese, um die Flug­leistungen der Drachen zu beurteilen. Der Aufbau der Flames geht kurz und schmerzlos ­vonstatten. Einfach die beiden Spreizstäbe in die für sie vorgesehenen Stabtaschen an der Außenkante des Segels stecken und anschließend in das Eddy-Kreuz des Mittelstabs drücken. Fertig aufgebaut steht der Drachen schon nach wenigen Sekunden vor einem und spannt sich mit 56 auf 79 Zentimeter zur vollen Pracht auf. Klein ist der Drachen dabei ganz gewiss ­nicht, denn der Schwanz aus Organza trägt mit seiner Länge von 570 Zentimeter zur eleganten Erscheinung der Flames bei. Übr­igens: Auf der Rückseite des in der Tasche befindlichen Flyers befindet sich eine englischsprachige Anleitung, sodass auch Einsteiger ins Hobby die Flammen schnell und sicher auf­gebaut haben sollten.­</p>
<p>Der Drachen selbst verfügt über eine Zweipunkt-Waage mit einem festen ­Auf­hänge­punkt für die Flugleine. Letztere wird direkt am dafür vorgesehenen Knoten der Waage befestigt und der Drachen ist klar für seinen ersten Flug. Bedingt durch die handliche Größe der Flames können diese von nur einer Person­ gehandhabt werden.</p>
<p><strong>Zwei-Elementen-Lehre</strong><br />
In der Luft angekommen, sucht sich der Drachen schnell seine Position und steht ruhig am Himmel. Auch Windböen bringen ihn nicht so schnell aus dem Gleichgewicht. Bleibt die Frage nach der Trimmung, schließlich ist der genannte, feste Knoten auf der Waage nicht gerade dazu geeignet, um den Drachen schnell und sicher auf unterschiedliche Winde einzustellen. Aber das Handling der Flames bleibt auch hier unkritisch. Bei dem vom Hersteller angegebenen Wind­bereich von 2 bis 4 Bft. brauchte der Drachen nicht nachgetrimmt zu werden. Man konnte stets die werkseitig eingestellte Waage benutzen. Denn der Drachen biegt sich bei stärkeren Wind­geschwin­digkeiten nach hinten durch und nimmt so Druck aus dem Segel. Erst kurz vor der magischen Marke von 4 Bft. und ganz gewiss über die Herstellerangabe hinaus muss die Waage justiert werden.</p>
<p>Etwas anders sieht es am unteren Ende des angegebenen Windspektrums aus. Die hier angegebenen 2 Bft. erscheinen doch ein wenig zu optimistisch. Die Testdrachen verspürten erst bei einer Brise am oberen Ende der Bft. Lust, sich in die Lüfte zu erheben. Aber auch dies ist ein ordentlicher Wert für einen Drachen, der mit GFK bestückt ist.</p>
<p><strong>Feuersbrunst</strong><br />
In der Luft entfaltet sich sowohl die „Hot Flame“ als auch die „Cool Flame“ zu ihrer ganzen Pracht. Insbesondere die Schwänze aus Organza ziehen die Zuschauer in ihren Bann. Denn diese bewegen sich nicht nur sanft im Wind und folgen den Bewegungen des Drachens – nein – die Sonne zaubert auch ganz besonders schöne Lichtspiele auf den Schwanz und lässt diesen einmal hier, dann wieder da, leicht und schwerelos am Himmel glänzen.</p>
<p>Ebenfalls gut gefällt, dass sich die Flames recht simpel miteinander verketten lassen. Einfach eine zirka 120 Zenti­meter lange Schnur von der ohnehin vorhandenen Flugschnur abgeschnitten, diese an das Eddy-Kreuz des vorderen Drachens und ­an die Waageaufhängung des hinteren Drachens geknotet und los geht’s: das Flames-Gespann steht als Blickfänger am Himmel.</p>
<p><strong>Feuer und Flamme</strong><br />
Für 39,99 Euro beziehungsweise 70,– Euro<br />
bekommt man einen, respektive zwei Designerdrachen aus tasmanischer Konstruktion, die zum einen schnell aufgebaut und einfach zu handhaben sind und zum anderen eine richtig gute Figur in der Luft machen. Die beigelegte Flugschnur samt kurzer Aufbau­anlei­tung macht das Drachenset zudem anfängertauglich.</p>
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		<title>Flotter Dreier &#8211; Leinenschmuck von Colours in Motion</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 18:20:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauen & Fliegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Er ist wohl einer der kreativsten Drachenflieger und -bauer Deutschlands. Mit dem Lochstreifendesign hat er einen ganz neuen Typus auf den Markt gebracht, bei der Bemalung von Spinnaker hat er Maßstäbe gesetzt und auch an klassischen Drachen hat er sich&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/bauen-fliegen/flotter-dreier-leinenschmuck-von-colours-in-motion/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Er ist wohl einer der kreativsten Drachenflieger und -bauer Deutschlands. Mit dem Lochstreifendesign hat er einen ganz neuen Typus auf den Markt gebracht, bei der Bemalung von Spinnaker hat er Maßstäbe gesetzt und auch an klassischen Drachen hat er sich schon versucht. Unlängst konnte er seinen 70. Geburtstag feiern, was ihn nicht davon abhielt,<br />
weiterhin kreativ in der Szene tätig zu sein. Die Rede ist von Willi Koch, der wohl wie kein anderer die deutsche Drachenszene geprägt hat. Sein neuestes Projekt: Leinenschmuck in besonderen Formen, der durch die in Rastede in Norddeutschland ansässige Firma Colours<br />
in Motion auf den Markt gebracht wird.</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/bf_0609/Aufmacher_01.jpg" alt="" width="600" /></p>
<div id="bild">
<p><img src="wp-content/files/bf_0609/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Willi-Koch-Hydroid</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/bf_0609/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Größte im Bunde: Nana Legs Bowl</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/bf_0609/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Qualle fällt durch besondere Detailtreue auf</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/bf_0609/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Stilelemente wurden mit Zickzackstich aufgebracht</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/bf_0609/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Waageaufhängung wurde direkt auf das Dacron der Umrandung aufgenäht</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/bf_0609/07.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Schleppkante wurde mit Kantband versehen</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/bf_0609/08.jpg" alt="" /><br />
<strong>Ein großer Lifter ist nötig, um alle drei Windspiele auf einmal in die Luft zu bringen</strong></p>
</div>
<div>
Colours in Motion kommt dabei mit einer wahren Flut an Willi-Koch-Neuheiten, sodass die Auswahl eines geeigneten Testobjekts schwer fällt. Ein Testobjekt? Zugegeben, wir konnten uns nicht auf nur eines einigen und so gibt es an dieser Stelle gleich drei Willi-Koch-Kreationen zu bewundern: die Nana Legs Bowl, den Hydroid und die Qualle.</p>
<p><strong>Schmuckstücke</strong><br />
Alle drei Modelle werden in einem kräftigen Transportsack aus blauem Stoff geliefert. Daran befestigt ist die Waren­karte, auf Neudeutsch auch Fieldcard genannt. Diese enthält auf ihrer Vorder­seite Angaben zum Inhalt der blauen Tasche und auf der Rückseite eine An­­gabe für den erforderlichen Windbereich des Leinenschmucks. So weit, so gut, der Ersteindruck ist schon einmal recht ansprechend.</p>
<p>Der positive Eindruck setzt sich im Inneren der Tasche fort. Sämtliche Windspiele sind aus weichem Drachen­stoff gefertigt. Einzelne Segmente wurden mit einer offenen Kappnaht vernäht, was durchaus positiv ist, denn bei einer relativ steifen, geschlossenen Kappnaht würde sich das Windspiel weniger deutlich ausformen können. Die Hütchen, Spitzen und Häubchen, die die Nana Legs Bowl und den Hydroid zieren, hat man auf die untere Schicht Stoff aufgesetzt und anschließend mittels einfachen Zick­­zack­stichs dauerhaft fixiert. Die Luftöffnungen für diese Verzierungen bestehen aus passend großen Kreisen, die kalt in die Deckschicht eingebracht wurden.<br />
Gut gefallen hat uns, dass man die Schleppkante der Bowl mit Saumband versehen hat. Die Luftseite wiederum wurde mit gefalztem Dacron verstärkt. Hierauf kamen dann auch gleich die Aufhängungen für die Waageschnüre.</p>
<p><strong>Signalwirkung</strong><br />
Insgesamt macht die Verarbeitung der drei Windspiele einen guten, Vertrauen erweckenden Eindruck. Wichtige Stellen wurden verstärkt, die Aufhängungen ordentlich gelöst und die Nähte sauber verarbeitet. Dass man konsequent rotes Garn benutzt hat, ist wohl dem künstle­rischen Aspekt zuzuschreiben.</p>
<p>Lob verdient Colours in Motion zudem an anderer Stelle: die Aufhängung der Windspiele haben die Rasteder sehr sauber umgesetzt. Hier wurde nicht etwa ein preiswerter Wirbel verwendet, der schon nach kurzer Zeit seinen Dienst quittieren würde, nein, hier hat man keine Kosten gescheut und kugelgelagerte Wirbel der kräftigen Sorte verbaut. Und da Colours in Motion den Käufer schon einmal verwöhnt, kann dieses Programm auch gleich fortgesetzt werden. Damit das Windspiel ordentlich in die Drachen­­leine einzuhängen ist, gehört auch noch ein Alukarabiner zur Grundausstattung des Rundum-sorglos-Pakets. Genauso sollte Leinenschmuck auf den Markt gebracht werden.</p>
<p><strong>Qualle</strong><br />
Ein paar Worte extra verdient die Qualle. Ist sie auf den ersten Blick der unscheinbarste Leinenschmuck des Trios, so bezaubert sie erst auf den zweiten Blick durch ihre Detailtreue, insbesondere durch die acht Tentakel. Zum einen sind diese nicht einfach aus Spinnaker ausgeschnitten und an den Körper der Qualle genäht worden. Vielmehr griff Colours in Motion auf einen Trick zurück, um der Qualle ein wenig mehr Pep zu verleihen. Während die eine Seite der Tentakeln einfach um­gelegt und gesäumt wurde, kam auf der anderen Seite Kantband zum Einsatz. In dieses hat man nun den Stoff der Tentakel eingelegt, – aber nicht so, wie man es eigentlich erwartet hätte – sondern er wurde ein wenig gerafft. Heraus kommt eine gewollte Falten­bildung, die dem Tentakelarm zusätzliche Struktur verleiht. Eine tolle Idee.</p>
<p>Zum anderen kam bei den Tentakeln die Sprühpistole zum Einsatz. Diese verleiht dem Arm einen Farbverlauf, der auf der einen Seite bei Rot beginnt und zur anderen Seite sanft ins Weiß ausläuft. Solch ein kreatives Stilelement konnte bis dato bei noch keinem Windspiel beobachtet werden, weshalb dem Duo Koch/Colours in Motion an dieser Stelle ein extra Lob für diese Innovation gebührt.<br />
<strong><br />
Nana Legs Bowl</strong><br />
So richtig spannend wird es aber erst, wenn man auf der Drachenwiese angekommen ist und endlich sein neues „Spielzeug“ auspacken darf. Als Lifter kam ein normaler Parasled der 260-Zentimeter-Klasse zum Einsatz, der ordentlich Zug auf die 120-Kilogramm-Schnur ausübte. Für einzelne Windspiele ist auch ein kleinerer Lifter vollkommend ausreichend, da wir jedoch alle drei Kreationen gleichzeitig in der Luft haben wollten, musste ein etwas größerer Himmelsanker benutzt werden.</p>
<p>Dank des zuvor beschriebenen Rundum-Sorglos-Pakets ist die Nana Legs Bowl schnell an die Leine des Lifters gehängt und ebenso prompt füllt sie sich mit Luft. Auf stolze 160 Zentimeter faltet sich die Bowl innerhalb kürzester Zeit auf. Die Schaufeln an den Luftein­tritts­öffnungen überlappen dabei nur einwenig,sodassdieRotationsgeschwindig­keit des Windspiels mäßig ausfällt. Aber dies war wohl auch im Sinne des Erfinders. Geliefert wird die Nana Legs Bowl im Übrigen in einer blauen Grundfarbe mit rot, orangenen und gelben Aus­buchtungen.</p>
<p><strong>Wind-Spiel</strong><br />
Ebenfalls schnell an der Leine und mit Luft gefüllt ist der Hydroid, das weiße, längliche Windspiel mit bunten Armen und Häubchen. Die Schaufeln dieses Leinenschmucks überlappen deutlich mehr, sodass eine höhere Rotations­geschwindigkeit die Folge ist. 80 Zentimeter misst der Hydroid im aufgeblasenen Zustand und kommt dann auf eine Länge von 170 Zentimeter.</p>
<p>Last, not least, die Qualle, die schon bei der Baubewertung überzeugen konnte. Sie ist die Kleinste im Bunde, wenngleich sie ihren größeren Windspiel-Kollegen in nichts nachsteht. Einem Durchmesser von 55 Zentimeter steht hier eine Länge von 150 Zentimeter gegenüber. Die zuvor beschriebene besondere Ausfor­mung und Farbgebung der Tentakel kommt in der Luft besonders gut zur Geltung. Vor allem der Kopf der Qualle verdient Beachtung. Er ist richtig ausgeformt und mit einer inneren Struktur versehen. So bläht sich der äußere Körper durch die einströmende Luft zur runden Form eines Quallenkopfs auf. Gleichzeitig sorgen jedoch die angebrachten Waage­schnüre dafür, dass sich speziell geformte Spinnaker-Paneele im Inneren des Kopfs gegen den Wind aufrichten. Verbunden mit dem Spiel der Tentakel entsteht so ein vorbildgetreuer Eindruck einer Qualle.</p>
<p><strong>Daumen hoch</strong><br />
Summa summarum – die neuen Wind­spiele von Willi Koch aus dem Hause Colours in Motion verdienen einen dicken, nach oben gestreckten Daumen. Qualitativ hochwertig verarbeitet, gut durchdacht und dank Kugellagerwirbel und Alukarabiner auch konsequent umgesetzt, kann man diesen Leinenschmuck uneingeschränkt empfehlen. Und dass gute Qualität nicht unbedingt teuer sein muss, zeigt am Ende ein Blick auf den Kassenzettel. Hier schlägt die Nana Legs Bowl mit 69,– Euro, der Hydro­id mit 60,– Euro und die kecke Qualle mit 30,– Euro zu Buche.</p>
</div>
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		<title>Paradiesvogel &#8211; Papagei von Gomberg Kite Productions International</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 12:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauen & Fliegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei den deutschen Meisterschaften 2007 schrammte er noch ganz knapp am Podium vorbei und belegte den 4. Platz in der Kategorie „Bester stabloser Drachen“. Über dem großen Teich, bei Gomberg Kites Productions International, ist er dagegen die Nummer eins: Die&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/bauen-fliegen/paradiesvogel-papagei-von-gomberg-kite-productions-international/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bei den deutschen Meisterschaften 2007 schrammte er noch ganz knapp am Podium vorbei und belegte den 4. Platz in der Kategorie „Bester stabloser Drachen“. Über dem großen Teich, bei Gomberg Kites Productions International, ist er dagegen die Nummer eins: Die Rede ist vom Papagei, der von Harm-Dierk Otte aus Dörverden bei Bremen erdacht und entwickelt wurde und nunmehr durch David Gombergs Drachenmanufaktur in den Handel kommt. Sport &amp; Design Drachen hatte die Gelegenheit, einen genauen Blick auf den bunten Vogel zu werfen.</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/bf_0509/aufmacher.jpg" alt="" width="600" /></p>
<div id="bild">
<img src="wp-content/files/bf_0509/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Pupille des Auges ist dreidimensional</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0509/02.jpg" alt="" /><br />
<strong> Die Waage-Aufhängung wurde mit einem einfachen Saum vernäht</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0509/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Sehr saubere Fertigung des Lufteintritts</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0509/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Gomberg- und Dingwerth-Drachen beim Familienausflug</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0509/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Ein Blick ins Innere offenbart die Verstärkungsschnüre</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0509/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Top-Wertung für die runden Segmenten des Flügels</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0509/07.jpg" alt="" /><br />
<strong>Im Schwanzbereich wurde dagegen appliziert</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0509/08.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Flügel sind an den Körper angelegt, was schon bei wenig Wind für Flügelschlagen sorgt<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0509/09.jpg" alt="" /><br />
<strong>Aufhängung des Schleppschwanzes<br />
</strong></p>
</div>
<p>Die Geschichte, die hinter dem Papagei steht, ist dabei so spannend wie Harm-Dierks Drachen selbst. Auf Fuerteventura findet alljährlich zur Herbstzeit ein Drachenfest statt. Viele Ideen für schöne Drachen, wie beispielsweise den Leguan von Sport &amp; Design Drachen-Autor Bernhard Dingwerth, wurden hier geboren. Bei dem Papagei war es nicht anders – in fröhlicher Runde wurde ein gefiedertes Stofftier bestaunt und schon kurze Zeit später flatterten seine Artgenossen aus Spinnaker am<br />
deutschen Drachenhimmel. Doch nicht etwa eine Konstruktion, nein, gleich deren drei sind aus dem Ei geschlüpft: Steffen Gaubatz aus Dresden entwarf einen<br />
Papa­gei mit langen, ausgestellten Flügeln, während die Version von Bernhard Dingwerth aus Kassel eher über kleinere Flügel verfügt (Bauplan in KITE &amp; friends 01/2009). Harm-Dierks Variante wiederum weicht bei den Flügeln von seinen Artgenossen ab: Diese sind nicht ausgebreitet, sondern an den Körper angelegt, was dem Drachen insgesamt ein schönes Flugbild verleiht.</p>
<p><strong>Größer als erwartet</strong><br />
Doch der Reihe nach. Betrachten wir den Drachen aus dem Hause Gomberg Kite Productions International einmal genauer. Geliefert wird er in einem stabilen Nylonsack, wobei das komplette Paket 1.100 Gramm auf die Waage bringt. Im Inneren des Beutels findet sich der eigentliche Papagei samt Schleppsack wieder. Auf eine Anleitung sowie eine Schnur wurde verzichtet, was bei Drachen dieses Typs jedoch nicht unüblich ist.</p>
<p>Gomberg gibt den Papagei mit einer Länge von 10 feet, also etwas mehr als 300 Zentimeter, an. Dies verwundert, denn schließlich sieht Harm-Dierks Drachen schon am Boden deutlich größer aus als die, nicht im Handel erhältliche, 350 Zentimeter-Version des Dingwerth-Papageis. Und wirklich, das Metermaß bringt es an den Tag: gemessen von Stirn bis zur Schwanzspitze bringt es der Vogel aus den USA auf stolze 450 Zentimeter. Das Auge hat also doch nicht getäuscht. Hier fällt mal wieder auf: Es kommt immer drauf an, wie gemessen wird.</p>
<p><strong>Federkleid</strong><br />
Bei den Farben haben Drachenfreunde im wahrsten Sinne des Wortes die Qual der Wahl. Geliefert wird der Papagei von Haus aus in einem roten Gefieder, das durch gelbe und grüne Segmente an Flügel und Schwanz unterbrochen wird. Gomberg liefert diesen Drachen jedoch auch custom made, das heißt ganz nach den Farbwünschen des jeweiligen Käufers. Und das ohne Aufpreis – Service am Kunden, wie er besser nicht sein könnte.</p>
<p>Der erste gute Eindruck setzt sich bei der Verarbeitung des Drachens fort. An der Stirnseite befindet sich ein Reißverschluss, der das Be- und Entlüften des Einleiners erleichtert. Auch eventuell anstehende Reparaturen können über diesen durchgeführt werden. Für einen solchen Arbeitseinsatz, der hoffentlich niemals eintritt, wäre jedoch ein etwas größerer Reißverschluss wünschenswert. Platz ist hierfür auf der Stirn genügend vorhanden. Der Verschluss ist sauber in das Segel eingefügt, Falten oder Kanten sind nirgends zu entdecken. Lediglich in der Farbe hätte er angepasst werden können, denn so sticht das Weiß schon ein wenig hervor.</p>
<p><strong>Mit großen Augen</strong><br />
Bei den Nähten, die typisch für stablose Drachen in einfacher Form ausgeführt worden sind, gibt es keine Beanstan­dungen. Diese Arbeiten hat man sorgfältig unternommen und wichtige Stellen des Segels zudem mit aufgenähter Schnur verstärkt. Die Aufhängung der Waage besteht aus Laschen, die man zusammen mit den Segmenten einfach vernäht hat. Würde der Papagei mehr Zug aufbringen, hätte man an den Stellen der Waage-Aufhängung vielleicht über einen doppelten Saum nachdenken können.</p>
<p>Die Augen sind in Applikationstechnik ausgeführt, wobei der überschüssige Stoff hinter den blauen Augensegmenten nicht entfernt wurde. Dafür ist die schwarze Pupille dreidimensional gefertigt. Eben­falls aus Applikationen besteht der Schwanzschmuck. Leider wurde auch hier auf die Entfernung des überschüssigen Spinnakers auf der Rückseite verzichtet und somit leuchten die gelben und grünen Segmente des Schwanzes nicht ganz so, wie es eigentlich sein könnte. Ein kleiner Schönheitsfehler, der den guten Gesamt­eindruck jedoch nicht beeinträchtigt.</p>
<p><strong>Verarbeitung: top</strong><br />
Bei den Flügeln geht Gomberg Kite dagegen einen anderen Weg. Hier wurde auf Applikationen verzichtet und sämtliche Segmente wurden vernäht. Und das sehr konsequent. Auch die runden Teile wurden nicht etwa aufgesetzt und mit schneller Segelmachernaht befestigt, nein, auch diese Zonen des Drachens hat man mit ordentlicher Naht versehen – das gefällt.</p>
<p>Auf der Brust wiederum befinden sich die großen Löcher für den Lufteintritt. Diese wurden auf der Frontseite mit Hilfe von Gaze verstärkt. Diese Löcher wurden sehr sauber mittels einer Doppelstich-Naht in den Drachen eingepasst. Auf der Rückseite hat man zudem ein farblich passendes Spinnakersegment als Ventilklappe eingesetzt. Für diese Ausführung gibt es eine Topbewertung – genauso hat der Lufteintritt an modernen Stablosen auszusehen. Der Schleppschwanz schließlich ist dem Drachen farblich angepasst. Front- und Endseite wurden doppelt gesäumt, die einzelnen Paneele mittels einfacher Naht zusammengesetzt.</p>
<p><strong>Zugvogel</strong><br />
Die Stunde der Wahrheit naht mit dem Gang auf die Drachenwiese. Wird der Papagei den bis dahin guten Gesamteindruck aufrecht erhalten können? Dem Hinweis auf Gombergs Homepage (<a href="http://www.gombergkites.com" target="_blank">www.gombergkites.com</a>) folgend, starten wir zunächst einen Lifter, in dessen Leine wir den Papagei einhängen können. Gestaltete sich der Start des Lifterdrachens noch recht einfach, musste beim Einhängen des Vogels erst einmal Zubehör aus der Ersatzteilkiste her. Zwar verfügt der Papa­gei über eine Lifteraufhängung, diese ist sogar sehr schön aus einer Dreipunkt-Waage gefertigt, jedoch wurde auf einen Karabinerhaken oder Clip verzichtet. Bei einem Drachen dieser Preisklasse ist dieser eigentlich zu erwarten. Nachdem diese Klippe umschifft war, ging alles sehr schnell: die Waage wurde von der Hexenleiter genommen, der Drachen über den Reißverschluss belüftet und anschließend entlang der Lifter­­leine auf Höhe gebracht.</p>
<p>Hier macht der Papagei eine richtig gute Figur. Stolz hebt er seinen Kopf und fängt an, mit seinen Flügelspitzen zu schlagen. Das ist ein Drachen so recht nach dem Geschmack der Zuschauer. Eine tolle Sache! Frischt der Wind auf, nimmt der Papagei auch diese Böen gemütlich mit. Dem Lifter sei dank hält sich der Vogel wacker in der Luft. Ein anderes, konstruktionsbedingtes Merkmal tritt jetzt jedoch unschön hervor: Da der Schnabel vor der Lufteintrittsöffnung liegt, reicht der Innendruck bei starken Wind nicht mehr aus, um den Schnabel in Form zu halten. Dieser wird dann zusammen­gedrückt, was dem Flugbild des Papageis etwas abträglich ist. Besser wäre es hier gewesen, wenn Gomberg dem Schnabel ein Innenventil spendiert hätte.</p>
<p><strong>Flügelschlagen</strong><br />
Von den guten Flugeigenschaften des Papageis ermutigt, wird in der nächsten Testphase der Lifter abgenommen. Und siehe da, der richtige Wind und eine ordentliche Waage-Einstellung vorausgesetzt, fliegt der Vogel auch ohne Lifter-Drachen. Dazu sei allerdings bemerkt, dass wir den Drachen ausschließlich an der Küste ausprobiert haben. Im Binnenland wird man um den Einsatz eines Lifters wohl nicht herumkommen.</p>
<p>Für 450,– Dollar, ungefähr 317,– Euro, erhält man einen wunderschönen, stablosen Drachen, der sauber gefertigt ist und viel Spaß bereitet. Zudem ist die Option, den Drachen nach eigenen Farbwünschen gefertigt zu bekommen, ein echter Pluspunkt und definitiv ein Kaufanreiz. Mit moderaten Zugkräften wird er auch Einsteiger im Bereich der stablosen Drachen nicht überfordern. Außerdem spricht das wunderschöne Flugbild für sich. Wünschenswert wäre nur das besagte Innenventil am Schnabel. Ansonsten kann der Papagei rundherum empfohlen werden und dank des für Europäer günstigen Dollarkurses sollten schon bald mehr dieser schönen Vögel hierzulande am Himmel stehen.</p>
<p><img src="wp-content/files/bf_0509/fakten.jpg" alt="" width="230" style="margin-top:10px" /><br />
<img src="wp-content/files/bf_0509/bezug.jpg" alt="" width="230" /></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Rhythmusgefühl &#8211; Inventos Limbo als Gespann</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 11:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauen & Fliegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Invento hat dieses Jahr den neuen Limbo im Programm. Ein Einsteigerdrachen der RTF für sagenhafte 29,98 Euro in die Läden kommt. Da es den Limbo in drei ansprechenden Farbkombinationen gibt, haben wir daraus kurzerhand ein Gespann gebaut und zum Tanz&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/bauen-fliegen/rhythmusgefuhl-inventos-limbo-als-gespann/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Invento hat dieses Jahr den neuen Limbo im Programm. Ein Einsteigerdrachen der RTF für sagenhafte 29,98 Euro in die Läden kommt. Da es den Limbo in drei ansprechenden Farbkombinationen gibt, haben wir daraus kurzerhand ein Gespann gebaut und zum Tanz aufgefordert. Mal sehen, ob auch Einsteiger mit dieser kostengünstigen, aber dennoch hochwertigen Entwicklung fliegen können.</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/bf_0409/aufmacher.jpg" alt="" width="600" /></p>
<div id="bild">
<img src="wp-content/files/bf_0409/01.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/bf_0409/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Neben Neon-Grün gibt es den Limbo noch in Blau und Rot<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0409/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Außergewöhnlich gute Näharbeit für einen Einsteigerdrachen</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0409/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Mit dieser Nase aus solider Lkw-Plane, Dacron und Kevlar ist man als Anfänger speziell für die ersten Flüge gewappnet</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0409/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Lufttaschen zum Bremsen des Limbos<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0409/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Saubere Kreuzlösung<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0409/07.jpg" alt="" /><br />
<strong>Fliegen wie auf Schienen – die Limbos harmonieren geradezu virtuos miteinander<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0409/08.jpg" alt="" /><br />
<strong>So werden die Koppeltampen befestigt<br />
</strong><br />
<img src="wp-content/files/bf_0409/check.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/bf_0409/check2.jpg" alt="" />
</div>
<p>Der Limbo ist ein Drachen für Hobby-Neulinge. Das ist klar daran zu erkennen, dass er komplett mit einem bruchfesten 5-Millimeter-Vollglasfiebergestänge ausgerüstet ist. Hinzu kommen eine Sicherung durch Klettband und eine Nase aus solider Lkw-Plane unterlegt mit mehreren Schichten Dacron und Kevlar. Die perfekt ausgeschnittenen zwölf Paneele aus schwerem Ripstop-Polyestertuch sind dabei in hervorragender Qualität mittels geklebter Segelmachernaht verbunden. In den Flügelspitzen wurden Lufttaschen aufgenäht, die die Endkante stabilisieren und dafür sorgen, dass der Drachen leise fliegt und nicht flattert. Die untere Querspreize ist durchgehend und mittels eines Gummirings gesichert.</p>
<p><strong>Stabile Konstruktion</strong><br />
Die Dreipunkt-Waage mit zusätzlichem Halteschenkel zu der Leitkante fängt das weiche Gestänge gut ab. Verschraubte Stand-Off-Halter sorgen dafür, dass keine Teile bei einem Crash verloren gehen, die hauseigenen Verbinder halten die Stäbe ausgezeichnet fest zusammen. Bei den Leitkantenausschnitten für die Verbinder wurde für ausreichend Platz gesorgt. Die Schleppkanten sind doppelt umgelegt und mit engem Stich vernäht. Mit dieser Technik bleibt der Drachen leise, obwohl er keine Saumschnur hat. Die Leitkanten wiederum werden mit Gewebegummis abgespannt, um bei einem Leitkanten­aufprall einen Bruch zu vermeiden.</p>
<p>Hervorzuheben ist die außergewöhnliche Klebequalität der Stopperclipse. Bei den Tests wurde der Limbo bei über 4 Bft. mehrfach absichtlich hart in den Boden gerammt, so wie es Einsteigern passieren kann. Unter diesen Extrembedingungen hat sich weder ein Clip gelöst, noch ist<br />
ein Stab gebrochen. Nur selten ist mal ein Stab aus den Verbindern gerutscht und wenn, dann weit am Segel vorbei. Die Klettbandabspannung des Kielstabs hielt ebenfalls der etwas „rüden“ Behandlung stand. Das Band löste sich und verhinderte so Beschädigungen am Kielstab. Sehr beeindruckend.</p>
<p>Der Limbo ist in drei unterschiedlichen Farbvarianten erhältlich, nämlich in Neon-Grün, Blau und Rot gemischt mit Weiß, Grau und Schwarz. Der farbige Teil bildet jeweils ein gestrecktes M.</p>
<p><strong>Ready to start</strong><br />
Der Aufbau des Limbos verläuft dank der sehr guten und in mehreren Sprachen mitgelieferten Anleitung von Invento problemlos. Lediglich mit der Gummi­siche­rung in der Mitte der unteren Querspreize könnten einige Piloten beim Aufbau Schwierigkeiten haben, da zum Einsetzen etwas Kraft nötig ist. Die mitgelieferten dehnungsarmen Dyneemaleinen auf einem Winder waren bei allen drei Testmodellen exakt gleich bemessen und mit 25 Meter Länge und 40 Kilogramm Bruchlast perfekt für den Einstieg geeignet. Statt-20 Meter-Leinen, wie sie auf den Fieldcards angekündigt waren, gehörten 25-Meter-Leinen zum Lieferumfang. Die Kürzeren wären für Einsteiger auch weniger passend, da der Weg nach unten kaum Korrekturmöglichkeiten erlaubt hätte. Die mitgelieferten ungepolsterten Hand­schlaufen eignen für den Limbo im Soloflug besonders gut. Sie vermitteln ein gutes Feedback zum Drachen.</p>
<p><strong>Solotanz</strong><br />
Nach dem Auslegen der Leinen und dem Anbuchten dieser an Kite und Griffe kann es losgehen: Der Spaß beginnt wie von Invento angegeben bei 2 Bft. Ein beherzter Zug an den Leinen und der Limbo steigt ohne wegzudrehen oder zu wackeln sauber in den Himmel, wo er zwar bei wenig Wind noch nicht stehen bleibt, aber auch nicht wegtrudelt. Man kann ihn durch die recht großzügigen Lenk­bewe­gungen schön auf Strömung halten und merkt sofort, dass der 156 Zentimeter kleine Ein­steigerdrachen präzise fliegt. Saubere Geraden, Spins fast innerhalb des Segels und auch Ecken lassen sich mit ihm in den Himmel zeichnen. Die Kreispräzision ist für einen 30-Euro-Drachen wirklich beeindruckend. Scharfe Push/Pull-Befehle mag der Limbo jedoch aufgrund seines weichen Gestänges nicht besonders. Was aber nicht weiter negativ auffällt.</p>
<p>Die Fluggeschwindigkeit des Limbos ist für einen Einsteigerkite recht spritzig. Auch die „Windfänger“ an den Flügel­spitzen ändern daran nur wenig. Langeweile mit ist mit diesem Kite ein Fremdwort. Bei zunehmendem Wind ab 4 Bft. legt er sogar richtig los und baut weiter Zug auf. Das gute Feedback über die Leinen lässt Anfänger nach kurzer Einweisung sofort mit dem Limbo zurechtkommen. Schnell bekommen sie das gute Gefühl, dass der Kite einige „Fehlflüge“ verträgt und sich somit gut zum Üben eignet.</p>
<p>Über 4 Bft. wird der Limbo nicht viel schneller, legt aber an Zugkraft noch­­mals zu, sodass die ungepolsterten Schlau­fen durchaus in die Hände „beißen“ können. Die Waage ist durch einen Schiebeknoten an den vorherrschenden Wind anzupassen. Aber nur geringfügig, denn die Halteleine für die Leitkante hat eine feste Länge. Während unserer Tests ließ sich im Übrigen mit der Grundeinstel­lung ein großer Windbereich problemlos abdecken. Sogar einfache Tricks klappen mit dem Limbo problemlos.</p>
<p><strong>Dreier-Konstellation</strong><br />
Bevor man die Gespanntauglichkeit des Limbos testen kann, ist es notwendig, etwas zu basteln: Benötigt werden zirka 30 Meter 70-Kilogramm-Waageleine, ein Zollstock, ein Cutter und ein Feuerzeug. Da die Limbos keine eigenen Tampen haben, an denen man die Koppelleinen befestigen kann, benötigen wir insgesamt 20 Tampen (fünf für den Leitdrachen, zehn für den Mittleren und fünf für den Folgedrachen). Zu empfehlen ist, jeweils Stücke mit dem Cutter in der Länge von 35 Zentimeter abzuschneiden. Die Enden werden gleichmäßig mit dem Feuerzeug erhitzt, damit sie später nicht ausfransen. Diese 20 Leinenstücke sind nun am Ende gleichmäßig zu verknoten. Im Abstand von 2 Zentimeter wird jeweils ein weiterer Knoten gesetzt. Dieser dient dazu, das Gespann später besser an den vorherrschenden Wind anpassen zu können.</p>
<p>Wenn alle Tampen fertig gestellt sind, können wir sie bereits an den Drachen befestigen. Fünf Stück werden jeweils auf die Rückseite des Leitdrachens befestigt: Zwei oberhalb des Verbinders für die obere Querspreize, zwei unterhalb des Verbinders für die untere Querspreize und einer unterhalb des Kreuzes. Die Tampen werden einfach um den Stab gebuchtet (also genau so wie bei den Flugleinen). Beim mittleren Drachen ist dieser Vorgang zu wiederholen, nur, dass hier fünf Tampen auf die Vorderseite angebracht werden und fünf auf der Rückseite. Beim Folgedrachen zeigen die Tampen natürlich nach vorne.</p>
<p><strong>Durchgekoppelt</strong><br />
Da alle drei Limbos gleich groß sind, muss man längere Koppelleinen wählen als bei einem progressiven Gespann. Denn sonst nehmen sich die Drachen gegenseitig zu viel Wind. Wir haben deswegen für unser Gespann Koppelleinen in der Länge von netto 180 Zentimeter gewählt. Für das Dreiergespann benötigt man demnach zehn solcher Leinen, die wie folgt herzustellen sind: Je nach Qualität und dicke der Waageleine kann es zu leichten Unterschieden kommen. Was sich jedoch nicht weiter negativ auswirkt. Es sind zehn Leinen zu jeweils 204 Zentimeter abzuschneiden. Die Enden werden auch hier wieder mit dem Feuerzeug erhitzt. Alle 10 Zentimeter auf jeder Seite macht man einen Knick und zieht eine Schlaufe, indem ein Knoten gesetzt wird.</p>
<p>Nun stellen wir die aufgebauten Drachen in einer Reihe auf und buchten die Koppelleinen jeweils an den kürzeren der beiden Knoten der Tampen. Beim Folgedrachen werden allerdings an den beiden Tampen der oberen Querspreize die längeren Knoten verwendet, damit der hintere Limbo etwas steiler zum Wind steht als die Vorderen. Wichtig ist auch, den Leitdrachen an dem Schiebeknoten zirka einen Zentimeter flacher zu stellen.</p>
<p><strong>Choreographie zu dritt</strong><br />
Ein Gespann braucht normalerweise immer ein wenig mehr Wind als Soloflieger. Umso überraschter waren ­<br />
wir, als das Gespann sich nach einem festen Ruck und gleichmäßigem Rück­wärtslaufen beim Start ohne Probleme in die Lüfte erhob und dort ohne große Eigenbewegung zu halten war. Der Zug auf den Leinen war dabei angenehm und die dünnen mitgelieferten Leinen reichten völlig aus. Ein Bft. mehr und das Gespann fliegt wie auf Schienen. Alle drei Limbos harmonieren ab 3 Bft. gut mit­einander. So bricht selbst bei engen<br />
Spins keiner der Dreien aus und das Gespann bleibt eine Einheit. Die Flug­geschwindigkeit ist dabei kaum langsamer als im Soloflug, was wirklich verblüfft. Die gute Präzision wie bei einem einzelnen Drachen bleibt erhalten.</p>
<p>Dank des schönen Designs ist das Flug­bild harmonisch und wirkt geradezu majestätisch. Lediglich das Parken des Gespanns am Zenit ist nur mit ein wenig Bewegung möglich. Für den Flug bei 3 und mehr Bft. reichen allerdings die<br />
mitgelieferten 40-Kilogramm-Leinen leider nicht mehr aus, denn der Zug nimmt enorm zu. Um ein Reißen der Leinen zu vermeiden, haben wir fortan 100-<br />
Kilogramm-Leinen verwendet und dazu Powergrips angebuchtet, da ungepolsterte Schlaufen in diesem Fall zu sehr in die Hände schneiden.</p>
<p>Bei 4 Bft. ist die mögliche Belastbarkeit des Leitdrachens erreicht. Dennoch muss dann noch lange nicht Schluss sein mit dem Limbo-Spaß. Will man das Gespann bei höheren Windgeschwindigkeiten fliegen, sollte man die untere Querspreize durch einen 6-Millimeter-Carbonstab<br />
er­­set­zen. Mit etwas Kraft geht auch der  6-Millimeter- in den vorhandenen 5-Millimeter-Verbinder hinein. Denn mit einem steiferen Kiel kann man das Gespann an den Knotenleitern der Tampen am Kreuz für mehr Wind trimmen. Dazu müssen lediglich bei den Tampen am Leitdrachen alle Koppel­leinen bis auf die am Kreuz einen Knoten länger gesetzt werden.<br />
<strong><br />
Grundkurs bestanden</strong><br />
Wir und vor allem die für den Test hinzugezogenen Einsteiger hatten mit den Limbos ihren Spaß. Beschwerden gab es keine. Über ein Ready-to-Fly-Einsteiger-Set für unter 30,– Euro in dieser Ver­arbeitungsqualität kann man absolut nicht meckern. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hervorragend. Das besonders gute Flugverhalten des Drei­erge­spanns überrascht sogar gestandene Drachenflieger.</p>
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		<title>Tattoo you &#8211; Tattoo II von Invento</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 12:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauen & Fliegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Als die Rolling Stones 1981 ihr 16. Album mit dem Namen Tattoo You veröffentlichten, dachte mit Sicherheit noch niemand daran, dass es eines Tages einen Stuntkite geben könnte, der auf den Namen Tattoo hört. Dennoch ist dieser Drachen aus der&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/bauen-fliegen/357/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als die Rolling Stones 1981 ihr 16. Album mit dem Namen Tattoo You veröffentlichten, dachte mit Sicherheit noch niemand daran, dass es eines Tages einen Stuntkite geben könnte, der auf den Namen Tattoo hört. Dennoch ist dieser Drachen aus der Entwicklungs­küche Michael Tiedtkes inzwischen ein Klassiker, der in seiner zweiten Auflage genauso wenig von seiner Attraktivität eingebüßt hat, wie der Stones-Hit „Start Me Up“.</strong>
<div id="bild"><img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/tattoo/aufmacher.jpg" alt="" width="600" /><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/tattoo/01.jpg"><br />
<strong>Der Tattoo II besticht durch sein klares Segeldesign</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/tattoo/02.jpg"><br />
<strong>Makellos – die Verarbeitung der Drachennase weist keinerlei störende Überstände auf</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/tattoo/03.jpg"><br />
<strong>Die Stabtaschenausschnitte sind durch eine Lage Dacron verstärkt. Mit Hilfe der Knötchenleiter kann die Waage schnell und präzise getrimmt werden</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/tattoo/04.jpg"><br />
<strong>Die Abspannung des Kielstabs erfolgt durch einen Klettverschluss</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/tattoo/05.jpg"><br />
<strong>Der markante Aufdruck verleiht dem Tattoo II seinen Namen</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/tattoo/06.jpg"><br />
<strong> Spike!</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/tattoo/07.jpg"><br />
<strong>Durch das pfiffige Schleppkanten-Spannsystem kann der Tattoo II flüsterleise oder brummelnd eingestellt werden</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/tattoo/08.jpg"><br />
<strong>Der ideale Tattoo-Pilot genießt es, bei leichtem Wind den Kite zu fliegen</strong>
</div>
<p>Start Me Up – das soll der Startschuss sein und damit wollen wir gleich loslegen, den Tattoo II einer eingehenden Untersuchung zu unterziehen. Schon beim ersten Betrachten des fili­­gran aufgebauten Kites wird klar, dass der Tattoo II nicht für die harten Küsten­winde, sondern viel eher für die schmeichelnden, sanften Binnenlandbrisen gebaut ist. Das Segel besteht aus dem leichten, feuchtigkeitsabweisenden, dehnungsarmen und nahezu luftundurchlässigen High-End-Polyestertuch Icarex PC31. Um Gewicht und überflüssige Nähte zu sparen, wurde dieses Segel aus nur drei, in Segelmachertechnik verbundenen Paneelen, gefertigt. Auch die Dacron-Verstärkungen in den Stab­kreu­zungszonen wurden eher klein gehalten und das mitten auf dem Segel prangende Tattoo, das unserem Testkandidaten seinen Namen gab, wurde nicht appliziert, sondern aufgedruckt.<br />
<strong><br />
Leichtgewicht</strong><br />
Gewichtsersparnis wurde auch beim Saum der Schleppkante groß geschrieben, in den eine trimmbare Saumschunr eingelegt ist, die es den Piloten erlaubt, den Tattoo II in leichtem Wind flüsterleise oder bei einer frischeren Brise sanft schnurrend zu fliegen. Dieser Saum wurde in klassisch-bewährter Weise geschlossen ausgeführt, während man sonst bei vielen aktuellen Modellen eine Einfassung mit Saumband vorfindet. Diese ließe sich zwar schneller herstellen, doch wäre sie deutlich schwerer. Auch bei den Leitkantenstabtaschen wurde darauf ge­­achtet, überflüssiges Gewicht zu vermeiden. Diese wurden statt aus Dacron aus einem kräftigen 42-Gramm-Spinnaker angefertigt. Lediglich im Bereich um die Ausschnitte für die bestens passenden und sorgfältig gestoppten Spreiz­verbinder wurde eine Dacron-Verstärkung aufgesteppt, sodass auch dann, wenn sich infolge eines harten Sturzes einmal ein Stopper lösen sollte, die Stabtasche gut geschützt ist und nicht reißen kann.</p>
<p>Das bis auf die unteren Spreizen, die aus 5 Millimeter starkem CFK-Rohr bestehen, durchgehend auf 4 Millimeter dünnen Kohlefaserrohren aufgebaute Gestänge des Tattoo II ist zwar leicht, doch jederzeit stabil genug, die ein oder andere kräftige Brise locker wegstecken zu können. Während des Tests strapazierten wir unseren Testdrachen bei durchaus kräftigem Wind um die 25 Stundenkilometer, ohne dass er sich beschwert – sprich: unwirsch mit den Flügeln geschlagen – hätte.</p>
<p><strong>Perfekt getrimmt</strong><br />
Dass der Tattoo auch bei viel Wind stabil bleibt, verdankt der ausgesprochene Leichtwindkite seiner Gleitwaage, bei der ein dritter Schenkel entlastend im mittleren Bereich der Leitkante angreift. Diese Waage war von Haus aus sehr gut vorgetrimmt, ist aber bei Bedarf durch Knötchenleitern an den oberen Spreiz­verbindern schnell und präzise an den vorherrschenden Wind oder die persönlichen Vorlieben anzupassen. Während des Tests war solch eine Nachjustierung nur dann nötig, wenn der Wind zur Flaute zu werden drohte. Dann erzeugte der Tattoo II mit einer extrem flachen Waage­einstellung immer noch genügend Auftrieb, um an kurzen und leichten Leinen geflogen werden zu können.</p>
<p>Leichtwind ist das, wofür der Tattoo II gebaut ist. Dieser Drachen ist zwar in der Lage, auch bei kräftigem Wind seinen Dienst zu verrichten, doch so richtig Spaß aufkommen will erst, wenn die Brise zart ist. Dann wird aus dem schnellen, wild wirbelnden Kite ein Schwebedrachen, der ruhig über den Himmel gleitet, der ein angenehm großes Windfenster besitzt, der sich sanft an den Handschlaufen bemerkbar macht und allzeit bestens kontrollieren lässt. Auch wenn der Tattoo II in einem Windbereich von vier bis 25 Stundenkilometer geflogen werden kann, fühlt er sich doch zwischen 4 und 12 Stundenkilometer am wohlsten.</p>
<p><strong>Schweben</strong><br />
Die Flugpräzision des Tattoo II ist für einen Kite seiner Größe ordentlich. Loopings werden bei leichtem Wind ebenso wie enge Spins mit nur minimaler Nachdrehneigung beendet und selbst aus knackig geflogenen, hart gesnapten Ecken kommt der Drachen aus der Rasteder Manufaktur mit einer recht geringen Tendenz nachzuwackeln. Im Trickseg­ment sollte man von einem Drachen dieser Zielsetzung nicht die allerheißesten, abgedrehtesten und wildesten Moves erwarten. Für diese ist der Tattoo II nicht konzipiert, hier fehlt es ihm schlichtweg an Schwungmasse. Selbst im Fade will er bei böigem Wind mit feinfühliger Hand gehalten und zum Backspin möchte er durch wohl dosierte Impulse überredet werden.</p>
<p>Seine echte Stärke vermag er dann auszuspielen, wenn man mit ihm die Klassiker des Trickflugs ausführt. Stalls, Sideslides, tellerflache Axels und 540er – all das zelebriert der Tattoo II in einer Weise, die fast schon in Vergessenheit geraten ist. Ein absoluter Genuss mit diesem Kite sind Slotmachines, die er auch multipel an­einandergereiht herrlich in Szene setzt. Alles in allem ist der Tattoo II ein Leichtwinddrachen der klassischen Schule, ein Kite, der lieber schwebt als zappelt, der lieber sanft geführt als hart geprügelt werden will und der seinen Piloten dafür mit purer Entspannung und Ausgeglichenheit belohnt.</p>
<p><strong>Für wen gedacht?</strong><br />
Für wen ist der Tattoo II gedacht? Wer ist der ideale Tattoo-Pilot? Wer kann mit diesem Kite glücklich werden? Keine Frage! Dieser Drachen ist nicht für die Fraktion der Hardcore-Trickser gebaut, er ist kein schneller aggressiver Freestyler. Stattdessen ist er ein echter Schwebe­drachen, wie sie in den letzten Jahren (leider) sehr selten geworden sind. Der Tattoo II ist ein Kite, der für wenig Geld zur echten Wunderwaffe wird, wenn der Wind an einem lauen Sommerabend einschläft, der Pilot aber noch keine Lust hat, vom Strand oder von der Wiese nach Hause zu gehen. Mit diesem Drachen kann man in den letzten Sonnenstrahlen des Tags noch ein paar wunderbar friedliche und ruhige Augen­blicke verbringen, bei denen der Kite nicht durch die Leinen, sondern durch die Gedan­ken des Piloten gesteuert zu werden scheint. Der Tattoo II ist auf jeden Fall ein perfekter Dra­chen für Träumer und für Menschen, die gerne mit dem Wind schmusen.</p>
<div style="width:270px;float:left"><img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/tattoo/09.jpg"><br />
<strong>Perfekt! Die Leitkanten werden über eingenähte Laschen und Waageschnurtampen gespannt</strong></p>
<p><img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/tattoo/10.jpg"><br />
<strong>Der Tattoo II im Half Axel</strong></p>
<p><img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/tattoo/11.jpg"><br />
<strong> Die verschraubten segelseitigen Stand-Off-Aufnahmen geben zuverlässig Halt und bieten keinerlei Überstände, an denen sich die Leinen verfangen können</strong></p>
<p><img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/tattoo/bezug.jpg"></div>
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		<title>Eine Klasse  für sich &#8211; Brasington-Drachen von NewTech Kites</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 08:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauen & Fliegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Robert Brasington ist ein allseits bekannter Drachenbauer aus Neuseeland, dessen Konstruktionen durch ihr minimalistisches, an Architektur angelehntes Design auffallen. Seit Jahren ar­­bei­­­­tet Robert mit der amerikanischen Drachenschmie­de New­Tech Kites zusammen, deren Produkte in Deutschland durch das in Bad Kissingen ansässige&#8230; <a href="http://sport-und-designdrachen.de/bauen-fliegen/eine-klasse-fur-sich-brasington-drachen-von-newtech-kites/" class="read_more">weiter lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Robert Brasington ist ein allseits bekannter Drachenbauer aus Neuseeland, dessen Konstruktionen durch ihr minimalistisches, an Architektur angelehntes Design auffallen. Seit Jahren ar­­bei­­­­tet Robert mit der amerikanischen Drachenschmie­de New­Tech Kites zusammen, deren Produkte in Deutschland durch das in Bad Kissingen ansässige Spielwarenhaus Ahlert vertrieben werden. 2009 gibt es eine wahre Flut an neuen Brasing­ton-Drachen im NewTech-Portfolio, sodass wir nicht umhin kommen, einen genaueren Blick darauf zu werfen.</strong></p>
<div id="bild">
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/aufmacher.jpg" alt="" width="600" /><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Psychedelikite: Kiel mit integrierter Aufnahme der Flugleine</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Zentralverbinder der rotierenden Einheit</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/03.jpg" alt="" /><br />
<strong> Die Schaufeln des Hauptsegels</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/04.jpg" alt="" /><br />
<strong> Der äußere Spreizstab ist bereits vormontiert</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Beim Phoenix Rising handelt es sich um eine Abwandlung des Rokkaku</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Sauber gefertigte Paneele</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/07.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Heck­bereich des Phoenix Rising</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/08.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Phoenix Tail ist wie sein Bruder Phoenix Rising eine Rokkaku-Form </strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/09.jpg" alt="" /><br />
<strong>Das Segel des Phoenix-Tails wird gespannt</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/10.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Waage wird durch das Segel direkt auf den Stab geführt</strong><br />
<img src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/11.jpg" alt="" /><br />
<strong>Robert Brasingtons Designs zeigen ihre Wirkung: der Phoenix Tail </strong>
</div>
<p>Aus den vielen, spannenden Dra­chen auf www.ahlerts.de haben wir uns drei Drachen aus der Brasington-Kollektion ausgesucht, die be­­sonders ins Auge stechen: Phoenix Tail, Phoenix Rising und Psychadelikite. Alle drei Drachen liegen preislich in der haushaltskassenfreundlichen Ecke und belasten das Budget der Drachenfreunde nicht sonderlich. Während der Psychadelikite für unter 30,– Euro in den Handel kommt, sind der Phoenix Tail und der Phoenix Rising für unter 50,– Euro zu haben. Dieser mehr als faire Einstiegspreis sollte im Hinterkopf behalten werden, wenn es an den Test der einzelnen Modelle geht. Denn solch exklusive Drachen würden woanders das Drei- oder Vierfache kos­ten. Sparmaßnahmen sind also notwendig, doch an den richtigen Stellen durchgeführt, sollten sie kein Problem sein.</p>
<p><strong>Sparmodell?</strong><br />
Eine dieser Sparmaßnahmen ist sicherlich der Transportbehälter. Wo andere Exem­plare mit teuren Stoffbeuteln aufwarten, halten sich die drei Drachen von NewTech vornehm zurück. Alle drei Kreationen werden in einem durchsichtigen Klar­sichtköcher aus Plastik geliefert. Wen dieses kleine Manko stört, kann ihn ja aber schnell durch ein Modell aus Spinnaker ersetzen. Erfahrene Piloten werden auch die beiliegende Drachen­schnur austauschen. Für die ersten Flug­versuche reicht sie aber vollkommen aus. Dies soweit zum Thema günstiger Ein­stiegspreis und damit einhergehender Sparmaßnahmen.</p>
<p>Ansonsten sehen die drei Drachen ganz und gar nicht nach Sparmodellen aus. Viel mehr machen sie schon beim ersten Auspacken einen hochwertigen Eindruck und flößen aus dem Stand heraus Vertrauen ein. Doch betrachten wir uns die Drachen zunächst im Einzelnen.</p>
<p><strong>Phoenix Tail</strong><br />
Der Phoenix Tail ist nach Roberts eigenen Angaben eine Variante eines guten, alten Bekannten: des Rokkakus. Und wirklich, die Geometrie wurde ein wenig verän­­dert, das untere Spreizenpaar drastisch verkürzt und der zwischen den Spreizen liegende Stoff in eine Rundung gebracht. Die Nähe zum Rokkaku ist auffällig, aber dann doch nicht so deutlich, dass der Phoenix Tail wie eine Kopie des asiatischen Urvaters wirkt. Aufgebaut wird der Drachen recht simpel. Und wer sich nicht an den Aufbau eines Rokkakus erinnern kann, dem wird durch die beiliegende Aufbauanleitung weitergeholfen. Der Kielstab ist zweigeteilt und in der Mitte gemufft. Der untere Spreizstab wurde bereits fertig montiert und mittels Gummiring am Kielstab befestigt. Dieser ist zur Montage einfach um 90 Grad zu drehen und in die Stabtaschen des Se­­­gels zu stecken. Der obere Spreizstab ist ebenfalls zweigeteilt. Dieser wird zunächst in die Muffe gesteckt, anschließend durch den Gummiring am Kielstab geführt und schließlich in die Stabtaschen des Segels gesteckt. Fertig steht der Drachen aufgebaut vor einem.</p>
<p>Die Waage ist bereits montiert und läuft durch das Segel hindurch direkt auf die 5-Millimeter-Stäbe. Was fehlt ist die Spannung des Segels, aber dies ist schnell und einfach mit den Schnurspan­­­nern auf der Rückseite des Se­­gels ge­schehen. Im aufgebauten Zu­stand misst der Phoenix Tail 150 x 134 Zentimeter. In den Handel kommt er in einer Farbversion: einem Verlauf aus Rot, Orange, Grau, Weiß und Schwarz. Das Segel macht einen ordentlichen Ein­druck, wenngleich die Nähte mit ein we­­nig mehr Sorgfalt hät­­­ten verarbeitet werden können. So schwan­­ken teil­wei­se Stichlänge und -verlauf des Zick­­zack­stichs. Ebenso wurde nicht auf eine ausreichende Versorgung des Näh­fadens geachtet. Aber dem positiven Gesamt­eindruck schadet dies nicht weiter. Gut gefallen hat uns wiederum, dass Kett und Schuss weitgehend beach­tet wurden. Zwar sieht dies auf den ersten Blick nicht so aus, betrachtet man sich das Segel aber genauer und überlegt, wie sich die Kraft im Flug verteilt, ergibt die Segmentierung von NewTech durchaus ihren Sinn. Die einzelnen Segmente des Segels wurden mittels Segelmachernaht miteinander verbunden und sämtliche Schlepp­kan­­­­ten mit einer offenen Kapp­naht verse­­­hen. Stabtaschen und Stab­führungen sind aus Dacron gefertigt.</p>
<p><strong>Phoenix Rising</strong><br />
Phoenix Rising ist seinem Bruder Phoenix Tail sehr ähnlich. Genau genommen handelt es sich hier ebenfalls um eine Rokkaku-Abwandlung, wenngleich dieser Drachen enorm gestreckt wurde. 2 Meter ist dieser Drachen lang – bei einer maximalen Spannweite von gerade einmal 60 Zentimeter. Auch hier wurde der Kielstab zweigeteilt, während die vier Spreizstäbe einfach in den Eddyverbinder am Kiel und die zugehörigen Stabtaschen am Segel einzustecken sind. Der Aufbau des Drachens ist somit in nur wenigen Minuten erledigt.</p>
<p>Wie schon beim Phoenix Tail wird die Waage durch das Segel hindurch direkt auf die Stäbe geführt. Das eigentliche Se­­gel ist ebenfalls in nur einer Farbvariante erhältlich. Stärken und Schwächen der Verarbeitung sind, wie erwartet, auch identisch mit denen des Phoenix Tails.</p>
<p><strong>Psychadelikite</strong><br />
Ein ganz anderes Konzept verfolgt Robert Brasington jedoch mit dem Psychadelikite. Hier ist nicht mehr die Rede von einer Rokkaku-Kopie. Hier handelt es sich um einen ganz anderen Drachen, der seine Wurzeln eher beim Radschläger der Düsseldorfer Drachenfreunde findet. Dank des hohen Vormontage-Grads ist er recht schnell aufgebaut. Die komplette Kielsektion, das Drehelement und die äußeren Spreizstäbe des Hauptsegels sitzen bereits an der richtigen Stelle. Was noch erwartet wird, ist das Platzieren der sechs 4-Millimeter-Stäbe, die das Hauptsegel endgültig aufspannen. So zusammengesteckt erhält man einen Drachen mit den Maßen 90 auf 105 Zentimeter. Von der Verarbeitungstechnik her ähnelt der Psychadelikite seinen Brüdern aus der Phoenix-Fraktion, wenngleich die Nähte einen deutlich besseren Eindruck machen.</p>
<p><strong>Bruderzwist</strong><br />
Insgesamt machen der Aufbau und die Verarbeitung aller drei Drachen einen recht guten Eindruck, über kleinere Mängel hilft der mehr als günstige Einstiegspreis leicht hinweg. Spannend wird es, wenn sich die drei Drachen auf der Wiese bewähren müssen. Schauen wir zunächst einmal auf den Phoenix<br />
Tail und den Phoenix Rising. Der Tail ist von einer Person schnell aufgebaut. Die Waage ist bereits justiert, kann aber über den Rutschknoten schnell und sicher auf die herrschenden Windgeschwin­digkeiten eingestellt werden. Jetzt noch die Schnur auf der Rückseite des Dra­chens gespannt und es kann losgehen.</p>
<div style="width:280px;float:left">
<img align="center" width="100%" src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/fakten.jpg" alt="" /><br />
<img align="center" width="100%" src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/pro-contra.jpg" alt="" /><br />
<img align="center" width="100%" src="http://designdrachen.com/wp-content/blogs.dir/1/files/brasington/pro-contra2.jpg" alt="" />
</div>
<p>Der Phoenix Tail benötigt sicherlich keine Startmannschaft und kann auch aus der Hand des Piloten direkt an den Himmel gebracht werden. Bei böigem Wind empfiehlt sich jedoch ein Hoch­start. Angegeben wird der Windbereich von 2 bis 5 Bft. Dies erscheint bei unseren Tests ein wenig optimistisch. Nach unten hin ist der Drachen sehr willig, in den oberen Windbereichen zeigt der Phoenix Tail aber schnell seine Grenzen auf.</p>
<p>Unser Exemplar demonstrierte seinen Unwillen ab einer Windstärke von 4 Bft. Ab 5 Bft. neigte er dazu, nach einer Seite hin auszubrechen. Eine Hilfe wäre hier eine Markierung auf der Spannschnur,<br />
die zeigt, wie stark der Drachen gewölbt werden kann. Es empfiehlt sich daher, den Phoenix Tail eher im unteren Windbereich zu fliegen, was für einen Einsteigerdrachen auch vollkommen<br />
ausreichend ist.</p>
<p>Wesentlich lockerer ist das Handling des gestreckten Phoenix Rising. Der Drachen wird einfach in den Wind gehalten, Schnur gegeben und das war’s. Auch stärkere Windböen werden noch ausgependelt und der Windbereich ist deutlich größer als bei seinem Bruder Phoenix Tail. So flog unsere Version auch noch stabil jenseits der angegebenen Maxi­malmarke des Herstellers und quittierte erst ab einer Windstärke von 6 Bft. seinen Dienst.</p>
<p><strong>In den Bann gezogen</strong><br />
Beim Psychedelikite gibt es keine Waage, auf die man Rücksicht nehmen müsste. Vielmehr bilden Kiel und Schnur eine Einheit. An Letztere wird die Drachen­leine angebunden und anschließend der Drachen in den Wind gehalten. Jetzt entfaltet er seine ganze Wirkung, denn das Hauptsegel fängt an zu rotieren. Schnell merkt man, wie Robert auf den Namen des Drachens gekommen ist, denn die nunmehr immer schneller rotierende Scheibe zieht den Betrachter unweiger­­lich in ihren Bann. Jetzt noch ein wenig Leine gegeben und der Psychedelikite sucht sich seine Position am Himmel. Hier steht er recht stabil und pendelt auch stärkere Böen ohne größere Probleme aus. Vom Windbereich her können wir die Angaben des Herstellers bestätigen. Ab einer Windstärke von 3 Bft. hebt sich der Drachen in die Luft, ab 5 Bft. fühlt er sich dann sichtlich unwohl am Himmel. Schön anzusehen ist das sich immerfort drehende Segel, nur das weiße Herstel­­lerfähnchen am schwarzen Kiel stört ein wenig. Aber mit einer Schere ist auch dieser Umstand im Zweifel schnell beseitigt.</p>
<p><strong>Spaßmacher</strong><br />
Alle drei Drachen aus NewTechs Brasing­ton-Kollektion machen ordentlich Spaß. Phoenix Tail und Phoenix Rising machen durch ihre Form und ihre Farben einen richtig guten Eindruck am Himmel. Wenn wir uns für einen Drachen entscheiden müssten, wäre es der Phoenix Rising, denn dieser steht einfach einen Tick ruhiger am Himmel als die anderen und ist absolut unproblematisch zu hantieren. Der Psychedelikite ist eine Klasse für sich. Problemlos zu handeln steht er ruhig am Himmel und dreht dort im wahrsten Sinne des Wortes seine Kreise. Ein Drachen für alle Stunden eben, der sowohl durch seine Dynamik als auch der guten Verarbeitungsqualität im Verhältnis zum günstigen Preis von knapp 30,– Euro seine Freunde in der Drachen­gemeinde finden wird.</p>
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